
The Helmut Bergers gehören nicht nur wegen ihres markanten Namens zu dem mittlerweile auffälligsten österreichischen Bands. Für FM5 gibt es “derzeit wohl kaum eine ungewöhnlichere (oder besser ausgedrückt: interessantere) Band in Österreich” und FM4 fühlt sich bei ihrer Musik sogar “streckenweise an die spannende Madchester-Zeit” erinnert. Was nicht verwundert, denn die Band orientiert bei ihrer Musik weniger an bekannte Electro-Clash meets Rock-Attidüten, sondern vielmehr an jenen Übergangsphasen, als es in Manchester Mitte der 1980er zwischen Post-Punk und den ersten Raves anfing zu funken.
Zwar schlägt “zwischen all den digitalen Beats und Synthesizern (…) laut das Brit-Pop-Herz” (FM4), doch damit will es die Band nicht belassen. Mit einer gesunden Portion Räudigkeit, Arroganz und gepflegt ungepflegten Rockstar-Posen (Oasis lassen von der Ferne grüssen) haben sie sich daher auch zum Ziel gesetzt, dem “schon etwas mühsam gewordenen Britpop-Revival den viel zu lange geratenen Bart abzuschneiden”.
Was ihnen mit ihrem Debüt-Album “Sweet Sensation” auch schon mal sehr gut gelungen ist. Dabei sind sie weit mehr als Salzburger “Lokalmatadore”, stellen sie als “Gesamtpaket” doch eher eine singuläre (und daher umso wichtigere und erfrischender) Erscheinung innerhalb der Salzburger Rocksubkulturszene dar. Live natürlich um einiges energetischer und zwingender als auf Konserve.

Fre, 01.02.2013, 21.00 Uhr
Rockhouse Salzburg
„Sweet Sensation˜ – kühl, lasziv, sexy
The Helmut Bergers (AT)
Freud (AT)
Der Musikarbeiter (DE)
Kväll (AT)
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