
Protestant Work Ethic + Neuschnee
Kommenden Sonntag dem 18. November liefern im Wiener Fluc die beiden Bands Protestant Work Ethic und Neuschnee jeweils, gerade passend zu den derzeitigen Bedingungen, den idealen Soundtrack zu Winter- und Sonntagsdepressionen. Dass dabei die ruhigen Klänge ganz klar im Vordergrund stehen, versteht sich wohl von selbst.
Protestant Work Ethic wandeln auf den Spuren von amerikanischen Songwriter-Größen wie Jason Molina, Will Oldham oder Damien Jurado und verbreiten dementsprechend mit Gitarre, Ukulele und Banjo intime Stimmung. Mit einer gelungenen Mischung aus Folk, Pop und Blues verströmt die Band wohlige Wärme, während draußen sogar die Eisbären beschließen, gen Süden zu ziehen.
Die Formation Neuschnee wurde letztes Jahr aus der Idee heraus geboren, musikalische Welten kollidieren zu lassen, die ästhetisch und politisch gesehen weit auseinander gezogen scheinen. Entsprechend dieser Idee setzt sich daher auch das Lineup aus einem Streichquartett und einem Singer/Songwriter zusammen, die den Spagat zwischen Popschlampe und Klassikliebhaber jedoch vortrefflich zu meistern verstehen und eine beachtenswerte pop-kammermusikalische Symbiose schaffen.
Musikfreunde, die es an grauen und trüben Tagen auch gerne mal etwas leiser mögen, sollten jedenfalls die Hunde vor die Schlitten spannen und einen kleinen Ausflug ins Fluc wagen.(mm)
