
Georg Friedrich Haas über sein neues Werk:
„Chants oubliés ist für ein zweigeteiltes Kammerorchester geschrieben. Eine Gruppe besteht aus 8 Violinen, 4 Bratschen und 4 Violoncelli (quasi 4 Streichquartette, zu einem Ensemble zusammengefasst), die zweite Gruppe besteht aus je 2 Klarinetten, Hörnern, Trompeten, Posaunen und Kontrabässen. Der Titel bezieht sich auf Spätwerke von Franz Liszt (Valses oubliés, Romance oubliée) – Liszts Technik, einstimmige Melodien in einen Klangraum zu stellen (häufig in die Klanglichkeit des Klaviers) wird hier in die Möglichkeiten eines Kammerorchesters übertragen.“

„Es ist eine erneute Zusammenarbeit mit Durs Grünbein, der ja bereits den Text für meine Oper Berenice geschrieben hat. Ich knüpfe dabei an Fragen an, die ich für mich noch nicht endgültig gelöst habe. Vor allem: Was passiert, wenn ein Sprecher oder ein Schauspieler spricht und Musik ihn begleitet? Man kommt dann schnell auf das Thema Monodram, das ja von Arnold Schönberg wesentlich geprägt wurde. Mit Durs Grünbein, einem gebürtigen Dresdner, habe ich mich auf seinen Text „Nach den Satiren“ verständigt, aus dem ich größere Teile extrahiert und in fünf Bildern zusammengestellt habe.“
Foto Georg Friedrich Haas: Universal Edition/Eric Marinitsch
Foto Johannes Maria Staud: Astrid Karger
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Universal Edition