Diversidad – Festival war ein voller Erfolg

Vom 23. bis 25. Juni ging im Wiener WUK mit Diversidad das erste gesamteuropäische Festival der Hip-Hop-Bewegung über die Bühne. Das unter Beteiligung von mica – music austria eingereichte Kulturprojekt bot den zahlreich anwesenden BesucherInnen neben außergewöhnlichen Konzerten, auch ein Reihe interessanter Podiumsdiskussionen und Ausstellungen von und mit KünstlerInnen aus ganz Europa. Der abschließende Tenor lautete: “Solche Initiativen sind wichtig und sinnvoll und natürlich sollte es sie öfters geben.”

Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen des von der EU initiierten Jahres des interkulturellen Dialogs. Das Ziel des Festivals sollte die Schaffung einer Plattform sein, auf der Akteure und KünstlerInnen der urbanen Kultur auch in Zukunft die Möglichkeit erhalten, soziale Netzwerke zu schließen und neue Projekte ins Leben zu rufen. Zudem sollte ein Diskussionsprozess in Gang gesetzt werden, der die integrative Funktion der Urban Arts für die Gesellschaft im Allgemeinen in den Vordergrund rücken sollte. Klarerweise sollte der Unterhaltungsfaktor nicht zu kurz kommen.

Nun, das Konzept ist voll aufgegangen. Es herrschte immenses Interesse seitens des Publikums. Alle drei Veranstaltungstage waren restlos ausverkauft. Leute, die zu spät dran waren, mussten leider nach Hause geschickt werden. Mit einem solch großen Andrang haben die Veranstalter schlicht und einfach nicht gerechnet. Denjenigen aber, die es geschafft haben, sich im WUK doch einen Platz zu ergattern, wurde ein erstklassiges Programm geboten, dass es in dieser geballten Form wohl noch nicht gegeben hat. So wurden die täglich stattfindenden und überaus gut besuchten Panels mit Fachleuten und KünstlerInnen von allen Beteiligten mit großem Interesse mitverfolgt.

 

Die Höhepunkte der Veranstaltung waren natürlich von musikalischer Natur. Bei den Konzerten herrschte eine fast euphorische Stimmung, die nicht nur HipHop Fans, sondern auch zahlreiche wegen der Europameisterschaft in der Stadt anwesende Fußballfans ihren Bann zog. Nicht einmal die Unwetter konnten daran etwas ändern. Bunt gemischt und völlig friedlich feierten die BesucherInnen Acts wie Curse, 7 Notas 7 Colores, Noora Noor, Texta, Looptroop Rockers, IAM, Waxolutionists und Cut-Ex auf der Bühne ab. Auch so kann der interkultureller Dialog funktionieren.(mt)