Viola Falb und Maria Augustin mit “Kitsch n’ Glory” im Schloss Concordia zu Gast

Mit der Saxophonistin und Akkordeonistin Viola Falb und der Sängerin und Flötistin Maria Augustin betreten am 11. Dezember zwei hoch talentierte Vertreterinnen der jungen heimischen Jazzszene für ein gemeinsames Konzert die Bühne des Wiener Schlosses Concordia. Unter dem Namen “Kitsch’n Glory” musizierend bieten die beiden Jazzerinnen ein zu allen Richtungen offenes  und ungemein abwechslungsreiches Musikprogramm.

Wie es für Viola Falb und Maria Augustin so typisch ist, kümmern sich die beiden Musikerinnen nicht unbedingt um stilistische Vorgaben. Erlaubt ist alles, was gut klingt. So finden sich in der Musik von des Duos genauso Einflüsse aus dem Jazz, wie auch aus der klassischen und improvisierten Musik. Sogar einzelne Elemente der Volkmusik finden hin und wieder Eingang in die Kompositionen. Über den Weg gelaufen sind sich Falb und Augustin vor ungefähr zehn Jahren auf der Universität für Musik und darstellende Kunst. Man mochte sich vom ersten Augenblick an und begann Pläne für ein gemeinsames Musikprojekt zu schmieden, bei dem sich ganz ohne Scheuklappendenken und Kompromisse die eigenen Visionen realisieren lassen sollten. Nun, inzwischen sind mehrere Jahre ins Land gezogen und die Zusammenarbeit funktioniert immer noch blendend. Eigentlich sollte das schon Beweis genug für die hohe Qualität der Musik von Kitsch ,n’ Glory sein.

 

Ob nun mit ihrer Band Falb Fiction oder als Solokünstlerin, Viola Falb zählt ohne Zweifel zu den talentiertesten Musikerinnen, welche die heimische Jazzszene in den vergangenen Jahren hervorgebracht hat. Ein enorm abwechslungsreiches Spiel, sowie ein ausgeprägtes Gespür für erstklassige Kompositionen bilden das musikalische Fundament der zu allen Seiten offenen Künstlerin. Zudem zeigt die Hans Koller Preisträgerin immer wieder auch Mut zum Risiko, wenn es darum geht, ihre eigenen Ideen zu verwirklichen. Stets vom Drang beflügelt, Neues auszuprobieren, lässt die Musikerin unterschiedlichste stilistische Einflüsse ineinander fließen. Dabei kommt es schon vor, dass Viola Falb traditionell festgesetzte Genregrenzen durchbricht, um neue klangliche Ausdruckmöglichkeiten zu erforschen. Nein, ein  Festhalten an alten Standards ist nicht wirklich das Ding der jungen Saxophonistin.

 

In ihrer Arbeit unterscheidet sich Maria Augustin kaum von der ihrer Freundin Viola Falb. Auch die Sängerin und klassisch ausgebildete Flötistin agiert lieber in einem breiten musikalischen Feld, als sich auf eine einzelne Kategorie zu beschränken. So wandelt Maria Augustin in ihrer Musik zwischen traditionellen Jazzstandards und der Improvisation, ohne sich dabei aber anderen Stilistiken zu verschließen. Überhaupt gibt sich die Musikerin erfrischend unkonventionell und spontan. Eine Tatsache, die natürlich beim Publikum immer wieder für Überraschungen sorgt. (mt)

 

 

Viola Falb