Anfang des Jahres rief die IAMIC mit dem Virtual Composers In Residence Programm ein höchst interessantes Projekt in Leben. Je zwei KomponistInnen aus unterschiedlichen Ländern sind dazu aufgerufen worden, in Briefform in einen Dialog zu treten, in welchem Erfahrungen ausgetauscht und aktuelle Strömungen in der zeitgenössischen Musik diskutiert werden sollen. Als österreichische Komponistin wurde Katharina Klement ausgewählt. Ab 15. Februar korrespondiert sie mit dem neuseeländischen Komponisten Jack Body.
Hauptziel dieses von der IAMIC initiierten Projektes ist, die Sichtbarkeit von KomponistInnen der zeitgenössischen Musik sowie deren Schaffen zu erhöhen. Man erhofft sich auf diesem Wege ein breiteres Publikum erschließen und dieses begeistern zu können. Noch ist es leider so, dass Neue Musik in der Gesellschaft nicht jenen Stellenwert geniest, der ihr eigentlich zukommen müsste. Mit Virtual Composers In Residence soll eben jene interaktive Plattform geschaffen werden, die eine Vernetzung zwischen den KomponistInnen und ihrem Publikum ermöglichen soll.
Die von der IAMIC für dieses Projekt ausgewählten KomponistInnen sind dazu angehalten, die Beweggründe und Motivationen ihrer Arbeit sowie die Zielsetzung ihres Schaffens öffentlich zu machen. Zum Inhalt des Dialogs sollen die tägliche Arbeit, die musikalischen Ansichten, aktuelle oder mögliche neue Projekte, Ausbildung sowie ein Erfahrungsaustausch gemacht werden. Das Publikum hat dabei die seltene Gelegenheit, sich in geballter Form mit der Materie auseinanderzusetzen und aktiv, in kommentierender Funktion an diesem Prozess teilnehmen. Mitverfolgen kann man diese höchst spannenden Dialoge auf den Websites der IAMIC und der nationalen Musikinformationszentren. Auch mica-music austria beteiligt sich an diesem Projekt und veröffentlicht den in den kommenden Wochen den Gedankenaustausch von Katarina Klement und ihrem neuseeländischen Kollegen Jack Body.(mt)
http://www.iamic.net/news/iamic/iamic-virtual-composers-residence-programme