MTTW // Zoe

Wann

18.09.26 
19:30

Wo

Theater am Werk im Kabelwerk
Oswaldgasse 35A, Wien, 1120

Veranstaltungstyp

Ein immersives science fiction poem

Was wäre, wenn Menschen, Technologien und Ökosysteme miteinander sprechen würden, wenn der Planet selbst erzählen könnte? Wenn Landschaften atmen würden und sich die Grenzen zwischen Spezies auflösen? Die Musik-Performance Zoe adressiert zentrale Fragestellungen unserer Zeit an der Schnittstelle von Ökologie, Technologie und gesellschaftlichem Wandel.

Die Grenzen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteuren sind längst durchlässig geworden: Mikroplastik in Organismen, die wechselseitige Abhängigkeit von Mikrobiomen und Umwelt sowie die zunehmende Durchdringung des Alltags durch algorithmische Systeme verdeutlichen eine Realität, in der Autonomie, Körperlichkeit und Identität neu verhandelt werden müssen!
Zoe ist ein Science-Fiction-Poem jenseits des Anthropozäns – eine vielstimmige Erzählung vom fortwährenden Werden der Erde und ihrer Lebensformen.

NEUE NARRATIVE FÜR DIE ZUKUNFT DER MENSCH-NATUR BEZIEHUNG

Die Produktion Zoe wurde im Rahmen des EU-Projekts „Future Narratives for Planet Earth“ entwickelt, in dem angesichts der Klimakatastrophe nach neuen Narrativen, die das Verhältnis zwischen Mensch und Natur reflektieren, gesucht wird.
Inspiriert von posthumanistischen Theorien, insbesondere von Rosi Braidottis Konzept von „Zoe“ als einer nicht-hierarchischen, alles umfassenden Lebenskraft sowie Donna Haraways Cyborg-Denken, entwirft die Performance ein Zukunftsszenario, in dem künstliche Intelligenz nicht mehr als Werkzeug, sondern als integraler Bestandteil planetarer Lebensprozesse agiert. Nach Haraway ist Zukunft etwas, das wir lernen, üben und pflegen müssen. Das Theater kann dabei helfen, die Zukunft wieder als einen Raum der Möglichkeiten zu begreifen.

Info