Leyya & Pressyes Live

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Datum/Zeit
03.10.18 - 20:00

Veranstaltungsort
Rockhouse
Schallmooser Hauptstraße 46
5020, Salzburg

Kategorien
Pop/Rock/Elektronik


Details

Pop Made in A im Rockhouse

Marco Kleebauer und Sophie Lindinger (aka Leyya) nennen ihre neue CD nicht ohne Hintergedanken „Sauna“.

Dabei sind die beiden keineswegs leidenschaftliche Schwitzgenossen oder Aufgussprofis – die beiden hatten etwas ganz anderes im Sinn: Die Sauna als Ort der Zusammenkunft, ohne soziale Schranken, wo die Nacktheit aller auch eine ultimative Gleichheit schafft. Ein Melting Pot, der noch dazu die Buntheit und Diversität darstellt, die Leyya auch ihrer Musik als Stempel mitgeben.

Leyya hatten 2015 praktisch aus dem Nichts zu einem bemerkenswerten Erfolgslauf angesetzt. „Superego“ war der Anlassfall, der seither mehrere Millionen Spotify-Plays, Radioeinsätze und TV- und Werbeverwertungen auf der ganzen Welt nach sich zog. Die Band erhielt 2017 den prestigeträchtigen „FM4 Award“ bei den Amadeus Austrian Music Awards, erspielte sich auf den großen Festivals Publikum und Schlagzeilen. Die Liste prominenter Auftritte – Primavera, Iceland Airwaves, Reeperbahn Festival, Sziget – sie wurde seither beeindruckend lang.

Dass Leyya nicht auf ausgetretenen Pfaden spazieren zu gedenken, haben schon die Stücke gezeigt, die seit dem Erfolg des Debüts „Spanish Disco“ (2015) veröffentlicht wurden. Der unwiderstehlich hämmernde Beat von „Butter“, die Leichtigkeit und Verspieltheit von „Zoo“, der vertrackte Reggae-Rhythmus von „Oh Wow“. Die Vielfältigkeit und Buntheit ist Prinzip – und hat als Regenbogen sogar den Sprung auf das Albumcover geschafft. Und es zeigt, dass Leyya nach dem Erfolg von „Superego“ keineswegs Lust hatte, eine Eintagsfliege zu bleiben.

„Sauna“ beweist das mit seinem Fiepsen, Blubbern, Quietschen und gelegentlichem aus dem Rhythmus fallen gegen jede Konvention und leuchtet dabei dennoch grell leuchtenden in den Farben „Pop!“. Selbiges kann auch von Pressyes gesagt werden, dem aktuellen Projekt von Ex-Velojet René Mühlberger, der nun mit den Debütalbum „On the Run“ endlich auch auf Live-Tour geht. Das Album erscheint dabei wie ein Kaleidoskop aus Bildern und Gefühlen: Irgendwo zwischen einem sonnigen Roadtrip im Oldtimer und einem verblichenen kalifornischen Traum erscheinen unvergessliche Erinnerungen auf einem alten Polaroid. Dementsprechend wurde die Musik in Feinarbeit mit Bandmaschinen und ausschließlich vor 1978 erzeugten Vintage Instrumenten aufgenommen, Drums, Bässe, Synthesizer und Gitarren großteils selber eingespielt. Die zehn Tracks auf kreieren hierbei eine außergewöhnliche Klangwelt mit einem Hauch von Reminiszenz an die alten Tage des Pops der Siebziger Jahre.