
Was die BesucherInnen an diesem Abend erwartet ist ein musikalischer Dialog zwischen vier Musikern, die allesamt die Überwindung herkömmlicher Jazzstandards und die Loslösung von Konventionen im Auge haben, die in Form des freien Spiels festgelegte Grenzen zu überwinden versuchen und auf der Suche nach neuen musikalischen Zugängen höchst experimentierfreudig an die Sache herangehen. Improvisation heißt hier das Zauberwort. Zu Beginn alleine eine gewisse Ahnung habend, begeben sich die vier Instrumentalisten Lukas Kranzelbinder (Bass), Gerald Preinfalk (Saxophon), Georg Vogel (Piano, Keyboard) und Lukas König (Schlagzeug) gemeinsam auf eine musikalische Reise, deren Ziel sich erst nach und nach erkennbar wird.
Primär geht es den vier Musikern darum, sich des engen Korsetts des Festgeschriebenen zu entledigen, sich neue Freiräume zu schaffen, um sich dadurch neue Möglichkeiten zu eröffnen. Hier ist der Weg an sich das Ziel, der spontane Entstehungsprozess. Musikalische Ideen finden erst im Zusammenspiel, in der Interaktion miteinander ihre endgültige Form. Durch das ständige Hin und Her befindet sich das Dargebotene, stilistisch zwischen unterschiedlichsten Strömungen und Ansätzen angesiedelt, in einem sich ständig verändernden Fluss.
Liebhaber anspruchsvoller Jazzklänge, die sich auch gerne mal auf vollkommen neue Sound-Erlebnisse einlassen, werden daher an diesem außergewöhnlichen Konzertabend mit Sicherheit ihre Freude haben.(mt)