Bild Robinson
Robinson (c) Michael Lackner

ROBINSON –„Climbing for a better view“

Die Wiener Folk-Rock-Band ROBINSON veröffentlicht am 25. November 2016 ihr Debütalbum „Climbing for a better view“ (Kleio Records). Mit einer Mixtur aus Singer-Songwriter, Rock, Folk, Pop und Jazz füllt die Band die Winterabende ihres Publikums.

Was einst ein Soloprojekt im Westen Österreichs war, hat sich in Wien zu einer Band entwickelt: Patrick Fahser (Gitarre, Gesang), David Ambrosch (Bass) und Konstantin Kräutler (Drums) reduzieren die Instrumente auf ein Minimum, wobei sich dieser Minimalismus jedoch überhaupt nicht bemerkbar macht. Der Sound des Trios ist facettenreich und voller Überraschungen – egal ob Folk, Indie, Pop, Rock, Blues oder Jazz: Die drei kriegen alles hin und bescheren ihren ZuhörerInnen damit eine wunderbare, abwechslungsreiche CD, die die dunklen Wintermonate musikalisch erhellt.

„We will try to fight, but we don’t have a chance“

Cover "climbing for a better view"
Cover “climbing for a better view”

Es ist anfangs schwer vorstellbar, dass man so viele verschiedene Genres in ein Album packen kann. Jedoch zeigt bereits das erste Lied auf „Climbing for a better view“, dass Genres eigentlich nur blöde Schubladen sind, denn in der Musik ist alles möglich. Das Album steigt ruhig ein, das erste Lied – „Hold Me Down“ – ist zwar recht rockig, hat jedoch poppige Elemente und ist sehnsüchtig, fast melancholisch, aber trotzdem nicht traurig. „Gone“, der darauffolgende Song, ist ganz dem Indie-Folk verschrieben, die Stimmung ist aufgeladen und fröhlich. Wie auch der Track davor ist „Gone“ sehr tanzbar und voller Energie. „Blame It“, die Nummer drei des Albums, beginnt mit einem fantastischen Gitarrensolo gefolgt von lässigen Lyrics und poppiger Melodie. “We Will Be Free” dagegen ist langsam und verkörpert die Singer-Songwriter-Basis der Band. In dieser wechselhaften Tonart geht es erfreulicherweise über die gesamte Spielzeit, bis hin zum abschließenden verträumten und fast schon psychedelischen Track “Last Goodbye”.

Instrumental ist das gesamte Album sehr ansprechend, mit gefinkelten Melodien, die mit den Drums und der Stimme eine wunderbare Atmosphäre schaffen. Alles in allem bringen Robinson mit ihrem Debütalbum die Zuhörenden richtig auf den Geschmack, man möchte sofort mehr hören – das zweite Album möge bald kommen! In der Zwischenzeit kann man das Trio auch live sehen, zum Beispiel am 30. November 2016 im Chelsea in Wien, am 23. Dezember 2016 im Spielboden in Dornbirn, am 9. Februar 2017 im Anziehbar in Dornbirn und am 13. März 2017 im Weekender in Innsbruck.

Antonia Seierl

Robinson live
30.11. Chelsea, Wien
23.12. Spielboden, Dornbirn

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Kleio Records