
Friebel ist Komponistin und Künstlerin, ausgebildet in Komposition und Elektroakustik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, am Royal College of Music, London, an der Huddersfield University und in Architektur an der Universität für angewandte Kunst Wien, am RMIT Melbourne, mit einem Hintergrund in Soziologie und Theologie an der Universität Melbourne.
Alltagsgegenstände wie eine Singer-Nähmaschine oder kleine Spielfiguren auf Seerosenblättern fügt Tamara Friebel in ihre Performances und Installationen, die als Schnittstelle zwischen ihren Kompositionen und architektonischen Arbeiten gesehen werden können. An der Universität für Musik und darstellende Kunst sowohl in Komposition wie auch in elektroakustischer Komposition ausgebildet, sind ihre Werke einerseits von ganz Handgreiflichem geprägt, verhandeln aber oftmals auch psychologische oder abstrakte Themen, worauf etwa der Titel the dissociative said verweist. Zwischen den Einflüssen strenger Notation, Improvisation und Live-Elektronik tun sich wie etwa in Instand Memory Trace 1 or learning to breathe für Barockflöte, Harpsichord, Ping-Pong-Bälle und Spannungsfelder zwischen genauem Einhalten und offener Gestaltung auf, die auch das in gewissem Rahmen Unbeeinflussbare in die Musik integrieren. (dw)
Werken (Auswahl):
Canto Morph (2012)
eine Kammeroper für Solo-Sopran
UA: 29. September 2012, Echoraum, Wien; InterpretInnen: Platypus Ensemble mit Kaoko Amano (Sopran), Jaime Wolfson (Leitung) aus der Reihe: The Dissociative Self (2012), BMUKK, Huddersfield
…I’m out of breath… all for you (2012)
für eine Zirkusartistin/hula hooper, Stimme, Tamtam, Akkordeon, Live Elektronik mit Messingfolie und Objet trouvé & Video (UA Neue Fassung, Auftragswerk e_may/Wien Modern).
UA 25. Oktober 2012, Palais Kabelwerk, e-may/Wien Modern, Ensemble Phace, Annabel Carberry (Hula-Hoops), Igor Gross (Schlagwerk), Gina Mattiello (Stimme), Krassimir Stenev (Akkordeon), Tamara Friebel (Elektronik, Kaffeemühle, Grammophon)
Radiosendung: Ö1, Zeiton, 1. November 2012
A body of one’s own: Schismogenesis (2013)
Mehrkanalsystem und Kontrabassflöte (Paetzold) mit einem Stethoskop und fünf Mikrophonen
Im Auftrag des Sonic Arts Research Centre Sound Lab (Mehrkanalsystem)
UA: 28. April 2013, Sonorties Festival of Contemporary Music – Beyond Soundscape, Queen’s University SARC, Belfast, Northern Ireland, InterpretInnen: Gobi Drab (Flöte), Tamara Friebel (Live-Elektronik)
Auszeichnungen und Förderungen:
2012 Kompositionsförderung, Portrait Concert Series BMUKK
2011–13 Composer in Patterns of Intuition, IEM Graz
2012–13 Residency Rondo Atelier, Graz
2011 Residency Kranich Museum, Germany
2013 PhD, Full Scholarship an der Huddersfield University (GB)
Aufträge (Auswahl):
Jüngste Projekte und Kompositionsaufträge von und mit Jeunesse, Austrian Cultural Forum Moscow, ensemble reconsil, Ensemble Platypus, SNIM, Klingekunst, Elektronischer Frühling (Alte Schmiede), Brut Künstlerhaus, V’elak Gala, Porgy & Bess, Jazzwerkstatt, Moë, Szene Salzburg, ArgeKultur, Ensemble Reconsil, The Arches Glasgow, E-may, Wien Modern, Ensemble Phace, Huddersfield Contemporary Music Festival, IEM Graz, Qubit New York, SARC Belfast, ORF Graz/Wien, Arnold Schönberg Center Wien.
Aufführungen (Auswahl):
ensemble reconsil; e_may Festival, Wien; Wien Modern; Porgy & Bess, Wien; Forum Stadtpark Graz; Ensemble Platypus; SNIM-Echoraum; Klingekunst; Elektronischer Frühling, Alte Schmiede, Wien; Brut Künstlerhaus; V’elak Gala, Wien; Jazzwerkstatt Graz; Moë; Szene Salzburg, ArgeKultur; The Arches, Glasgow; Ensemble Phace; Huddersfield Contemporary Music Festival (GB); IEM Graz; Qubit New York; SARC Belfast; ORF Graz/Wien; Arnold Schönberg Center Wien; ICA London; Palais Kabelwerk, Wien; St. Ruprechtskirche, Wien; Teatro Principal de Puebla, Mexico.
http://tamarafriebel.com/