Fest Neuer Musik

Was macht Musik unserer Tage zeitgemäß? Drei Komponisten machen sich im Rahmen des diesjährigen und von der IGNM ISCM SIMC – Internationale Gesellschaft für Neue Musik Oberösterreich und der Anton Bruckner Privatuniversität veranstalteten Festes Neuer Musik am 11. November mit dem Publikum auf die Suche nach Antworten: Während der Pausen beleuchten Publikumsgespräche mit den Komponisten Wissens- und Hörenswertes zum Programm des Festes Neuer Musik.

Part I
Daniel Hochreiter Eingedunkelt ein Streichquartett nach dem Zyklus von Paul Celan UA
Karin Haußmann 2 Sätze für Klavier und Ensemble
Karl-Heinz Stockhausen Dr.K.-Sextett
Stefan Thomas Esaltato für Klavier und Ensemble
CHRISTOPH MARIA WAGNER My own private Webern für 11 Instrumente
Ensemble für Neue Musik an der Anton Bruckner Privatuniversität
Christoph Maria Wagner, Leitung

Part II
Komponistenporträt ALEXANDER MOOSBRUGGER
books Encore für Klavier
de Grigny für Kammerensemble / Sasa Dragovic, Leitung
Silben, Skalen, Nacht für Bass-Klarinette, Klavier, Violine und Violoncello
Zwei Linien für Violine und Violoncello
Ensemble für Neue Musik an der Anton Bruckner Privatuniversität

Part III
Komponistenporträt PETER ANDROSCH
Doble Paso Doble Streichquartett No. III OEEA
Hulibi Huliba für Stimme solo
Douera (aus L‘Algerie – Streichquartett No. II)
Zehra (aus L‘Algerie – Streichquartett No. II)
Interpunktion für Stimme solo UA
Oh wie schön für Bariton und Streichquartett UA
weitere Werke von Georges Aperghis, Thomas Amann, Bernd Preinfalk
Ensemble 09

Frank Wörner, Stimme / Streichquartett: Thomas Schaupp, Leitung

Peter Androsch
und der vielseitige Stimmkünstler Frank Wörner leiten den Abend mit einem bunten Reigen aus Musik von Peter Androsch und seinem Umfeld ein. „Ob er volltönend singt, haucht oder schreit, lärmtönend seufzt, meckert oder rülpst: Man merkt bei jedem Ton, dass diesem Mann sein Tun Spaß macht,“ schreibt die Presse über Frank Wörner – ein etwas anderer Faschingsbeginn mit dem Ensemble 09 an der Bruckneruni!

Dem Vorarlberger Alexander Moosbrugger ist ein Komponistenporträt gewidmet, dessen musikalisches Oeuvre meist auf kulturgeschichtliche Themen und Recherchen zurückzuführen ist. Diese Ansätze fügt Moosbrugger zu feinsinniger Kammermusik, die das Ensemble für Neue Musik der Anton Bruckner Privatuniversität in sensiblen Studien hörbar machen wird.

Christoph Maria Wagners Musik ist im besten Sinne Theatermusik: Sie stachelt kraftvoll an, betäubt durch bizarre rhythmische Bildungen und fesselt mit collageartig verspielten Passagen – der deutsche Komponist und Dirigent gestaltet für uns zuletzt einen musiktheatralischen Spannungsbogen, der von eigenen Werken bis zu Karl-Heinz Stockhausen reicht.