Mit dem Programmschwerpunkt „Fokus Klima: ZERO?“ leistet der Musikverein Wien einen Beitrag zum Klimaschutz im Klassikbetrieb. In zahlreichen, frei zugänglichen Gesprächs- und Diskussionsformaten beleuchten hochrangige Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Kunst und Kultur Möglichkeiten und Ansätze für Klimaschutz im Veranstaltungsbereich. Die gesamte Woche entspricht den Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens für Green Events.
Von 14. bis 22. März 2026 richtet der Musikverein Wien mit dem Programmschwerpunkt „Fokus Klima: ZERO?“ ein Festival aus, das der Frage nachgeht, wie Klimaschutz in der Klassik-Branche umgesetzt werden kann. In einer Reihe hochrangig besetzter Vorträge, Gespräche und Diskussionen begegnen sich internationale Expert:innen aus Wissenschaft, Kultur, Mobilität und Nachhaltigkeitsforschung. Ziel ist es, Wissen zu vermitteln, und Einblicke in die Praxis zu geben. Das Musikprogramm umfasst Konzerte mit den Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia Roma (Daniel Harding), den Wiener Symphonikern (Robin Ticciati), den Wiener Philharmonikern (Zubin Mehta) und dem Swedish Radio Symphony Orchestra(Esa-Pekka Salonen).
WISSENSCHAFTLICHE EXPERTISE & INTERNATIONALE KULTURSTIMMEN
Das Festival beleuchtet zu Beginn die großen Zusammenhänge des Klimawandels und geht im weiteren Verlauf der Frage nach, welche klimaschützenden Maßnahmen im Kulturbereich getroffen werden können. Eröffnet wird das Festival von Helga Kromp-Kolb, einer der renommiertesten Klimawissenschaftlerinnen Europas, Gründerin des Zentrums für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit an der Universität für Bodenkultur Wien. Sie ordnet die aktuelle Faktenlage ein und zeigt, wie eng Klimapolitik, gesellschaftliche Entwicklung und Kultur miteinander verbunden sind. Der Meteorologe und Bestsellerautor Marcus Wadsakveranschaulicht, wie unmittelbar die Klimakrise unseren Alltag bereits prägt – von Extremwetterereignissen bis zu veränderten Jahreszeiten.
Das Thema Mobilität, der größte Emissionsfaktor im klassischen Musikbetrieb, bildet einen weiteren Schwerpunkt. Stefan Carsten, Zukunftsforscher und Mobilitätsexperte, sowie Thomas Madreiter, Planungsdirektor der Stadt Wien, beleuchten, wie klimafreundliche Verkehrs- und Stadtstrukturen entstehen und welche Rolle Kulturorte dabei spielen können.
TOP-VERTRETER EUROPÄISCHER KULTURINSTITUTIONEN
Aus der internationalen Musikszene kommen Stimmen mit großer Strahlkraft: Esa-Pekka Salonen, einer der bedeutendsten Dirigenten und Komponisten unserer Zeit, diskutiert gemeinsam mit Staffan Becker, Concert Hall Director der Berwaldhallen in Stockholm, über nachhaltige Orchesterstrukturen, Tourneekonzepte und neue strategische Ansätze für große Klangkörper.
Aus Wien selbst spricht Jan Nast, Intendant der Wiener Symphoniker, über die Klimastrategie seines Orchesters. Wiebke Stockinger, ehemalige Nachhaltigkeitsbeauftragte des Burgtheaters und aktuelle Geschäftsführerin der Hallen E&G im MuseumsQuartier, beleuchtet praxisnahe Perspektiven aus dem deutschsprachigen Raum.
Mit dem Orchester des Wandels, repräsentiert durch Katrin Lerchbacher, zeigt „Fokus Klima: ZERO?“ zudem eine Initiative, die musikalische Exzellenz mit konkretem Klimaschutz verbindet – von Renaturierungsprojekten bis zu innovativen Konzertformaten.
KÜNSTLERISCHE BEISPIELE GELEBTER NACHHALTIGKEIT
Der Tiroler Percussionist und Komponist Manu Delago präsentiert seinen Film „From the Alps to the North Sea“, der während seiner bewusst klimafreundlichen Fahrrad-Tournee entstanden ist. Seine Arbeit gilt als beispielhaft für nachhaltige Produktionsformen.
Auch andere Kunstsparten kommen zu Wort: Cornelius Obonya, bekannter österreichischer Schauspieler und Marion Rossmann, österreichische Expertin für „Green Producing“ und Leiterin einer Casting Agentur werden darüber sprechen, wie „Green Producing im Bereich Theater, Film und TV“ funktioniert.
NACHHALTIGKEIT ALS KULTURAUFGABE
Weitere zentrale Impulse kommen von Annett Baumast, Professorin für Nachhaltigkeitsmanagement an der HWR Berlin und Pionierin im Bereich „Green Culture“, sowie von Anita Malli, Leiterin der Abteilung Umwelt und Nachhaltigkeit im ORF, die über Green-Producing-Standards und institutionelle Transformationsprozesse berichtet. Christian Pladerer, Experte für Kreislaufwirtschaft, ergänzt praktische Perspektiven zu Green Events, Ressourcenschonung und Abfallvermeidung.
GREEN EVENT – DER MUSIKVEREIN SETZT EIN ZEICHEN
Erstmals wird der gesamte Festivalzeitraum als Green Event ausgerichtet, einem staatlichen Gütesiegel für nachhaltig umgesetzte Veranstaltungen. Dazu gehören umweltfreundliche Produktion aller Drucksorten, saisonales und regionales Catering, Mehrweggeschirr, 100 % Ökostrom sowie bewusst energie- und materialschonende Abläufe. Besucher:innen erhalten umfassende Informationen zur nachhaltigen Anreise.
Stephan Pauly, Intendant des Musikvereins: „Mit ‚Fokus Klima: ZERO?‘ will der Musikverein durch hochkarätige Expertise, internationale Stimmen und künstlerische Exzellenz einen Beitrag zum Klimaschutz in der Klassikbranche leisten. Als Gebäude bereits mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifiziert, werden wir diese gesamte Veranstaltungswoche nach den Kriterien für Green Events umsetzen.“
Nähere Infos sind auf der Website des Musikvereins abrufbar.
Die Vorträge, Diskussionsrunden und Gesprächsformate wurden in Zusammenarbeit mit der Organisation SAVE THE WORLD konzipiert und realisiert, deren Geschäftsführerin Nicola Bramkamp die Moderation der Gespräche übernimmt. www.savetheworld.de
In Kooperation mit:
SAVE THE WORLD
WIENER LINIEN
Ausgerichtet nach den Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens.
