Hog Meets Frog – Holy Spirit SQUEAQUACK

Erfrischend abwechslungsreiche harte und auf einem technischen Level angesiedelte Rockmusik mit genug Ecken und Kanten, genau mit einer solchen wissen die drei Jungs von Hog Meets Frog auf ihrem soeben erschienenen neuen Album „Holy Spirit SQUEAQUACK“ (BOOGER Productions) zu begeistern. Die in Wien ansässige Band zeigt auf eindrucksvolle Art, dass sie es glänzend versteht, facettenreiche Songs mit einer wirklich eigenen Note aus den Ärmeln zu schütteln. Und das ohne sich auch nur einen Moment lang an irgendwelchen modischen Strömungen zu orientieren. Spannende, in durchdachte Arrangements verpackte Melodiebögen treffen auf Ideenreichtum und viel, viel Energie. Genau so soll auch moderner Rock klingen.

Gewöhnlich klingt definitiv anderes. Zu diesem Schluss kommt man auf jeden Fall, führt man sich die Stücke des neuen Albums von Hog Meets Frog einmal zu Gemüte. Wie darf man sich den Stil der drei selbsternannten verrückten Musiker vorstellen? Man nehme eine ordentliche Portion Trash Metal a la Machine Head, würze sie mit einer guten Prise Funkrock in der Tradition der Red Hot Chili Peppers und garniere alles mit der Schrägheit und technischen Fingerfertigkeit der amerikanischen Kultband Primus. Eine Mischung, die zunächst durchaus gewagt klingt, jedoch aber ganz vortrefflich funktioniert, versteht es die dreiköpfige Band doch auf sehr erfrischende Art und Weise, die verschiedensten Elemente in einem mitreißenden Gesamtsound zu vereinen. Die hohe Kunst des Crossover nennt man das wohl.

Was derpetz (Bass, Gesang), MI (Gitarre) und Mat (Schlagzeig) auf den Weg bringen, sind Stücke, die von der ersten Sekunde an zünden und so richtig abgehen. Und genau an dem Punkt, an dem andere Formationen sich irgendwo in Wiederholungen und im Zitieren anderer Bands verlieren, offenbaren Hog Meets Frog ihre wahre Stärke. Ihre Instrumente überdurchschnittlich gut beherrschend, verarbeiten die Wiener die vielen, vielen Ideen und Einflüsse höchst eigenwillig zu einem sehr vielschichtigen Ganzen, das nicht wirklich in eine der herkömmlichen Schubladen hineinpassen will.

Trotz der nicht von der Hand zu weisenden Komplexität der Kompositionen gelingt es dem Dreiergespann, diese dennoch sehr gefällig und ohne jegliche Sperrigkeit erklingen lassen. Die unkonventionellen Nummern erschließen sich schnell und verlieren auch nach mehreren Durchläufen nichts an ihrem Reiz. Was auch an der beeindruckenden Performance des Sängers derpetz liegt, der mit seinem sehr variablen, einprägsamen und kraftvollen Gesang, der Musik zusätzlichen Charakter verleiht.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Hog Meets Frog mit „Holy Spirit SQUEAQUACK“ ein wirklich starkes und vor allem sehr eigenständig klingendes Stück Musik gelungen ist, welches einfach Spaß und Lust auf mehr macht. (mt)

 

http://hogmeetsfrog.com/
http://www.boogerproduction.com/