Wann
Wo
Oswaldgasse 35A, Wien, 1120
Veranstaltungstyp
Ein immersives science fiction poem
Die Grenzen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteuren sind längst durchlässig geworden: Mikroplastik in Organismen, die wechselseitige Abhängigkeit von Mikrobiomen und Umwelt sowie die zunehmende Durchdringung des Alltags durch algorithmische Systeme verdeutlichen eine Realität, in der Autonomie, Körperlichkeit und Identität neu verhandelt werden müssen!
Zoe ist ein Science-Fiction-Poem jenseits des Anthropozäns – eine vielstimmige Erzählung vom fortwährenden Werden der Erde und ihrer Lebensformen.
NEUE NARRATIVE FÜR DIE ZUKUNFT DER MENSCH-NATUR BEZIEHUNG
Die Produktion Zoe wurde im Rahmen des EU-Projekts „Future Narratives for Planet Earth“ entwickelt, in dem angesichts der Klimakatastrophe nach neuen Narrativen, die das Verhältnis zwischen Mensch und Natur reflektieren, gesucht wird.
Inspiriert von posthumanistischen Theorien, insbesondere von Rosi Braidottis Konzept von „Zoe“ als einer nicht-hierarchischen, alles umfassenden Lebenskraft sowie Donna Haraways Cyborg-Denken, entwirft die Performance ein Zukunftsszenario, in dem künstliche Intelligenz nicht mehr als Werkzeug, sondern als integraler Bestandteil planetarer Lebensprozesse agiert. Nach Haraway ist Zukunft etwas, das wir lernen, üben und pflegen müssen. Das Theater kann dabei helfen, die Zukunft wieder als einen Raum der Möglichkeiten zu begreifen.