Xtra Ordinary Vol. 25 & Heimo Erbse Preis an Ro Bergman

Mit dem Xtra Ordinary Vol. 25 Sampler erscheint die Jubiläumsausgabe dieser unvergleichlichen Werkschau einer lokalen Musikszene, die mittlerweile auf 619 veröffentlichte Songs verweisen kann.

Musik als Kartenspiel

Und weil auch hier natürlich mit der Zeit gegangen wird, erscheint das gute Stück diesmal als Quartett zum Kartenspielen inklusive Download Code zum Anhören. Die Hörer*innen erwarten insgesamt 37 Songs von Indie über HipHop bis Psych, Alternative und Synthpop. Wir erinnern uns: Auch Nummer 23 gab es nicht mehr als CD, sondern als Audio-Cassette plus Download-Code und im Jahr darauf war es ein Liederbuch plus Code.

Dabei wurde auch für die 25. Ausgabe von einer mehrköpfigen Jury ein nicht unerhebliches Konglomerat an Talent, Spielfreude und Kreativität zusammengetragen. Somit bietet diese jährliche Werkschau der Szene dieses Mal auch einen guten Querschnitt durch das Schaffen der Musiker*innen im letzten Jahr.

Unter den Finalist*innen sind diverse auch im heimischen Radio reüssierte und hoch gehandelte Acts wie Ro Bergman, dessen 2021er Release „Hi Lo“ bereits hohe Wellen schlug, das Zwillingspaar Mynth, das kürzlich – unterstützt von einem Ensemble – das Wiener Konzerthaus bespielte, Salzburgs Rap Export #1 Dame, der mit einem Beitrag aus seiner Rock-EP vertreten ist, Please Madame, die einen Titel aus ihrem neuen Album „Angry Boys, Angry Girls“ beisteuern, oder das junge, eklektische Underdog Projekt Flirtmachine, dessen Song „Lovers“ im FM4-Soundpark zum Song des Jahres ausgerufen wurde.

Insgesamt findet man auf der 25. Ausgabe Xtra Ordinary eine nicht unerhebliche Bandbreite vor. Klassische Singer-Songwriter Produktionen wie bei Julian Nantes und David Era, Indie-Pop mit Fernweh von Magic Delphin, HipHop von Son Griot, Schakal und DJ Flash, Psych Rock von The Velvet Swing, Mundart-Punk von der Glue Crew und Synthpop von Noyoco.

Und dann gäbe es noch das Kartenspiel! Wie früher kann damit entlang von gewissen Kriterien (Wer hat in seiner Musiklaufbahn die meisten Plektren verloren? Wessen Song ist in weniger als 20 Minuten entstanden?) Quartett gespielt werden. In der Pandemiezeit sicher kein schlechter Zeitvertreib.

Heimo Erbse Preis

Der mittlerweile schon 14. Heimo Erbse-Preis ging heuer an Ro Bergman. Wobei man durchaus sagen kann „endlich“, besticht Bergmans Karriere doch schon seit Jahren durch eine stets aufwärtsstrebende Beständigkeit.

Ro Bergman (c) Peter Rigaud

Schon mit seinem ersten Radio-Erfolg „Best Time“ (2015) legte er einen Raketenstart hin. 65.000 Downloads, Konzerte vor tausenden Menschen – das alles im ersten Jahr. 2019 folgte dann die Debüt-EP „New Horizon“, welche dem Salzburger Songwriter weitere Türen öffnete Türen. Premieren in international angesagten Musikmagazinen wie dem Rolling Stone oder dem Clash Magazin, Airplay in 14 Ländern, darunter Radiostationen wie SWR3, ARD Popnacht, EgoFM, FM4 und natürlich auch Live-Shows in Deutschland und Österreich.

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2020 hätte der zweite Tonträger erscheinen sollen, stattdessen veröffentlichte Bergman seinen Indie-Hit „Yes Yeah“, der mit Leichtigkeit gegen die Betrübtheit und mit Blick auf Positives punkten konnte. Heuer gibt es mit dem bereits veröffentlichten Vorboten „Animal“ von der im Frühjahr erscheinende EP „Hi Lo“ erneut kräftige Lebenszeichen. Hochgelobt vom deutschen Musikmagazin Diffus oder dem heimischen The Gap zeigt diese Hymne Ro Bergman erneut als einen der wohl besten und kreativsten Songwriter der heimischen Pop-Szene.

Der Xtra Ordinary Sampler ist ab dem 21.1.2022 online auf http://www.rockhouse.at/Catalog und im Rockhouse erhältlich. Ab 31.01.2022 findet sich der Release auf Spotify, iTunes und allen gängigen Streaming-Plattformen.

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