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SUMMARY:FLAMMeS feat. Josef Ka & Franz Koglmann 'Cold Song – Winter in Fl
 ammen!'
DESCRIPTION:\n\nCOLD SONG - Winter in Flammen!\n\nHenry Purcell’s barocke
 r Megahit (1691) ist das Ausgangsthema für einen Impro-Performance-Abend 
 der Sonderklasse. Als Gast wird uns die Performerin Josef Ka einheizen. Tr
 otzdem warm anziehen.\n\nWie die Band FLAMMeS mit Franz Koglmann Weltschme
 rz mit Wohllaut vereint\n\nDie Improvisationscombo gastierte im Porgy &amp
 \; Bess. In ihren Reihen findet sich neben dem Wiener Trompeter auch eine 
 Burgschauspielerin\n\nFranz Koglmann bereichert die "Free Form" der Improg
 ruppe FLAMMeS seit einiger Zeit mit melancholischen Ausflügen in die Cool
 -Musik. Ein famoser Balanceakt.\n\nVon Künstlern in den Reifejahren heiß
 t es manchmal\, sie würden unweigerlich zu Geheimräten: säßen wie eins
 t Goethe vor dem Kamin\, um mit den Füßen im Lavoir einem Sekretär Dich
 tung und Wahrheit in die Feder zu diktieren. Der komponierende Flügelhorn
 ist Franz Koglmann\, Jahrgang 1947\, geht seit Neuestem einen anderen\, um
 so eigenwilligeren Weg. Seine blühenden Kantilenen sind immer noch hörba
 r von Berg und Schönberg informiert.\n\nDargebracht werden sie mit unbewe
 gter Miene\, dem Pokerface des "Cool". In einer solchen Haltung ringt sich
  der untröstliche Weltschmerz des Wieners zum Stoizismus durch: zu einer 
 Form äußerster Exaktheit im Umgang mit Wehleid und Melancholie. Nichts u
 nd niemand hätte Koglmann daran gehindert\, weiterhin Platten wie Near Bl
 ue – A Taste of Melancholy (2024) aufzunehmen\, Kammerjazz in den gedeck
 ten Farben des Herbstes. Kecke\, in Zwölftonschritten hüpfende Paraphras
 en auf Chet Baker und Bob Zieff.\n\nDoch auf einmal ist alles anders. Kogl
 manns unverkennbare Silhouette geht jetzt auf im Gruppenbild. Als Meisters
 olist gehört er seit ein paar Monaten der Improgruppe FLAMMeS an. Diese i
 st wie Phönix aus der Asche solcher Formationen wie T09 entstanden. Soebe
 n konnte man das Ensemble im Wiener Porgy &amp\; Bess bei der gemeinschaft
 lichen Erregung von Lärm belauschen. Die Gruppe tönt "nach alter Weise i
 n Brudersphären Wettgesang".\n\nMit Andreas Donhauser wirkt ein Film- und
  Szenenbildner mit bei den FLAMMeS. Er spuckt Silben\, zupft den Bass. Der
  Stromgitarre entlockt er Sonny-Sharrock-Akkorde\, oder er stößt mit der
  Trompete markerschütternde "Schreie" aus.\n\nZumeist gibt Keyboarder Mic
 hael Mautner den Ton an und Motive vor. Auf der Basis popinformierter Akko
 rdzerlegungen groovt sich das Septett in allerlei Trancezustände hinüber
 . Man fühlt sich an die frühen Soft Machine erinnert\, denkt an Robert W
 yatt\, überhaupt an die progressive Canterbury-Musik in den Paisley-bunte
 n\, halluzinogenen Früh-1970ern. Dabei sind FLAMMeS heilig-nüchtern. Ihr
  famoser Drummer Lukas Schiske haut für gewöhnlich im Klangforum Wien au
 f die Pauke.\n\nDiese reichlich heterogene Ansammlung von dennoch Gleichge
 sinnten verzichtet auf jede Bilderstürmerei. Herzlich egal ist den FLAMMe
 S der enervierende Drang\, jede Struktur kaputt zu spielen. Die Burgschaus
 pielerin Sylvie Rohrer spuckt nach Kräften in die Klangsuppe\, sie kiekst
  wie eine Elfe oder malt allein mit der Stimme den Teufel an die Wand ("Oh
 \, watch out!").\n\nIst das noch Jazz? Soll hier gar alles mit allem verme
 ngt werden? Inmitten wild wogender Klangmassen (wir wollen nicht auf Saxof
 onist Max Bühlmann vergessen) steht ungerührt\, mit der Haltung des brit
 ischen Gentleman\, der Flügelhornist Koglmann. Ohne Unterlass spinnt er s
 eine Klangketten. Nichts von dem\, was rund um ihn musikalisch geschieht\,
  scheint ihn abzubringen von der eigentlichen Mission: intellektuellen Woh
 lklang zu verbreiten\, nicht klein beizugeben gegenüber "noisy people".\n
 \nAnstatt vor dem Kamin zu sitzen\, schürt Koglmann jetzt selbst die FLAM
 MeS. Österreichs wichtigster Jazztrompeter hat seine Physiognomie ein wei
 teres Mal geschärft. Er macht jetzt Post-Jazz. Ein tendenziell zu keinem 
 Ende gelangendes Projekt\, denn FLAMMeS proben nicht: Ihre Stücke sind Ei
 nzelereignisse und als solche unwiederholbar. Ihr wahrer Gesellschafter is
 t das Bandgerät. (Ronald Pohl\, 20.1.2025)\n\nJosef Ka: performance\nFran
 z Koglmann: trumpet\, fluegelhorn\nLukas Schiske: drums\, percussion\nAndr
 eas Donhauser: guitar\, trumpet\, synthesizer\, vocals\nSilvia Deixler: gu
 itar\nMax Bühlmann: saxophone\, clarinet\, bass clarinet\nMichael Mautner
 : keyboards\, synthesizer\n\n\nhttps://www.derstandard.at/story/3000000217
 751/franz-koglmanns-klangreise-durch-neue-daemmerungsnuancen\nhttps://www.
 burgtheater.at/ensemble/sylvie-rohrer
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