Skolka (c) Fabian Holoubek

SKOLKA – „Dammawos“

Dass es SKOLKA wirklich verstehen, ihre Musik in eine mitreißende Angelegenheit zu verwandeln, weiß man eigentlich schon seit ihrem viel gelobten Debüt „daunzboa“. Auch das eben erschienene zweite Album „Dammawos“ (E&A) lässt diesbezüglich keinerlei Wünsche offen. Der Band aus dem niederösterreichischen Weinviertel gelingt es einmal mehr auf eindrucksvolle Art, genau den Ton zu treffen, bei dem man einfach von der ersten Sekunde an mitmuss.

Judith Frank (Gesang), Thomas Rieder (Gitarre, Gesang), Gerald Schwent (Schlagzeug), Raffael Schimpf (Bass), Christoph Nadler (Trompete), Bernd Treimer (Trompete), Christoph Schodl (Posaune) und Roman Leisser (Posaune) – die acht Köpfe hinter Skolka – lassen sich in Sachen musikalischer Vielfalt auch auf Album Nummer zwei in keiner Weise einschränken, sie mischen, was das Zeug hält, und bereiten ihrer Hörerschaft einen Sound auf, der sich vor allem wegen seiner großen Abwechslung hervorhebt.

Ein Sound, der zum Feiern einlädt

Cover Dammawos

In ihren Songs lassen es Skolka ordentlich hin und her gehen, vom Reggae zieht sich die Linie hin zur Blasmusik, vom Ska geht es bis hin zur Polka oder zu den Klängen des Balkans, hin und wieder streift die Band auch die Gefilde des Pop, um sich von diesen schnurstracks hin zum Rock zu wenden. Man kann zur Musik der achtköpfigen Truppe, die in Sachen Songwriting einen ordentlichen Schritt nach vorne gemacht hat, genauso hervorragend ausgelassen tanzen wie auch verträumt und eng umschlungen schunkeln, man kann sie bestens für eine Party nutzen wie ihr auch einfach nur intensiv zuhören. Das Schöne an diesem Album ist, dass es wirklich viele verschiedene Geschichten parat hält und die Nummern alle ihren eigenen Akzent setzen, wodurch der Spannungsgehalt von der ersten bis zur letzten Sekunde ein sehr hoher bleibt.

Skolka unterstreichen auf ihrem neuen Album „Dammawos“, dass sie es wirklich verstehen, ihre vielen Ideen in zündende Songs zu übersetzen, die ihr Pulver nicht schon nach dem ersten Mal Durchhören verschießen, sondern wieder und wieder zu gefallen wissen. Die Truppe aus dem niederösterreichischen Weinviertel zeigt, dass man sich in der Vielfalt der Stile nicht unbedingt verlieren muss, sondern diese für sich auch nutzen kann, um musikalisch etwas wirklich Besonderes entstehen zu lassen. Ein richtig schönes Stück Musik.

Michael Ternai

Skolka live
07.12. Fümreif, St.Georgen im Attergau (A)
08.12. neun – Kulturzentrum, Ingolstadt (D)

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E&A