Bild Yvonne Moriel
Yvonne Moriel (c) Fabian Holoubek Photography

YVONNE MORIEL – „Dreamers“

Ein warmer jazziger Klang gediegener Note mit Verbindungen hin auch zu anderen Genres: Genau einen solchen präsentiert die Tiroler Saxofonistin YVONNE MORIEL auf ihrer Debüt-EP „Dreamers“ (Minor Seven Records).

Der Ton des Jazz, den Yvonne Moriel in ihren Nummern entwirft, ist einer, der seine Besonderheit vor allem aus der Verbindung mit anderen Stilen bezieht. Hört man sich durch ihre Musik, lässt sich schon erahnen, dass hier eine Künstlerin am Werken ist, die ihre Erfahrungen bereits in vielen unterschiedlichen Genres gemacht hat. Und wirft man einen Blick auf ihren musikalischen Lebenslauf, bestätigt sich diese Vermutung auch. Yvonne Moriel spielte in der Vergangenheit in diversen Jazzformationen – in großen Orchestern wie auch kleinen Besetzungen –, in Bands angesagter Pop-Acts (u. a. AVEC und Yukno) und auch in Klassikensembles. So gesehen verwundert es nicht wirklich, dass sie auch auf ihrer Debüt-EP „Dreamers“ musikalisch irgendwo zwischen den stilistischen Stühlen Platz nimmt.

Nummern mit dem gewissen Etwas

Albumcover Dreamers
Albumcover “Dreamers”

Im Sound, den die junge Musikerin zu Gehör bringt, vermengt sich vieles auf wirklich schöne und gediegene Art. Die Verspieltheit des Jazz, ein gewisses Pop-Feeling, Groove, Einflüsse aus dem Hip-Hop, elektronische Klänge, eine frische funkige Note und vieles mehr. Für die Prise Soul sorgt Yvonne Moriels gefühlvolles und klanglich sehr variables Saxofonspiel, das mit einer Vielzahl starker Melodien aufwartet und dem Geschehen einen ureigenen stimmungsvollen Charakter verleiht. Das Schöne an der ganzen Sache ist zudem, dass die Tirolerin den Gesamtklang ihrer Musik in den Vordergrund rückt. Sie bietet ihren Mitmusikern Erik Asatrian (Keys, Synths), David Dolliner (Bass) und Lukas Klement (Schlagzeug) den Raum, sich ebenfalls stilprägend einzubringen, was sie auch auf ausgesprochen lässige Weise tun.

Yvonne Moriel setzt mit „Dreamers“ auf jeden Fall schon einmal ein richtig schönes erstes Ausrufezeichen. Ihre Nummern besitzen dieses gewisse Etwas, diese zwischen Gefälligkeit und Anspruch pendelnde Note, an der man einfach hängen bleibt. Ein wirklich gelungenes Debüt.

Michael Ternai

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Yvonne Moriel live
05.02. Loop, Wien EP-Release
11.02. Jazzit:Sessions, Jazzit, Salzburg
12.02. KUFA, Kufstein
13.02. Smaragd, Linz
14.02. Werkstätte, Wattens
08.04. Montagu, Innsbruck
09.04. Jazzknödel, Imst

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