Duo Hofmaninger – Schwarz / Sketchbook Quartet / Sigrid Horn / Alfredo Ovalles / Viech (A)

Datum/Zeit
29.09.20 - 19:30

Veranstaltungsort
Porgy und Bess
Riemergasse 11
1010, Wien

Kategorien
Jazz/Improvisierte Musik


Details

Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) bzw. die österr. Kulturforen und Botschaften unterstützen junge in Österreich lebende MusikerInnen bei Auftritten im Ausland in einem speziell dafür eingerichteten Nachwuchsprogramm. Das Programm bietet somit eine wichtige Starthilfe für junge aufstrebende MusikerInnen auf dem Weg zu internationalen Karrieren. Für die 7. Neuauflage des Musik-Förderprogramms „The New Austrian Sound of Music” wurden 25 Ensembles bzw. MusikerInnen von einer Fachjury in den Genres Klassik, Jazz, Weltmusik, Neue Musik und Pop/Elektronik für die Jahre 2020/2021 ausgewählt. An diesem Abend werden fünf Bands in je 20 minütigen Sets live vorgestellt. (Pressetext)

Duo Hofmaninger / Schwarz
Ein Jazz-Zweiergespann, das andere Wege geht und das Experiment wagt. Ausgangspunkt ihres Projektes ist das „davul-zurna“, die älteste, bildlich dokumentierte musikalische Spielweise unserer Kulturgeschichte. „Davul“ bedeutet auf Türkisch „Trommel“. Mit „zurna“ werden in der Türkei ursprüngliche Doppelrohrblattinstrumente bezeichnet – sogenannte Proto-Oboen. Lisa Hofmaninger und Judith Schwarz versuchen, sich dieser Urform des Zusammenklingens aus dem Osten mit ihrem Instrumentarium und den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln anzunähern und sie neu zum Erklingen zu bringen.

Sketchbook Quartet
Das Quartett nähert sich dem Begriff des Jazz aus einer Richtung an, die von ihrer Art her im weitesten Sinne dem Post-Rock zuzuschreiben ist. Es geht um Stimmung, um das Erzeugen von Spannungsbögen, die sich stetig steigern und mit einem großen Knall zum Höhepunkt kommen. Das Vierergespann trifft genau den Ton des Jazz, der sich anschmiegt und voller Wärme und Schönheit ist.

Sigrid Horn
In ihrer Musik verzichtet Sigrid Horn auf alles Ausschweifende, auf jede klischeehafte Ausschmückung, auf jeden oberflächlichen Glanz. Sie bleibt zurückhaltend und beschränkt sich auf das Notwendigste, jedoch entwickelt genau diese klangliche Bescheidenheit eine unglaubliche Dichte und Dramatik. Man hat es hier mit jemandem zu tun, der es wirklich versteht, eine in die tiefsten Tiefen vordringende musikalische Stimmung zu erzeugen. Die im Dialekt gesungenen Lieder entwickeln eine magische Anziehungskraft und sind von einer eindringlichen akustischen Schönheit, die man sonst nur selten zu Gehör bekommt.

Alfredo Ovalles
Alfredo Ovalles zählt zu der Sorte von Musikern, die man stilistisch nicht wirklich exakt festmachen kann, was ein Zeichen einer ausgesprochenen künstlerischen Offenheit ist. In Caracas, Venezuela, geboren, ist der Pianist in seiner Karriere bereits in viele verschiedene musikalische Welten eingetaucht. Er spielte in Rock- und Pop-Bands, erkundete Klassik, Kammermusik und Elektronik und durchstreifte auch die Neue Musik. Es sind seine Offenheit gegenüber dem Neuen und seine große Experimentierfreude, die ihn musikalisch andere Pfade beschreiten lassen.

Viech
Deutschsprachiger Indie-Rock mit unverkennbar eigener Note: energiegeladen, räudig im Klang, tanzbar, partytauglich und mit poetischem Tiefgang. VIECH kreieren einen abwechslungsreich aufrüttelnden, polternden Sound, der sich auf erfrischende Weise vom Indie-Rock-Einheitsbrei abhebt und belegt, dass Ohrwurmcharakter und musikalische Qualität nicht zwangsläufig einen Widerspruch darstellen müssen, sondern sehr wohl ausgezeichnet miteinander funktionieren.

In Zusammenarbeit mit Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) und Music Austria (mica)