ZEITKLANG 2008: Preisträgerkonzert Im Schömerhaus Klosterneuburg

Am Sonntag, dem 9. März findet im Schömerhaus Klosterneuburg das Abschlusskonzert des europäischen Kompositionswettbewerbs Zeitklang 2008 statt, der in Kooperation zwischen “musik aktuell – neue musik in nö” und der Sammlung Essl durchgeführt wurde. Auf dem Programm stehen die Werke der fünf internationalen Endrundenteilnehmer, es spielt das Ensemble XX. Jahrhundert unter Peter Burwik.

Wie beim OSCARgeht es in der Finalrunde zu: Aus den 70 eingereichten Partituren ermittelte die Jury fünf Nominées,  deren Werke beim Konzert uraufgeführt werden. Danach wird die Jury nochmals zusammentreten und nach kurzer Beratung die PreisträgerInnen bekanntgeben. In dieser Zeit hat das Publikum die Möglichkeit, mittels Stimmkarte ihr Lieblingsstück zu bestimmen, das in Folge den Publikumspreis erhält.

 

Bei den Finalisten handelt es sich um eine Komponistin und einen Komponisten aus Italien sowie drei Künstler unterschiedlicher Herkunft mit Wohnsitz in Frankreich. Während des gesamten Entscheidungsprozesses wurde die Anonymität der AutorInnen strikt gewahrt und ausschließlich nach dem Notentext beurteilt.

Nahezu 70 Kompositionen aus allen EU-Staaten langten bei der Musikfabrik NÖ ein. Gesucht wurden neue Werke für ein Solisten-Ensemble, die sich mit den veränderten künstlerischen und gesellschaftlichen Bedingungen des 3. Jahrtausends auseinandersetzen und diese in eigenständiger Weise kompositorisch reflektieren. Gewünscht war ein avancierter Umgang mit dem zur Verfügung stehenden Instrumentarium sowie sinnliche und sinnfällige Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Klanges und des Raumes.

Die den Wettbewerbsbedingungen entsprechenden Einreichungen wurden einer Jury vorgelegt, die sich aus folgenden Mitgliedern zusammensetzt:

– Karlheinz Essl: künstlerischer Leiter ZEITKLANG 2008. Komponist, musikalischer     Kurator des Essl Museums Klosterneuburg, Österreich
– Peter Burwik: Musikdirektor des Ensemble XX. Jahrhundert, Universität für Musik & darstellende Kunst in Wien, Österreich
– Isabel Mundry: Komponistin, Hochschule für Musik & Drama Zürich, Schweiz
– Detlev Müller-Siemens: Komponist, Universität für Musik & darstellende Kunst in Wien, Österreich.

 

Die zu vergebenden Preise wurden vom Land NÖ (?7.000.-), der Österreichischen Beamtenversicherung  (? 4.000.-), von der Berndorf-Stiftung und dem Klavierhaus Weinberger (je ? 1.000.-) gestiftet, der Publikumspreis von der Zeitschrift Jazzzeit (hr/Pressetexte).

 

Programm
Víctor Ibarra (* 1978, Mexico): Full fathom five (2007)
für Ensemble
Uraufführung
Andrej Slezák (* 1980, Slowakei): No Man’s Land (2007)
für Ensemble
Uraufführung
Nicolas Tzortzis (* 1978, Griechenland): What the wave meant (2007)
für Ensemble
Uraufführung
Silvia Colasanti (* 1975, Italien): Of the bow and the lyre (2007)
für Ensemble
Uraufführung
Carlo Ciceri (* 1980, Italien): Verticale (2007)
für Ensemble
Uraufführung

Ausführende
Ensemble XX. Jahrhundert
Birgit Ramsl, Flöten
Sebastian Frese, Oboe
Petra Stump, Klarinetten
Stefan Thurner, Posaune
Berndt Thurner, Schlagwerk
Harald Ossberger, Klavier
Bojidara Kouzmanova, Violine
Jue-Hyang Park, Violine
Petra Ackermann, Viola
Melissa Coleman, Cello
Dirigent: Peter Burwik

Werkbeschreibungen und Bios der Preisträger siehe Link.

Fotos:
Jackson Pollock: Full Fathom Five (1947),
Ilkka Halso: Kitkariver © Sammlung Essl;
Peter Burwik © ensemble xxj