mica-Serie Parlamentarische Enquete Musik die Reaktionen: Muttonen: "Studie zur sozialen Lage der Kunstschaffenden bereits in Auftrag"

Muttonen in Podiumsdiskussion zur Zukunft der Musik in Österreich
Wien (SK) – “Die Situation der Kunstschaffenden ist uns schon lange ein Anliegen und daher forderten wir seit Jahren eine Studie zur sozialen Lage der professionell Kreativen. Claudia Schmied gabbereits eine Studie in Auftrag, deren Ergebnisse wir im Juni erwarten”, betonte SPÖ-Kultursprecherin Christine Muttonen am Dienstag Abend in der Podiumsdiskussion “Zukunftsmusik – MusiklandÖsterreich im 21. Jhdt”. Diese, von der Österreichischen Gesellschaft für Kulturpolitik veranstaltete Diskussion fand im Anschluss an die parlamentarische Enquete “Zukunftsmusik” statt. “Dieses Thema istsehr wichtig und muss diskutiert werden”, so Muttonen und zeigte sich erfreut darüber, dass die Enquete eine “fruchtbare Diskussion zwischen Politik und Kultur ermöglichte.

Muttonen ließ die Enquete, die am Vormittag und Nachmittag stattgefunden hatte, noch einmal kurz Revue passieren. Die Schwerpunkte der Dialoge lagen in der musikalischen Erziehung vom
Kindergarten bis ins Erwachsenenalter, der heimischen Musikwirtschaft und deren Rahmenbedingungen für Künstler und in der Rolle der Medien. Der Vormittag stand im Zeichen der Nachwuchsförderung in der Musik, der Ausbildung und Entlohnung von Musikpädagogen sowie der Zusammenarbeit von Künstlern und Schulen. “Die Kulturministerin möchte die Schulen öffnen, sie zu kulturellen Zentren machen”, betonte Muttonen. Am Nachmittag sei schwerpunktmäßig über die Rolle des ORF diskutiert worden, wie oft heimische Liedermacher im Programm vorkommen sollten und ob es “eine Art freiwillige Selbstverpflichtung des ORF” geben sollte, so Muttonen. “Der ORF machte das Angebot, eine Arbeitsgruppe einzurichten”, zeigte sich die SPÖ-Kultursprecherin erfreut.

 

Neben Muttonen nahmen noch Andrea Ecker, Sektionsleiterin des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK), Dominique Meyer, designierter Direktor der Wiener Staatsoper und
Bernhard Lang, Komponist an der von Peter Rantasa, Direktor des Music Information Center Austria (MICA) moderierten Podiumsdiskussion teil. “Österreich hat ein großes musikalisches Erbe und für dessen Weiterentwicklung und Weiterbestehen müssen wir immer wieder die nötigen Rahmenbedingungen schaffen. Wir brauchen eine qualitativ hochwertige Musikausbildung vom Kindergarten bis zur
Musikhochschule”, forderte Andrea Ecker und meinte weiter zur Studie über die soziale Situation freischaffender Künstler in Österreich: “Diese Studie könnte als sozialwissenschaftliche Basis für eine neue
Debatte über die Gagen und Entlohnungen freischaffender Künstler dienen.”

 

Dominique Meyer zeigte sich besonders erfreut über das große Interesse am Kinderopernzelt auf der Dachterrasse der Wiener Staatsoper. “Es ist wichtig, Kinder möglichst früh für die Oper zu
begeistern. Denn, der erste Schritt ist immer der schwerste”, so Meyer. Der designierte Direktor der Wiener Staatsoper betonte, dass es neben der Förderung von Kindern auch wichtig sei, neue Opern zu unterstützen und Co-Produktionen anzustreben. Christine Muttonen hob ebenfalls hervor, wie wichtig es sei, Kinder bereits möglichst früh für Kunst und Kultur zu begeistern. “Projekte wie das Kinderopernzelt haben aber auch Auswirkungen auf die Eltern. Durch die Begeisterung ihrer Kinder werden die Eltern, oftmals zum ersten Mal, mit der Oper  in Kontakt gebracht”, betonte Muttonen.

 

Bernhard Lang kritisierte die schlechte Entlohnung freischaffender Künstler in Österreich und wünschte sich mehr Mut zu neuen Produktionen. Auch Andrea Ecker betonte, dass es ihr ein Anliegen,
sei innovative, neue Projekte zu unterstützen und neue österreichische Kinofilme, Opern und Theaterstücke länger im Programm zu lassen. “Ohne Risiko gibt es auch keine Weiterentwicklung in der
Kunst”, so Ecker und  meinte abschließend: “Unsere Förderistrumente sind für alle Musiksparten offen. Kunstvermittlung ist ein großer Schwerpunkt im Programm von Frau Bundesministerin Schmied.”

 

Quelle: APA-OTS; 04.06.2008
Aussender: SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst,

 

Die mica-Serie: “Parlamentarische Enquete Musik – Die Reaktionen” ist eine Artikelreihe von mica-music austria, die Reaktionen und Presseaussendungen zur Enquete “ZukunftsMusik” auf der Website präsentiert. MusikerInnen und KomponistInnen sind eingeladen ihre Positionen und  Meinungen an mica-music ausrtia zu schicken. Die an uns gesendeten Texte werden im Rahmen dieser Serie veröffentlicht.

 

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Betreff: parlamentarische Enquete: Reaktionen