Simon Zöchbauer & Koehne Quartett (c) Michèle Pauty

SIMON ZÖCHBAUER – „Achad“

SIMON ZÖCHBAUER kennt die großen Bühnen und kommt als Teil des international gefragten Ensembles FEDERSPIEL viel herum. Sonst den kraftvollen Bläsersound praktizierend, präsentiert sich der Trompeter auf seinem kürzlich erschienenen Solo-Debüt „Achad“ (Col Legno) nun von einer anderen Seite. Gemeinsam mit dem KOEHNE QUARTETT beschreitet er die eher ruhigen, aber umso stimmungsvolleren Klangpfade

„Achad“ – das Wort stammt aus dem Hebräischen und bedeutet unter anderem „eins“, „Einheit“ und „Ganzheit“ – ist ein intimes und eher stilles Album geworden. Es ist eines, auf dem Simon Zöchbauer für einen Moment innehält und den großen Trubel um Federspiel hinter sich lässt. Gemeinsam mit dem Koehne Quartett (Melissa Coleman, Lena Fankhauser, Anne Harvey-Nagl, Joanna Lewis), welches im Bereich der zeitgenössischen Musik zu den führenden Ensembles in Europa zählt, und dem Wiener Produzenten und Elektroniker Sixtus Preiss verwirklicht der aus Niederösterreich stammende Trompeter, Zitherspieler und Komponist einen Sound, der – stilistisch zwischen Klassik, Neuer Musik, Kammermusik und Elektronik angesiedelt – eine ganz eigene Geschichte erzählt.

Eine faszinierende Klangreise

Simon Zöchbauer hat sich in der jüngeren Vergangenheit viel mit sakraler Musik beschäftigt. Und das hört man seinen Kompositionen auch an. Die Stücke tragen etwas geheimnisvoll Schönes in sich, eine Art Erhabenheit. Sie sind gefasst in vielschichtige Spannungsbögen, die sich von verspielten Passagen bis hin zu sphärischen Klanglandschaften entwickeln. Simon Zöchbauer und das Koehne Quartett nehmen ihre Hörerschaft auf „Achad“ auf eine faszinierende Klangreise mit, auf eine, von der niemand unberührt zurückkehrt. Ein wirklich fesselndes Hörerlebnis.

Michael Ternai

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