wemakemusic* – Dance With A Statue

Mit wemakemusic* ist am 18. Februar einer der wohl vielversprechendsten heimischen Pop-Acts auf der Bühne des B72 zu sehen. Schon das Ende 2007 erschienene Debüt “In A Living Room” konnte Kritiker wie Fans anspruchsvoller Popmusik gleichermaßen überzeugen. Nun ist endlich auch das Zweitlingswerk “Dance With A Statue” da. Grund genug für eine ausgelassene Release-Party. Als Special Guests sind an diesem Abend unter anderem Bernhard Eder, Martin Klein und Clara Luzia mit von der Partie.

Lange Zeit sah es in der heimischen Singer/Songwriterszene eher traurig aus. Doch eine Welle junger talentierter MusikerInnen und Bands hat das Genre in den vergangenen Jahren aus der Versenkung geholt. Eine Gruppe, die Anteil an dieser Entwicklung hat, ist wemakemusic*. Die im Jahre 2002 von Cornelia Liebhart und Christian Benedikt gegründete Band, trat – außer im “FM4 Soundpark” – vor dem Debütalbum “In A Living Room” eher wenig in Erscheinung. Der zunehmende Wunsch des Publikums nach “ehrlicher” handgemachter Musik aber ließ auch das Interesse an der Wiener Truppe wachsen. Wie es der Zufall so will, wurde eines Tages das Label monkeymusic auf die inzwischen auf sieben Mitglieder angewachsene Band aufmerksam und nahm sie im gleichen Moment unter Vertrag.

 

Musikalisch bewegt man sich im Sog solcher Szenegrößen wie Clara Luzia, Papermoon oder A Life A Song A Cigarette, die als Wegbereiter der neuen Singer-/Songwriter-Welle in Österreich gelten. Auf dem Programm steht handgeschnitzter charmant gewachsener Alternative-Folk. Die einzelnen Mitglieder bringen auch ein breites Spektrum an Einflüssen mit sich. Dabei halten unter anderem Bands und Künstler wie Turin Brakes, Jeff Buckley, Travis, Black Rebel Motorcycle Club, Laura Veirs, David Gray, Dave Matthews Band, Nada Surf, The Frames, Yann Tiersen, Tim Hutton, Madrugada, Chris Cornell oder Rufus Wainright als Vorbilder her. Dennoch ist es der Wiener Truppe gelungen, die unterschiedlichen Vorlieben in einem eigenen unverwechselbaren Stil zu bündeln.

 

So auch auf dem von Ben Martin produzierten Zweitlingswerk “Dance With A Statue”, das nahtlos an das ohnehin schon sehr starke Debüt anknüpft. Vielleicht mit dem Unterschied, dass alles etwas ausgereifter klingt. Trotz aller Parallelen bemerkt man beim Durchhören doch gewisse neue Ansätze. So schient, als hätten wemakemusic* in Sachen Songwriting noch mehr Wert auf ausgefeilte tagende Melodien gelegt als bisher. Generell wirken die neuen Songs noch vielschichtiger und ausdrucksstärker als bisher. Die siebenköpfige Wiener Truppe unterstreicht mit dem neuesten Machwerk, dass auch in Zukunft mir ihr zu rechnen sein wird.(mt)

 

 

B72