phil Blech Wien präsentiert Gerd Hermann Ortlers “U R K N A L L – The Birth of the Universe” und Gustav Holsts “T H E P L A N E T S”

Datum/Zeit
18.05.22 - 19:30

Veranstaltungsort
Wiener Konzerthaus
Lothringerstraße 20
1030 Wien

Kategorien
Jazz/Improvisierte Musik


Details

phil Blech Wien
Olivier Latry, Orgel
Wiener Singakademie
Anton Mittermayr, Dirigent

Bild phil Blech Wien
phil Blech Wien (c) Lukas Beck

Das Blechbläserensemble phil Blech Wien schloss sich im April 2019 mit Olivier Latry (Titularorganist Notre Dame, Paris) und unter dem Dirigat Anton Mittermayrs erstmalig zu einem neuen, einzigartigen Klangkörper zusammen. Das Programm, das von der Doppelchörigkeit Gabrielis, über Lully, Händel, Bach bis hin zu Bruckner, Holst und schlussendlich Respighis epischen »Kirchenfenster« reichte, wurde nach dem großen Erfolg der Erstaufführung im ausverkauften Kulturpalast Dresden eine Woche später beim Konzert am 25. April 2019 im großen Musikvereinssaal in Wien aufgezeichnet und erscheint als Live-Mitschnitt auf CD.

2022 findet nun ein neues, außergewöhnliches Projekt im Wiener Konzerthaus statt – eine musikalische Reise in den Weltenraum. Orgel, Blechbläser, Schlagwerk sowie ein 100-köpfiger Frauenchor werden mit Gerd Hermann Ortlers Uraufführung »Urknall« (einem Kompositionsauftrag der Wiener Konzerthausgesellschaft) und Mark Gaals Bearbeitung von Gustav Holsts »The Planets« Atmosphäre, Schönheit, sowie Klanggewalten erzeugen, wie sie sonst nur bei großen Orchestern erlebbar sind.

Oder wie Captain Kirk sagen würde:
»Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2022. Dies sind die Abenteuer des Soundschiffs »phil Blech und Orgel«, das mit seiner 100 Frauen und 18 Mann starken Besatzung 2 Stunden unterwegs ist, um neue Klangwelten zu erforschen, neue Atmosphären und neue Dynamiken. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt, dringt phil Blech in Galaxien vor, die nie ein
Ensemble zuvor ertönen ließ.«

Bild Gerd Hermann Ortler
Gerd Hermann Ortler (c) HelgaTraxler

Programm

Gerd Hermann ORTLER (*1983) U R K N A L L
The Birth of the Universe

– P – A – U – S – E –

Gustav HOLST (1874 – 1934) T H E P L A N E T S
Arr. Mark GAAL (*1978)
1 Mars, the Bringer of War
2 Venus, the Bringer of Peace
3 Mercury, the Winged Messenger
4 Jupiter, the Bringer of Jollity
5 Saturn, the Bringer of Old Age
6 Uranus, the Magician
7 Neptune, the Mystic

phil Blech Wien – Ensemble
Mit dem fulminanten Auftritt im Pausenfilm des Neujahrskonzerts 2013 der Wiener Philharmoniker stellten sich die Musikerpersönlichkeiten aus den Reihen der Wiener Philharmoniker, der Staatskapelle DreFinalsden, der NDR Radiophilharmonie, der Volksoper Wien, des Tonkünstler Orchesters, der Staatsoper Hannover sowie des Mozarteum Orchesters Salzburg eindrucksvoll der Musikwelt vor. Die Musiker spielen auf Drehventiltrompete, Wiener Horn, Posaune, Tuba und Wiener Pauke und sorgen so für den unverkennbaren, harmonischen und runden Wiener Klang. Die 2013 bei Deutsche Grammophon erschienene erste CD hatte die damaligen Jahresregenten Wagner und Verdi im Mittelpunkt. phil Blech Wien hat sich in kurzer Zeit einen Namen gemacht und konzertierte außerhalb von Österreich in China, Russland, Frankreich, Deutschland und Ungarn. Der Erfolg des Ensembles liegt im gemeinsamen Ziel, Wiener Blechblas- und Schlagwerktradition nicht nur zu erhalten, sondern ihr auch neue Impulse zu geben. Dies führte zum Beispiel zur Zusammenarbeit mit dem polnischen Startenor Piotr Beczala, den Wiener Sängerknaben und dem Chorus Viennensis auf der erfolgreichen zweiten CD »Weihnachten – Christmas«, die ebenfalls bei Deutsche Grammophon veröffentlicht wurde.

Olivier Latry – Organist
Der Titularorganist an der Notre-Dame in Paris und emeritierter Organist am Orchestre National de Montréal tritt an den renommiertesten Veranstaltungshäusern der Welt auf, ist Gast führender Orchester unter berühmten Dirigenten, nimmt für Major Labels auf und kann eine beeindruckende Anzahl von Uraufführungen für sich verbuchen. Der ehemalige Student von Gaston Litaizes unterrichtet heute am Conservatoire National Supérieur de Paris und wurde weltweit mit zahlreichen internationalen Auszeichnungen und Preisen geehrt, unter anderem mit dem Preis für Cino und Simone Del Duca (Institut de France-Académie des Beaux) 2000. 2010 erhielt er einen Ehrendoktor der McGill University in Montreal, Kanada. Als weltweit führender Botschafter für sein Instrument war er Organist-in-Residence an der neuen Eule-Orgel im Kulturpalast Dresden in der Konzertsaison 2017/18 und von 2019 bis 2022 ist er William T. Kemper Artist-in-Residence an der University of Kansas in Lawrence.

Wiener Singakademie – Frauenchor
Die Wiener Singakademie wurde 1858 als erste gemischte Chorvereinigung Wiens zum Zwecke einer »Singübungsanstalt« gegründet. Nach 55 Jahren als freier Chor erhielt die Wiener Singakademie im Jahre 1913 mit der Eröffnung des Wiener Konzerthauses endlich ihre langersehnte Heimstätte. Eingebunden in die Wiener Konzerthausgesellschaft etablierte sich der Chor zu einer fixen Größe im Wiener Konzertleben. Seit Beginn der Saison 1998/1999 hat Heinz Ferlesch die Leitung inne und steht damit in einer Reihe klingender Namen wie Johannes Brahms oder Bruno Walter.

Anton Mittermayr – Dirigent
Seit September 1996 ist er Solopaukist bei den Wiener Philharmonikern und im Orchester der Wiener Staatsoper. Seine musikalische Ausbildung begann er zunächst am Klavier und an der Orgel und studierte in weiterer Folge Schlagwerk bei Prof. Horst Berger und Prof. Kurt Prihoda in Wien. Neben Engagements als Solist sowie in verschiedensten Kammermusikformationen – unter anderem als Solopaukist der Hofmusikkapelle Wien – ist er Professor für Schlagwerk an der Konservatorium Wien Privatuniversität sowie Senior Lecturer an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
Er ist immer wieder im Rahmen von internationalen Masterclasses in Japan, in den USA, in China, etc. als Pädagoge tätig. Beim traditionellen Ball der Wiener Philharmoniker dirigiert er alljährlich die Eröffnungsfanfaren.

Gerd Hermann Ortler – Komponist
Mit der Gründung seines GHO Orchestra etablierte sich Gerd Hermann Ortler rasch als Komponist und Arrangeur im internationalen Jazz- und Klassik-Bereich. Dem zweifachen Preisträger des USamerikanischen »DownBeat Student Music Award« wurden neben weiteren Auszeichnungen das österreichische Staatsstipendium für Komposition sowie der Förderungspreis der Stadt Wien verliehen. Er schrieb Werke für das Wiener Konzerthaus, die Philharmonie Luxembourg, das Metropole Orchestra, das Transart Festival, das Wiener KammerOrchester und das Südtirol Jazzfestival. Sein jüngstes Werk »Passion« zu Bildern von Gottfried Helnwein wurde im Albertina Museum mit Solisten der Wiener Philharmoniker sowie dem Radio String Quartet aufgenommen und 2021 als Musikfilm veröffentlicht. Als Dirigent konnte man Ortler bereits im Großen Saal des Wiener Musikvereines und des Wiener Konzerthauses erleben. Beim Opernball 2019 leitete er die Uraufführung seiner »Jubelfanfare – 150 Jahre Wiener Staatsoper«. Seit 2012 lehrt Ortler Komposition und Arrangement an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Er studierte an der Konservatorium Wien Privatuniversität sowie an der Universität für Musik und darstellende Kunst
Graz. Zudem erhielt er Kompositionsunterricht von Bob Brookmeyer.

Mark Gaal – Arrangeur
Der Bassposaunist der Wiener Philharmoniker/Wiener Staatsoper und Tenorposaunist der traditionsreichen Wiener Hofmusikkapelle ist ein vielseitiger und gefragter Kammermusiker. Das Gründungsmitglied von phil Blech Wien, das Mitglied des Wien-Berlin Brass Quintett und des Wiener Posaunen Ensembles wirkte auch im Jazzbereich in verschiedenen Formationen wie dem Concert Jazz Orchestra Vienna oder dem GHO Orchestra mit. Er folgte Einladungen zu Meisterklassen weltweit und war u.a. Dozent beim Pacific Music Festival (PMF) Sapporo. Seine Unterrichtstätigkeit an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien gab er 2018 zugunsten der immer wichtiger werdenden Tätigkeit als Arrangeur auf. Mark Gaal wurde bereits im Alter von 14 Jahren an die Universität für Musik und darstellende Kunst Graz/Expositur Oberschützen aufgenommen und gewann noch während des Studiums bei Erik Hainzl seine ersten Stellen im Tonkünstler-Orchester Niederösterreich und kurz darauf an der Volksoper Wien.