The European Jazz Project im Porgy

Was kommt heraus, wenn sich sechs herausragende Musiker aus den drei deutschsprachigen Ländern zusammentun, um sich dem Jazz in seiner reinsten und inspirierten Form zu widmen – das European Jazz Project. Am 28. Jänner gibt es in Wiener Porgy & Bess die seltene Gelegenheit, dieses außergewöhnliche Ensemble wieder einmal auf der Bühne zu sehen.

Das European Jazz Project vereinigt sechs erstklassige Musiker aus Deutschland, der Schweiz und Österreich. Aus Österreich kommen der Trompeter Daniel Nösig, der immer wieder durch sein ungemein feinfühliges Spiel beeindruckt, der Pianist Fritz Pauer, der ohne Zweifel zu den führenden Musikern seiner Zunft zu zählen ist, sowie der junge Schlagzeuger Andjelko Stupar, einer der großen Hoffnungen der österreichischen Jazzszene. Aus Deutschland stammt der Altsaxophonist Tom Reinbrecht, ein Virtuose der Feinrhythmik. Komplettiert wird das Sextett durch zwei Schweizer. Bassist Stephan Kurmann und Tenorsaxophonist Andy Scherrer sind inzwischen, wie ihre Kollegen auch, weit über die Grenzen von Europa hinaus ein Begriff. Das Projekt wurde im Jahre 2005 von Robert Schwaller ins Leben gerufen. Seitdem beweist das Ensemble, dass nicht nur im Mutterland dieses Genres, den USA, hochklassiger Jazz gespielt wird. Auch die europäische Szene hat genügend Potential. Sie hat ihre Eigenständigkeit längst erlangt.

 

Aus musikalischer Sicht präsentiert sich das European Jazz Project ungemein vielseitig. Auf einen bestimmten Stil setzen sich die Musiker nicht fest. Vielmehr verbinden sie Altes mit Neuem und pendeln spielerisch zwischen Komposition und Improvisation hin und her. Herauskommt dabei Jazz in seiner reinsten Form, voller überraschender Wendungen und niemals vorhersehbar. Obwohl sich in diesem Ensemble sechs ausgewachsene musikalische Persönlichkeiten tummeln, die alleine für sich schon für erstklassige Konzertabende sorgen könnten, bleibt einem jeden der Protagonisten genügend Platz sich selbst individuell einzubringen. Genau aus dieser Art “Wettstreit” schöpft European Jazz Project sein gesamtes Potential. Zudem gibt es nahezu immer etwas Neues zu hören. Mit Vorliebe spielen die Musiker Stücke, die sie speziell für das jeweilige Konzert komponiert haben.

 

Auf der Bühne entfaltet dieses Gemisch eine immense Energie mit einer gehörigen Portion Spielwitz. Ein Konzert bei dem jeder Jazz auf seine Kosten kommen sollte.(mt)

 

 

Porgy & Bess