Der Verein Orchesterwelt sucht erneut nach Kompositionen für Kammerorchester

Das erste Konzert des Ensembles Orchesterwelt fand am 25.6.2010 in Wien, 3. Bezirk, Borromäums-Saal erfolgreich statt. Es wurden Werke von 9 österr. Komponisten aufgeführt: Alexander Zlamal, Stefan Albert, Michael F.P. Huber, Walter Baco, Herbert Zagler, Andreas Wykydal, Ferdinand Weiss, Hannes Raffaseder, Michael Wahlmüller. Zum Teil handelte es sich um Uraufführungen. Das nächste Konzert ist für das erste Halbjahr 2011 geplant.

Die “Orchesterwelt” sieht sich als Schnittstelle zwischen Komponisten und Interpreten. Komponistinnen und Komponisten sind wieder eingeladen, Partituren von Orchesterwerken (kleine Besetzung, bitte mit genauer Besetzungsangabe, auch der erforderlichen Mindestbesetzung bei Streichern) einzureichen. Nach Möglichkeit bitte auch Ton-Aufnahmen (auch von anderen Stücken sowie  Werklisten.) Bei der Auswahl der Werke spielen auch praktische Faktoren (z.B. Besetzungsgröße, zu erwartender Probenaufwand etc.) eine Rolle.

Wer bereits eingereicht hat, mag gegebenenfalls Ergänzungen zur Kenntnis bringen. Alle Einreichungen werden für weitere Projekte der “Orchesterwelt” in Evidenz gehalten.

Einreichungstermin
für das zweite Konzert: 21.1.2011.

Einreichung an folgende Adresse:
ÖGB
Kunst, Medien, Sport, freie Berufe
zhd. Fr. Silvia Erlacher, Zi. 113
Maria-Theresien-Str.11
1090 Wien

Die Orchesterwelt verfolgt das Ziel, als Schnittstelle zwischen Komponisten und Interpreten zu fungieren und so das zeitgenössische Musikschaffen in Österreich nachhaltig zu fördern. Dadurch wird eine wichtige Kommunikationslücke geschlossen.

Interpreten und Komponisten sind zwei Hauptproponenten des Musikgeschehens, wenn nicht sogar die tragenden Säulen. Doch nur selten kommen sie überhaupt miteinander in Berührung. Jede Gruppe weiß viel über die eigenen Sorgen und Nöte, doch wenig wissen beide über die Spezifika der jeweils anderen Gruppe.

So kommt es, dass Komponisten Partituren verfassen, die sich nur schwer oder kaum realisieren lassen, weil sie viel zu wenig Einblick in die Spielarten und Möglichkeiten der Instrumente haben. Kaum kommt ein Komponist je in die glückliche Lage, dass ihm ein Instrumentalist, ein Kammerensemble oder gar ein Orchester zur Verfügung steht, um seine Ideen auszuprobieren, mit Klängen zu experimentieren oder schlicht im Verlauf des Arbeitsprozesses zu hören, wie das Ausgedachte in Wirklichkeit klingt.

Umgekehrt sehen die Instrumentalisten in der Regel bloß ein fertiges Notenbild, auf das sie nur geringen Einfluss nehmen oder gar den Urheber darauf hinweisen könnten, wie sich seine Intention – die Klang-Idee – vielleicht auf effektivere Weise verwirklichen ließe.

Die Orchesterwelt fungiert als Brücke zwischen diesen beiden Säulen. In dieser Plattform sind Komponisten und Instrumentalisten vereint. Die zur Aufführung vorgesehenen Stücke werden von beiden Gruppen nicht bloß auf ihre optische Komponente (die Partitur) hin beurteilt, sondern vor allem auf ihre Praxistauglichkeit – die Spielbarkeit. Ein reger Kommunikationsfluss und ein gemeinsames konstruktives Arbeiten sollen den entscheidenden Impuls zum Entstehen wie auch zur Aufführung vieler neuer Werke geben.

Komponisten werden zur Einsendung von Orchesterwerken eingeladen. Jährlich sollen 2 Orchesterkonzerte mit jeweils 4-6 Uraufführungen stattfinden (je nach Länge der eingereichten Musikstücke). Das Schwergewicht richtet sich auf österreichische oder in Österreich lebende Komponisten jeden Alters. Die ausgewählten Komponisten erhalten die Möglichkeit, bei den Proben anwesend zu sein und gegebenenfalls ihr Werk dabei auch noch zu verändern oder zu optimieren. Die Orchesterwelt bestellt eine Jury, die sowohl aus Instrumentalisten wie auch aus Komponisten besteht, und kann auch selbst Werke in Auftrag geben.

Neben Walter Baco arbeiten u.a. im Vorstand mit: Regina Schmallegger, Anna Alexieva, Wolfram Wagner und Thomas Dürrer.

http://kulturag.heimat.eu/html/main.htm