RONNY WIESAUER – „ALL YOURS“

RONNY WIESAUER entführt uns mit seinem neuen Album wieder einmal in eine wunderbar träumerische Welt, welche durch sein virtuoses, jedoch stets melodiöses Spiel perfekt transportiert wird. „All Yours“ überzeugt dabei, wie auch schon sein Vorgänger, durch Tonfindung, Komposition, und technischem Spiel auf höchstem Niveau!

Wer den Wiener Ausnahmegitarristen, bzw. seine Arbeit kennt, weiß, dass sich dieser wie kaum ein anderer Musiker, intuitiv und vor allem musikalisch wertvoll zwischen den Welten von (zeitgenössischer) Klassik und Jazz bewegt.  Dabei schwebt Wiesauer nicht nur zwischen diesen Sphären, sondern vereint diese auch in seinen Kompositionen mit einer Leichtfüßigkeit die seines Gleichen sucht. Diese Verschmelzung von (teilweise) konträren Stilistiken und Spielweisen, bzw. deren Qualität ist sicherlich eines der Alleinstellungsmerkmale Ronny Wiesauers und seiner jüngeren Werke.

BALSAM FÜR DIE SEELE

Am Salzburger Mozarteum klassisch ausgebildet widmet sich Ronny Wiesauer bereits seit Jahren auch dem Jazz bzw. der freien Improvisation, sowie einem zeitgenössischen Ansatz, und gilt als einer der Ausnahmegitarristen Österreichs. Diese Bandbreite an musikalischen Betätigungsfeldern und die daraus resultierende Innovation bzw. Eigenständigkeit machen eine treffsichere Einordnung oder Definition Wiesauers Stils natürlich schwierig. Jedoch kann man den präsentierten Sound, dann doch grob mit anderen modernen Virtuosen der klassischen bzw. Nylonsaiten-Gitarre vergleichen. Paco de Lucia, oder Pat Metheny („Beyond the Missouri Sky“) sind hier u.a. als prominente Vertreter eines ähnlichen bzw. zeitgenössischen Stils zu nennen.

Cover All Yours
Cover “All Yours”

Genauer hingehört beeindruckt „All Yours“ bzw. Wiesauers Spiel im Allgemeinen, durch eine wunderbare Leichtigkeit, welche fast lieblich anmutet, gleichzeitig aber über genügend originelle bzw. musikalisch interessante Momente verfügt um nicht monoton zu werden. Dieser Kompositionsstil ist auch schon auf „Monologues“ deutlich zu hören und spüren. Im direkten Vergleich hat das aktuelle Werk jedoch noch mehr der „positiven Energie“ inne, und weniger melancholische bzw. düstere Momente, was gerade in der aktuellen Zeit sicherlich Anklang finden wird.

Alexander Kochman

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Ronny Wiesauer
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