
Die Veranstaltungsreihe „Female Frequencies” steht ganz im Zeichen ungewöhnlicher Aufeinandertreffen. Jeweils zwei aus unterschiedlichen Musiksparten stammende Künstlerinnen sind dazu aufgerufen, aufeinander einzugehen und einen gemeinsamen Weg zu beschreiten. Einen in dem Stilistiken, Spielweisen und Arbeitsmethoden miteinander verwoben werden sollen, die normalerweise nicht viel miteinander zu tun haben. Im Falle von Electric Indigo und Pia Palme sind es Elektronik und Neue Musik.

So hat Susanne Kirchmayr, eine der bedeutendsten Wegbereiterinnen für Frauen in der elektrischen Musik, bereits mit ihrem Projekt Colophony Circuit (gemeinsam mit der Geigerin Mia Zabelka und der Theremin-Virtuosin Dorit Chrysler) die Fühler in Richtung Neue Musik und Avantgarde ausgestreckt. Pia Palme selbst bezeichnet sich als Klangfetischistin. Immer auf der Suche nach neuen Ausdruckmöglichkeiten hat die Flötistin im Laufe der Zeit ihre ureigene und unverwechselbare Klangsprache entwickelt. Diese reicht von leisen und feingewobenen Improvisationen bis hin zu wilden und kraftvollen Klanggewittern. Ein wichtiger Bestandteil ihrer Musik ist der „subbass“, ein vom Blockflötenbauer Küng mit Hilfe der Musikerin entwickeltes Blasinstrument, mit dem es ihr ermöglicht wird, in ganz neue klangliche Bereiche vorzudringen.
Electric Indigo und Pia Palme ergeben auf jeden Fall eine höchst spannende und ungewöhnliche Kombination, die man gehört haben sollte.(mt)
Electric Indigo