
Alle Jahre wieder. Man mag es kaum glauben, aber der Gürtel Nightwalk geht heuer bereits zum elften Mal geht über die Bühne. Am 30. August verwandelt sich ein Teil des der Wiener Gürtels wieder einmal zu einer einzigen riesigen Kultur- und Fortgehmeile. Die BesucherInnen dürfen sich auf ein musikalisch wie auch kulturell wirklich erstklassiges Programm freuen.
Die Entwicklung des Gürtel Nightwalks liest sich wie eine einzige Erfolgsgeschichte. Begonnen hat alles vor elf Jahren, als die Besitzer der drei Gürtellokale Chelsea, B72 und Rhiz sich dazu veranlasst sahen, ein Musik-Festival zu veranstalten, um dem damals von der Stadt noch eher vernachlässigten Teil des Wiener Gürtels neues Leben einzuhauchen. Zudem wollte man auf die entstehende Lokalszene unter den Stadtbahnbögen aufmerksam. Natürlich sollte auch das kulturelle Angebot nicht zu kurz kommen. Die Veranstaltung entwickelte sich im Laufe der Jahre schließlich zu einem richtigen Schaufenster der avancierten heimischen Musikszene, das einer jungen österreichischen Musiklandschaft eine angemessene und notwendige Bühne verschafft. Mittlerweile hat der Gürtel Nightwalk seinen fixen Platz im sommerlichen Kulturleben der Stadt und zieht jährlich bis zu 25.000 begeisterten BesucherInnen an.
Wie gewohnt kann sich das Programm auch dieses Mal sehen lassen. Los geht es um 18.00 Uhr auf dem Dach der Hauptbibliothek mit einem Konzert von Sir Tralala. Parallel dazu findet die inzwischen fast schon zur Tradition gewordene satirische Lesung der Nightwalk-Gastgeber Nurten Yilmaz, Heinz Vetterman und Kurt Stürzenbecher im Cafe Carina statt. Um 20 Uhr schließlich startet das Musikprogramm auf den fünf Live-Bühnen entlang des Lerchenfelder und Hernalser Gürtels. Im Laufe des Abends werden rund um die diversen Lokalitäten unter anderem Acts wie Tanz Baby!, Francis International Airport, B Seiten Sound, Tyler, Jonas Goldbaum, Scarabeus Dream und die Neigungsgruppe Sex, Gewalt und gute Laune zu sehen sein. Unterhaltsam dürfte es auch unter dem Roten Bogen 36 hergehen. Dort gibt der Gameboy Music Club klassische Arbeiterlieder auf Spielkonsolen zum Besten. Neben den zahlreichen musikalischen Darbietungen finden natürlich auch wieder Lesungen, Filme und Vorträge statt. So bietet unter anderem “Night Market” eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Markt und auch das volxkino wird vertreten sein.(mt)
