18. Wiener Tage der zeitgenössischen Klaviermusik

Bereits seine 18. Auflage erleben heuer die Wiener Tage der zeitgenössischen Klaviermusik. Auf dem Programm der von 15. bis 19. Februar andauernden und an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien stattfindenden Veranstaltung stehen die Preisvergabe im Maurico-Kagel Kompositionswettbewerb mit dem Thema Klavierstücke für Kinder und Jugendliche sowie eine Reihe hochkarätiger Workshops und Diskussionsrunden.

Im vergangenen Jahr rief das Institut Ludwig van Beethoven den Maurico-Kagel Kompositionswettbewerb in Leben. Der thematische Schwerpunkt wurde auf Klavierstücke für Kinder und Jugendliche gelegt. Was zu Beginn wohl kaum jemand erwarten konnte, der Wettbewerb stieß nicht nur hierzulande, sondern auch international auf sehr große Resonanz. Es bewarben sich KomponistInnen aus rund 40 Ländern. Zudem wurden insgesamt 190 Stück eingereicht. Einer hochkarätig besetzten Jury, bestehend aus Nicolaus A. Huber, Helmut Lachenmann, Isabel Mundry, Robert HP Platz und Rebecca Saunders, oblag die Aufgabe, diese große Anzahl an Einsendungen zu beurteilen und 15 Stück zu nominieren, welche im Rahmen der Wiener Tage der zeitgenössischen Klaviermusik diskutiert und von Studierenden der Universität gespielt werden. Das besondere an diesem Wettbewerb ist, dass dem Publikum die seltene Gelegenheit eingeräumt wird, der Entscheidungsfindung der Jury beizuwohnen. Diese erläutert im Rahmen von öffentlichen Diskussionsrunden jene Kriterien, die einen möglichen Ausschlag geben.

Das Publikum wird dazu eingeladen, sich selbst eine Meinung zu bilden und folgenden Fragen nachzugehen:

– Was schafft Qualität? Welche Qualitätskriterien spielen bei der Beurteilung einer Komposition heute eine Rolle?
– Wo steht das Klavier als Soloinstrument in der zeitgenössischen Musik und wie sollen Klavierstudierende damit umgehen?
– Welche Fragen stellen sich im Zusammenhang mit diesen Themen den Juroren als Komponierende selbst?

Die entscheidende Diskussion der Jury mit anschließender Bekanntgabe der Preisträger findet am 19. Februar statt. Zu guter Letzt werden im abschließenden Konzert sowohl die mit Preisen ausgezeichneten Stücke als auch Werke der Jurorinnen und Juroren von Kursteilnehmern gespielt.

http://www.wienertage.at/