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SUMMARY:Buntspecht: K5 Tour 2026
DESCRIPTION:Der Indie-Kammerpop von Buntspecht ist von einer dystopischen R
 omantik\, einer radikal wilden Schönheit\, einer wahnsinnigen Intensität
  sowie von einer Aufrichtigkeit und künstlerischen Freiheit\, die ihresgl
 eichen sucht.\n\nAm 14. März 2025 erschien „Konstrukt 5“. Das neue Al
 bum des Wiener Indie-Kammerpop-Kollektivs Buntspecht ist von radikal wilde
 r Schönheit und wahnhaft-psychedelischer Intensität beseelt. So spenden 
 Buntspecht Zuversicht und Wärme in finsteren Zeiten. Die Verwirrung begin
 nt beim Titel: „Konstrukt 5“ heißt das neue Album der Wiener Gruppe B
 untspecht\, und man bezieht das natürlich direkt auf die Anzahl ihrer bis
 herigen Alben\, bis einem auffällt: „Konstrukt 5“ ist das sechste Bun
 tspecht-Album\, nicht das fünfte. Damit ist dann also gleich schon mal kl
 ar\, dass man Buntspecht mit spießigem Ordnungssinn oder überhaupt irgen
 deiner klassischen Kategorie nicht beikommen kann. Viel wichtiger zum Vers
 tändnis der Gruppe Buntspecht ist ohnehin das Wort vor der Zahl: Ein Kons
 trukt\, also laut Duden – und jetzt wird’s leicht umständlich! – ei
 ne „Arbeitshypothese oder gedankliche Hilfskonstruktion für die Beschre
 ibung erschlossener Phänomene“\, ist insofern stets und immer alles\, w
 as Buntspecht machen\, weil dieser Musik automatisch etwas Temporäres\, I
 nstabil-Fragiles immanent ist\, darin liegt ihr Reiz. Es geht um die Kraft
  und den Zauber des Moments\, darum\, was jetzt und gerade ist und was man
  daraus machen kann. Spoiler: Eine Menge! Die ohnehin ziemlich hohe\, bisw
 eilen aufs Angenehmste an Hamilton Leithauser erinnernde Stimme von Lukas 
 Klein kippt zu Beginn der ersten Single „Im Fluss“ einen kurzen Moment
  beinahe ins Hysterische\, wenn er singt: „Ganz egal\, was der Morgen br
 ingt\, ganz egal.“ Kein Wunder: Man muss ja wirklich komplett bescheuert
 \, hysterisch\, wahnsinnig sein\, um in diesen Zeiten allen Ernstes zu beh
 aupten: „Heute ist es schön\, ja alles ist im Fluss\, heute ist ein gut
 er Tag“\, weshalb Lukas sich beeilt hinterherzusingen: „Alles geht den
  Fluss hinab“. In diesem Spannungsfeld bewegt sich Konstrukt 5 Im auslau
 fenden Winter 2024 traf sich zunächst der Sänger und Gitarrist Lukas Kle
 in mit Florentin Scheicher (Klavier\, Gesang\, Trompete) zu einer ersten S
 ession in einem alten Haus von Kleins Familie am Fuße des Rax-Gebirges\, 
 die den Grundstein für „Konstrukt 5“ legen sollte. Auf den Kuppen lag
  noch Schnee\, in den Tälern spross das erste Grün\, die Luft war klar\,
  die Köpfe waren frei.  Der Vibe für diese Session war: Beim geringsten
  Gefühl des Widerstands oder Unwillens wird die Idee liegen gelassen und 
 einer anderen nachgegangen. Es ging den beiden Musikern\, um radikale Leic
 htigkeit. „Wir haben uns dort eine Woche eingeschlossen und hatten eine 
 Menge Spaß“\, erzählt Lukas Klein. „So haben wir jeden Tag von neun 
 Uhr morgens bis drei Uhr nachts an Songideen gearbeitet.“ Layer und Samp
 les aus diesen Sessions haben ihren Weg unverändert auf das finale Album 
 gefunden\, also kleine Konstrukte\, wenn man so will. Diese Miniatur-Artef
 akte bildeten die Basis eines Albums\, das schließlich – wie immer bei 
 Buntspecht - gemeinsam in der angestammten Besetzung aus Antonia Luksch (C
 ello\, Gesang)\, Roman Geßler (Saxofon)\, Florian Röthel (Schlagzeug) un
 d Jakob Lang (Bass) ausgearbeitet\, um weitere Songs ergänzt und im Studi
 o eingespielt wurde.\n\nStimmungen und Komposition waren dabei beinahe wic
 htiger als die Texte\, Melodien standen im Vordergrund: „Der Text hat si
 ch diesmal oft aus der Komposition ergeben“\, sagt Lukas\, „sonst war 
 es meist andersrum: Die Musik hatte den Texten zu folgen.“ Eine Arbeitsw
 eise\, die die gesamte Band als überaus befreiend empfunden hat\, weil si
 e ganz und gar in der Musik aufgehen konnten. Die Arbeit an Songs geschieh
 t bei dieser Band also immer noch überwiegend intuitiv\, beinahe unbewuss
 t. Und vielleicht verdankt das Album ja auch diesem Ansatz seine Bitterswe
 etness. Die Grundhaltung auf Konstrukt 5: Aus Fatalismus geborener Optimis
 mus. „Alles geht den Bach hinab“ war zum Beispiel eine der ersten Zeil
 en\, die Florentin auf den unfertigen Song gefreestylt hatte\, aber daraus
  wurde dann eben „Alles bleibt im Fluss.“ Man darf sich von dem ganzen
  Irrsinn da draußen ja nicht komplett fertig machen lassen\, auch wenn da
 s nicht immer leicht ist. „Es ist gerade nicht so einfach“\, bestätig
 t Lukas. „Kriege\, Krisen\, Trump\, Gaza – es ist nahezu unmöglich\, 
 in diesen hochpolitisierten Zeiten leichte Stücke zu schreiben. Man will 
 diese Themen nicht eins zu eins in seiner Kunst haben\, aber sie sind nat
 ürlich automatisch ein Teil davon. Mir geht es darum\, das zu verinnerlic
 hen und nicht zu negieren\, aber uns gleichzeitig eine gewisse Leichtigkei
 t zu erhalten.“ „Konstrukt 5“ ist insofern das überragende künstle
 rische Dokument eines konstruktiven Umgangs mit der Düsternis. Die Arbeit
  an „Konstrukt 5“ war immer auch ein Aufbäumen gegen die Umstände\, 
 ein Kampf um Schönheit und der Versuch\, sich ein Stück davon zu bewahre
 n. „Way Down Alley“ verkörpert diesen Ansatz musikalisch wie kaum ein
  anderes Stück\, ein psychedelischer Flow\, der in die Unendlichkeit füh
 rt. Dabei verdankt „Way Down Alley“ seine Existenz einem kleinen Unfal
 l: Aus Versehen hatte Florentin beim Bearbeiten des Songs eine Spur falsch
  verschoben. „Das war eigentlich ein Fehler\, aus dem dann eher zufälli
 g etwas extrem Interessantes entstanden ist“\, sagt Lukas. „Von da aus
  haben wir das Stück gemeinsam im Studio aufgebaut\, allerdings ziemlich 
 überlegt. Was lustig ist\, weil kaum ein anderes Stück so spontan und ja
 mbasiert klingt wie „Way Down Alley“. Solche spontanen Eingebungen sin
 d für diese Band essenziell. Die Ballade „Vom Kopf der Hut“\, das ele
 gische „Die Stadt in dir“\, die Spoken-Word-Meditation „Was hält di
 ch hier?“ – diese Lieder spenden auf sanfte Weise Zuversicht\, sind vo
 n einer betörenden Wehmut umflort und von superber Musikalität beseelt. 
 Sie lassen einen weitermachen im Wissen um die Dunkelheit. „Wie schnell 
 der Wind weht hab ich nie wirklich verstanden“\, singt Lukas Klein in de
 m grandios funkelnden „Wenn du jetzt gehst“\, dessen Refrain man nie w
 ieder vergisst\, sobald man ihn einmal gehört hat. Aber wer versteht das 
 schon? Der Indie-Kammerpop von Buntspecht ist von einer dystopischen Roman
 tik\, einer radikal wilden Schönheit\, einer wahnsinnigen Intensität sow
 ie von einer Aufrichtigkeit und künstlerischen Freiheit\, die in diesen T
 agen ihresgleichen sucht. Weil er um unsere Machtlosigkeit weiß. So spend
 en Buntspecht Wärme\, Hoffnung in finsteren Zeiten.\n\nTicket
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