Das der Austrofred der größte Rockstar ist, den dieses Land seit Falco hervorgebracht hat, ist ja kein allzu-großes Geheimnis. Das der selbsternannte Pop-Alpenkönig wieder mal in einem seiner Stammbeisln, dem Wiener Chelsea, „den Dodeln Gas gibt”, vielleicht schon. Im September erscheint dann das bereits dritte Buch, der Nummer eins vom Wienerberger mit dem vielverheisenden Titel “Du kannst dir deine Zauberflöte in den Arsch schieben”. Doch bei seiner Rockperformance wird er daraus noch nicht vorlesen. Vielmehr wird der Entertainer am 5. Mai die Bögen unter der U-Bahn in eine Art Gürtelsauna verwandeln.
Wer kennt die heimische Popmusik besser als der Champion, der unter anderem mit seinen Paradeanheizgesang, dem berühmt-berüchtigten „Badadadadadeoh“ seit nunmehr neun Jahren das Publikum von den Hockern auf die Tanzfläche reißt. Es macht kaum mehr Spaß Wolfgang Ambros Schifoan als Queens Hymne „We will rock you“ zu hören, noch dazu wenn aus dem Mirkophon der Schistock wird und Franz Adrian Wenzls Alterego in seinen Turnpatscherln (ja genau die wir in der Volkschule auch anhatten) in gewohnt sportlicher Manier über die Bühne wedelt, als wäre sie die Streif. Keiner entführt sein Publikum mit einer „Überdosis Gfühl“ schöner und unterhaltsamer aus der „Hektomatik“-Welt als der Oberösterreicher mit aufgeklebten Schnauzer, Nietenarmband, Unterleiberl und Jogging High.
Als überzeichnetes Freddie Mercury-Double hat Wenzl inzwischen zwei Bücher geschrieben, „Alpenkönig und Menschenfreund“, sowie „Ich rechne noch in Schilling“. Ein drittes Buch ist gerade fertiggestellt und kommt im Herbst in die Buchläden. Die Fernsehsendung „Hello Austrofred – Hello Vienna“, ein satirisches Kleinod, in dem der Champion Promis aus Sport, Kultur und Society in einer Homestory auf die Schaufel nimmt, war lange Zeit auf Okto zu sehen. Das Tunrvideo „Fit mit Austrofred“ und der Film „Giving Gas“ erfreute sich ebenso hoher Beliebtheit, wie die Erziehungsshow „Learning English with Austrofred“ im Wiener Rabenhof.
Zu seinen Gassenhauer zählen sicherlich „Hitradio Gaga/Radio Gaga“, „Irgendwoan bleib I dann durt/I want to break free“, sowie „Amadeus/Under Pressure“ und „I wü ham/Another one bites the dust“. Am Programm werden im Chelsea wie immer alle Smash Hits stehen und die ein oder andere rare Frediosität. Man darf mit Sicherheit gespannt sein, was der Rockstar wieder für Nummern, Anekdoten, und Zoten spontan aus seinem Jogging High auf die Bühne zaubert! Freddie Mercury kannst Du ned oba kumman, auf a schnölles Bier! (me)
Fotos: Ingo Pertramer