Valina im Fluc

Mit der Linzer band Valina ist am 4. November einer der vermeintlich ewigen Geheimtipps in der Wiener Fluc Wanne zu Gast. Dass das Brachial-Gitarrenrock-Trio aber auf den besten Weg ist, diesen Status abzulegen, zeigen unter anderem mehrere umfangreiche Europa- und US-Touren. Es gibt nicht viele heimische Bands, die von sich behaupten können, schon einmal in Übersee auf der Bühne gestanden zu haben. Unterstützt wird der Dreier vom italienischen Quartett Uzeda und dem israelischen Psychedelik-Noise-Rock-Duo TV Buddhas.

Valina, bestehend aus Anselm Dürrschmid (Schlagzeug), Husbert Huber (Bass) und Anatol Bogendorfer (Gitarre, Gesang), setzen ihren von Beginn an eingeschlagenen Weg unbeirrbar fort. Das heuer erschienene und mittlerweile dritte Album “A Tempo! A Tempo!” setzt genau dort an, wo der Vorgänger aufgehört hat. Auf dem Programm steht intensive harte Gitarrenmusik. Die Basis der neuen Songs bilden das frenetisch agierende Schlagwerk und der, im Vergleich zu den Vorgängeralben, wesentlich stärker in Erscheinung tretende Bass, die sich mit den Gitarrenwänden um akustischen Raum raufen.

 

Der Rock wird zwar nicht neu erfunden, dennoch, die Stücke strotzen nur so vor Spielfreude und neuen Ideen. Der von Bands wie Fugazi beeinflusste, druckvolle Sound wird durch den Einsatz von Blasinstrumenten und eines Klaviers erweitert. Stilistisch ist das Album irgendwo zwischen Rock und Punk angesiedelt, hin und wieder überrascht das Trio auch mit Ausflügen in die Welt des Free-Jazz. Gerade durch solche Wendungen gewinnt die Musik von Valina zusätzlich an Spannung. Wie schon beim Vorgängeralbum stand auch dieses Mal der amerikanische Noiserock-Übervater Steve Albini unterstützend zur Seite.

 

Mit derlei starkem Songmaterial im Gepäck sollte es für das Linzer Trio daher ein Leichtes sein, die Gemäuer der Fluc Wanne zum beben und die sich einfindenden KonzertbesucherInnen gehörig zum Schwitzen zu bringen.(mt)

 

Foto Valina: Nicole Bogendorfer

 

 

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