Bild Steaming Satellites
Steaming Satellites (c) Gerald von Foris

STEAMING SATELLITES – „Back From Space“

Mit ihrem mittlerweile fünften Album bewegen sich die Salzburger von STEAMING SATELLITES in bekannten Gewässern. Zwischen spacig angehauchtem Indie-Rock und für Festivalbühnen adäquaten Progressive-Rock verfeinern sie ihren Sound aber immer mehr. So haben sie sich zu einer ausgereiften Band entwickelt, die je nach Komposition aus ihrer eigenen, maßgeschneiderten Trickkiste den passenden Vibe, Break oder Chorus hervorzaubern kann. Die Stimme von Sänger Max Borchardt ist letztlich noch immer der Garant für sowohl radiotauglichen als auch internationalen Sound.

Von dem etwas durchwachsenen selbstbetitelten Vorgänger ist bei gewissen Hörerschichten bis auf die Dauerbeschallung durch die Single „Honey“ von diversen Radiosendern nicht viel übriggeblieben. Nun präsentiert sich die zwischen Trio und Quartett oszillierende Rock-Formation aus Salzburg im Songwriting auf „Back From Space“ wieder wesentlich gefinkelter ohne dadurch an Eingängigkeit einzubüßen. Um welche Art von Selbstreferenz es sich beim Titel des neuen Albums handelt sei dahingestellt, aber STEAMING SATELLITES sind wieder dort wo sie hingehören. Nämlich im Kosmos an Rock-Songs, die erstens durch Sounds und Instrumentierung (Synthesizer) verschroben genug sind, um die fokussierten Zuhörer zu erreichen und zweitens durch pointiertes Songwriting, formidablen Gesang und fordernden Groove eingängig genug sind, um die eher peripher an Musik interessierten Menschen zu begeistern, die gerne mal beinschwingend einen feinen Refrain dahinträllern.

Shuffle + 80er Synthesizer = Restless Legs

Albumcover "Back From Space"
Albumcover “Back From Space”

Die Single „Back From Space“ versprüht regelrecht gute Laune und kündigt per prominentem Einsatz von am Glitzer-Kitsch kratzenden Synthesizeren an, in welche Richtung die Reise zurück aus dem Weltall geht: ein wenig besser gelaunt als früher und mit den mittlerweile wieder salonfähigen Sounds der Klangsynthese per Knopf- und Tastendruck an Bord.

Ein Song, der bereits vor der Veröffentlichung für Aufsehen sorgte und aus rezenten Live-Sets hervorstach, findet sich in „Electrify“. Ein altbewährtes STEAMING SATELLITES-Rezept, der Shuffle-Groove, spielt wie in früheren Hits á la „Spaceships“ oder „Notice“ eine prägende Rolle und lädt unweigerlich zum Kopfnicken, Schunkeln oder sonstigen körperbetonten Gesten ein, die zuhörende Zustimmung ausstrahlen. Ein manischer und in die 70er und 80er des vorigen Jahrhunderts augenzwinkernder Break, in dem Emanuel Krimplstätter seine Fähigkeiten am Synthesizer unter Beweis stellen kann, führt ebenso zwingend zu einem überraschenden Aha-Effekt. Ohrwurm inklusive. Bei „Call Me Whatever “ stellt sich der nächste Kandidat vor, dessen Chorus so schnell den Kopf nicht mehr verlässt und schon haben STEAMING SATELLITES ihr Trumpfkarte wieder einmal ausgespielt: interessante, bisweilen vertrackte Kompositionen zugänglich und eingängig zu verpacken und dadurch verschiedenste Rock-Fans zu überzeugen. Wieder einmal: Anhören!

Sebastian Götzendorfer

Steaming Satellites – live:
03.05. – München (GER), Strom
04.05. – Dresden (GER), Beatpol
05.05. – Leipzig (GER), So&So
07.05. – Berlin (GER), Lido
08.05. – Hamburg (GER), Indra Club 64
09.05. – Köln (GER), Luxor
10.05. – Stuttgart (GER), Clubcann
11.05. – Karlsruhe (GER), Substage
12.05. – Konstanz (GER), Kula Konstanz
14.05. – Regensburg (GER), Alte Mälzerei
17.05. – Basel (CH), Sommercasino
18.05. – Bern (CH), Gaskessel
19.05. – St. Gallen (CH), Grabenhalle
22.05. – Wien (AT), Arena
23.05. – Salzburg (AT), Rockhouse
25.05. – Innsbruck (AT), Treibhaus
30.05. – Graz (AT), Orpheum

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