Bild Sam Siefert
Sam Siefert (c) Jörg Häken

SAM SIEFERT ENSEMBLE PROJECT – „Of where we are and where we got so far”

Der Schlagzeuger und Komponist SAM SIEFERT lässt mit seinem ENSEMBLE PROJECT auf „Of where we are and where we got so far” (Big Ball Records) seine Jahre in Tirol musikalisch neu aufleben.

Cover Of where we are and where we got so far 300
Cover “Of where we are and where we got so far”

Es ist Album, das als Hommage an die junge Tiroler Jazzszene gedacht ist und eine Art musikalischen Rückblick auf eine inspirierende und prägende Zeit darstellt, die der Initiator dieses Projekts, der aus Deutschland stammende Schlagzeuger und Komponist Sam Siefert, während seiner Studienjahre in Innsbruck erlebt hat. Es war eine Zeit, die ihn wieder zurück zur Musik geführt und seine Liebe zum Jazz neu entfacht hat. Maßgeblich Anteil daran hatten die vielen jungen Musikerinnen und Musiker, die ihn in ihren Kreis aufgenommen und zu Sessions eingeladen haben und mit denen er diverse Projekte gestartet hat. 2018 schließlich kehrte Sam Siefert wieder nach Deutschland zurück, doch seine Verbundenheit mit der dortigen Szene blieb bestehen. So sehr, dass er sich entschloss, ein Ensemble eben mit diesen Tiroler Musikerinnen und Musikern auf die Beine zu stellen.

Musikalische Vielfalt als Programm

Insgesamt sind an dem Sam Siefert Ensemble Project neben dem Schlagzeuger mit Mimi Schmid (Gesang), Günther Gänsluckner (Trompete), Lukas Bamesreiter (Posaune), Yvonne Moriel (Altsaxofon), Thomas Greiderer (Tenorsaxofon), Saw Thet Tun Oo (Violine), Christoph Kuntner (Gitarre), Christian Hauser (Gitarre), Anna Reisigl (Bass) und Christian Larese (Klavier) elf Musikerinnen und Musiker beteiligt, die sich im Feld des Jazz in der Vergangenheit in diversen Projekten bereits eindrucksvoll profiliert haben und sich vor allem durch eines auszeichnen: und zwar durch ihre große musikalische Vielfalt.

So gesehen erfüllen sie auf „Of where we are and where we got so far” Sam Sieferts Ideen und Kompositionen auch mit einer wunderbar stilistischen Offenheit. Das Ensemble nähert sich dem Jazz aus unterschiedlichen Positionen an, von jener der eher traditionellen ebenso, wie auch von der der modernen und freien, an einer Stelle erklingt es großformatig, an anderer sphärisch und smooth, dann wieder wird es rockiger, funkiger oder folkiger. Es ist die Art, wie die einzelnen Elemente miteinander wirken und Stimmung entwickeln, die das Dargebotene zu einem Erlebnis werden lässt. Auf dem Album befindet sich alles in einem lockeren und gefühlvollen Fluss, der gespeist von schönen und verspielten Melodiebögen, feiner und abwechslungsreicher Rhythmusarbeit und ideenreichen Improvisationen erfreulicherweise jegliche Sperrigkeit beiseitelässt. Wirklich stark.

Michael Ternai

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