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Selbstständigkeit

Sozialversicherung

In diesem Artikel findet sich Wissenswertes zum Themenbereich Sozialversicherung. Wenn nach Durchsicht der Dokumente noch Fragen offen bleiben, beantworten wir diese gerne persönlich.


Gesetzliche Grundlagen

Ab 1. Jänner 2001 sind alle Künstler*innen als sog. „Neue Selbständige“ nach §2(1)4 des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz (GSVG) bei der SVS – Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen (bis 2020 “SVA  Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft”) voll versicherungspflichtig. Das gilt auch für alle Musikschaffenden, die nach dem 1. Jänner 2001 ihren Beruf beginnen bzw. sich wegen der steigenden Höhe ihrer Einnahmen bezüglich Einkommensteuer und Sozialversicherung melden müssen.

Diese Sozialversicherung setzt sich aus Unfall-Kranken– und Pensionsversicherung sowie Selbstständigenvorsorge (PDF) zusammen. Die Höhe der Beiträge ist einkommensabhängig im GSVG geregelt. Neben der Krankenversicherung bleiben bei Arztbesuchen 20% der Kosten als Selbstbehalt.

Ab 1. Jänner 2008 wird für selbständig Erwerbstätige, somit auch für alle sozialversicherten Musikschaffenden, Gewerbetreibende (Tonstudios, Verlage etc.) und sogenannte Freie Dienstnehmer, gemeinsam mit der Krankenversicherung ein Beitrag von 1,53 % der Beitragsgrundlage zur Vorsorge für Abfertigung eingehoben. Die Beiträge werden mit der Krankenversicherung von der SVS vorgeschrieben, sie müssen an eine Betriebliche Vorsorgekasse (BVK) weitergeleitet werden.

Ab 1. Jänner 2009 können selbständig Erwerbstätiger in eine Freiwillige Arbeitslosenversicherung abschließen. Wer vorher angestellt war und daraus bereits Ansprüche auf Arbeitslosengeld erworben hat, behält diese Ansprüche kostenfrei weiter, solange die selbständige Erwerbstätigkeit ausgeübt wird (zeitlich unbegrenzte Rahmenfrist).

Was geschieht mit der „alten“ Musiker-Pflichtversicherung?

Auf Grund einer Übergangsbestimmung für bereits versicherte Musikschaffende sind jene Komponist*innen und Musiker*innen, die bereits vor dem 1.1.2001 nach §4(3)3 des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes (ASVG) und seither durchgehend voll versicherungspflichtig waren, in der Unfall- und Krankenversicherung weiterhin nach ASVG und somit bei der Gebietskrankenkasse (GKK), nur in der Pensionsversicherung nach GSVG und somit bei der SVS versichert.


Servicezentrum für Kunstschaffende

Ab 2011 wurde die Betreuung der Kunstschaffenden in allen sozialversicherungsrechtlichen Fragen verbessert. Die SVS richtet in jeder Landesstelle ein Künstler-Servicezentrum ein,  dort stehen die für die Kundenbetreuung zuständigen Mitarbeiter*innen der SVS-Landesstellen als zentrale Anlaufstelle für Auskünfte und Beratung zur Verfügung.

Adresse und Öffnungszeiten Ihrer Landesstelle finden Sie hier:
SVS-Landesstellen

Das Spektrum der möglichen Themen umfasst:

  • Bestehende Versicherungsverhältnisse und deren Rechtswirkungen – bei welchem Träger sind sie versichert, nach welchem Gesetz etc.
  • Anspruchsvoraussetzungen für Leistungen aller Art aus der Sozialversicherung (z.B. Pensionen, Wochengeld, Krankengeld etc.)
  • Grundsätzliche Fragen des Meldeverfahrens, z.B. Meldepflicht und –verfahren bei selbständiger bzw. unselbständiger Tätigkeit
  • Allgemeine Fragen des Verfahrens vor den Versicherungsträgern und dem Künstler-Sozialversicherungsfonds (KSVF)

Des Weiteren werden in den Servicezentren auch auf den Bereich der Sozialversicherung bezogene Anträge aller Art entgegengenommen und, sofern die SVS nicht selbst zuständig ist, an die zuständigen Versicherungsträger zur Erledigung weitergeleitet – z. B. Pensionsanträge.

Auch Anträge nach dem Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetz, z.B. auf Gewährung von Beitragszuschüssen, werden gerne entgegen genommen und an den KSVF weitergeleitet.

Die bisher geltenden gesetzlichen Regelungen sowie die Zuständigkeiten und Aufgaben der Versicherungsträger inklusive Arbeitsmarktservice Österreich (AMS) und KSVF bleiben aber unverändert. Anträge auf Leistungen nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz müssen weiterhin direkt beim AMS gestellt werden.


Anmeldung und Abmeldung

Die Anmeldung zur GSVG-Versicherung erfolgt durch eine Versicherungserklärung an die SVS. Selbständige müssen sich laut GSVG selber an- und abmelden. Da für alle Selbständigen und Gewerbetreibenden die genauen Einkommen erst im Nachhinein zu ermitteln sind, begründet diese Versicherungserklärung die Versicherung. Stellt sich mit dem Einkommensteuerbescheid später heraus, dass gar keine Versicherungspflicht nach GSVG bestanden hat, so können Kunstschaffende (wie alle Selbständigen) dennoch ohne weiteres Zutun in der vollen GSVG-Versicherung verbleiben, es gelten dann die GSVG-Mindestbeiträge.

Ab 1.1.2011 ist die zeitliche begrenzte Ruhendmeldung der selbständigen künstlerischen Erwerbstätigkeit beim KSVF möglich. Sie unterbricht die Pflichtversicherung und befreit für den Zeitraum der Erwerbslosigkeit von der Beitrags-/Zahlungspflicht an die SVS.

Eine Abmeldung erfolgt durch schriftliche Erklärung Beendigung der Erwerbstätigkeit an die SVS und ist nur möglich, wenn der aktive Beruf der/des selbständigen Kunstschaffenden gänzlich beendet ist oder die Einnahmen (nach Abzug der Betriebsausgaben) die Versicherungsgrenze unterschreiten.

Die Versicherung endet dann mit dem nächsten Monatsletzten. Rückvergütungen gibt es aber keine! Der Schutz in der Krankenversicherung war ja gegeben, die Beiträge zur Pensionsversicherung bleiben für die spätere eigene Pension erhalten.

Mit der Beendigung der Berufsausübung und aktiven künstlerischen Tätigkeiten endet die Versicherungspflicht. Einkünfte aus Tantiemen, die dann aus früheren aktiven Jahren stammen, lösen keine Versicherungspflicht mehr aus, die bleiben versicherungsfrei.

Welche Möglichkeiten bestehen bei ungewisser Versicherungspflicht?

Wer jedenfalls voll versichert sein möchte, muss in der Versicherungserklärung an die SVS Einkünfte über der jeweiligen Versicherungsgrenze „erwarten“, d.h. ankreuzen. Die Pflichtversicherung bleibt dann solange bestehen, bis die Prognose widerrufen wird. Die Kosten für die Pflichtversicherung unterschreiten allerdings nie die Mindestbeiträge, d.h. sie werden mit sinkenden Einkommen relativ teurer.

Dazu eine Warnung:
Wer sich so in die GSVG-Versicherung gemeldet hat, aber schließlich mit dem „künstlerischen“ Jahresgewinn sogar unter der Geringfügigkeitsgrenze von aktuell € 5.527,92 bleibt, erhält in der Regel laut KSVFG keinen Zuschuss mehr bzw. muss die bereits erhaltenen Zuschüsse unter Umständen zurückzahlen. Das gilt, obwohl die Mindestbeiträge in der GSVG-Pensionsversicherung bezahlt worden sind.

Es gibt alternativ ein Opting-In, also eine freiwillige Meldung nur in die GSVG-Kranken- und Unfallversicherung, wenn die Versicherungsgrenze unterschritten wird. Diese Option begründet keine Pensionsversicherung, es gibt dazu auch keine Zuschüsse des KSVF.

Wann liegt keine Versicherungspflicht vor?

Nicht zuletzt können in der Versicherungserklärung oder einem formlosen Schreiben an die SVS Einnahmen unter einer Versicherungsgrenze erwartet werden. Dadurch ist zwar eine Meldung zur selbständigen Tätigkeit erfolgt, es wird aber keine Versicherung begründet, d.h. es besteht bis zu einer geänderten Erklärung keine Unfall-, Kranken- und Pensionsversicherung.

Auch hier nochmals eine Warnung:
Sollte eine solche Angabe nicht den Tatsachen zum Jahresende entsprechen, müssen sich Kunstschaffende umgehend mit einer Versicherungserklärung bei der SVS melden. Sie müssen dann die Versicherungsbeiträge für das ganze Jahr nachzahlen, außer sie können einen späteren Betriebsbeginn nachweisen. Entfällt die Anmeldung, werden die Beiträge zuzüglich 9,3% Beitragszuschlag fällig, sobald der betreffende Einkommensteuerbescheid rechtswirksam und automatisiert an die SVS übermittelt ist.


Berechnung

Als Beitragsgrundlage für die Versicherungsbeiträge gelten die jährlichen selbständigen Einnahmen abzüglich der Betriebsausgaben, somit ein Wert, wie er im Einkommensteuerbescheid des Finanzamts als „Gewinn“ aufscheint. Zu diesem Wert zählen die Versicherungen nur ihre eigenen Beiträge dazu, die ja in der Regel als Betriebsausgaben abgezogen sind.  Die Daten des Finanzamts über die selbständigen Einkommen aller Erwerbstätigen müssen vom Bundesrechenamt per Datenträger an die SVS weitergeleitet werden. Daraus ersehen die gewerblichen Versicherungen jedenfalls (spätestens drei Jahre im Nachhinein) vorhandene selbständige Einkünfte und deren Höhe. Kunstschaffende und Selbständige, die sich zu Unrecht nicht gemeldet haben, erhalten eine Nachverrechnung für die betreffenden Jahre zuzüglich eines Beitragszuschlags von 9,3%.

Ohne Einkommensteuerbescheid, d.h. bei niedrigen Einkünften ohne Steuerpflicht, hebt die SVS nur einen vorläufigen Mindestbeitrag ein. Sobald für ein Jahr ein endgültiger Einkommensteuerbescheid vorliegt, erfolgt eine Nachbemessung, also entweder eine Gutschrift oder eine Nachverrechnung. Dementsprechend und gleichzeitig werden dann auch die laufenden Beiträge korrigiert. Damit können sich deutlich höhere Kosten ergeben: die „gestundeten“ für das Vorjahr plus die aktuellen. Diese Korrekturen mit Last- oder Gutschriften wiederholen sich alljährlich.

Ein wichtiger Hinweis:
Der Verwaltungsgerichtshof hat mit 21.1.2009 erkannt, dass für das Vorliegen einer Versicherungspflicht und die Berechnung der Beitragsgrundlage im jeweiligen Kalenderjahr vor allem die tatsächlich ausgeübte künstlerische (betriebliche) Tätigkeit sowie in der Folge der Zufluss der Einkünfte maßgeblich sind. Es kommt nicht darauf an, dass sich die Einkünfte auf Tätigkeiten im selben Kalenderjahr beziehen. Phasenverschobene Einkünfte seien geradezu typisch für künstlerische Berufe. Der Abzug von „Alttantiemen“ (für vor dem 1.1.2001 entstandene Werke) ist somit nicht mehr zulässig, auch nicht für frühere Jahre. Nur Beginn und Ende der künstlerischen (betrieblichen) Tätigkeit sind von Bedeutung, erst nach deren Beendigung wären auch sämtliche Urheber*innen-Tantiemen nicht mehr versicherungsrelevant.


Versicherungsgrenzen

Bis 2015 wurde zwischen einer hohen Versicherungsgrenze  für Neue Selbstständige ohne weitere Erwerbstätigkeit und einer niedrigen Versicherungsgrenze mit Nebenverdienst unterschieden. Seit 1.1.2016 gilt nur mehr die niedrige Grenze in Höhe der zwölffachen Zuverdienstgrenze von € 5.527,92 (Wert 2020) im Jahr (€ 460,66 pro Monat). Es wird nicht unterschieden, ob bereits Einkünfte aus anderen Quellen bezogen werden. Die Einkünfte aus allen Erwerbstätigkeiten werden zur Berechnung der Beitragsgrundlage zusammengerechnet.

  • Die Alterszuschüsse der SKE bzw. die Altersquote AKM können auf Antrag aber noch bis einschließlich 2008 aus der SVS-Beitragsgrundlage herausgerechnet werden.
  • Der Beitragszuschlag der SVS (für die Nicht-Meldung früherer Jahre) entfällt bis einschließlich 2008, wenn die Melde- bzw. Versicherungspflicht erst durch die Hinzurechnung der ‚Alttantiemen‘ ausgelöst wird
  • für selbständige Einkommen zusätzlich zu einer bereits nach GSVG versicherten Erwerbstätigkeit (Gewerbeschein) ’sofort‘.

Wichtige Hinweise:
Eine Anstellung, also ein Dienstverhältnis nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG), kann geringfügig (d. h. das Gehalt liegt unter € 460,66 pro Monat für 2020) bzw. auch sehr kurzfristig, etwa auf nur einen einzigen Tag, sein. Trotzdem gilt für die selbständigen Einkünfte des betreffenden Kalenderjahres die Versicherungsgrenze von € 5.527,92.

Tatsächlich kann nicht immer zum Jahresanfang mit Sicherheit feststehen, dass selbständige Einnahmen (abzüglich Betriebsausgaben) eine Versicherungsgrenze überschreiten werden. Sobald dies im Laufe des Jahres, spätestens aber mit der Erstellung der Einkommensteuererklärung wahrscheinlich wird, sollte die Anmeldung bei der SVS erfolgen. Der Beitragszuschlag von 9,3% wird damit vermieden, die Kosten für das ganze Jahr sind aber nachzuzahlen.

Das GSVG geht regelmäßig von einer Jahrestätigkeit aus und kennt keine Unterbrechung, auch nicht auf Grund eines (geringfügigen oder kurzfristigen) Anstellungsverhältnisses. Ab 2011 ist, wie bereits erwähnt, die zeitlich begrenzte Ruhendmeldung der selbständigen künstlerischen Erwerbstätigkeit beim KSVF möglich. Sie unterbricht die Pflichtversicherung und befreit für den Zeitraum der Erwerbslosigkeit von der Beitrags-/Zahlungspflicht an die SVS.


Mehrfachversicherung

Eine Mehrfachversicherung ist auch in der Pflichtversicherung möglich bzw. verpflichtend. Der Gesetzgeber stellt grundsätzlich auf den Gesamtjahresgewinn ab, auch wenn er aus mehreren Einkommensklassen (z. B. unselbständige und selbständige Einkünfte) stammt.


Weiterführende Informationen

Steuerinfo für Musiker*innen

In diesem Artikel findet sich Wissenswertes zum Themenbereich Steuer. Wenn nach Durchsicht noch Fragen offen bleiben, beantworten wir diese gerne persönlich.


Einkommensteuer

Selbständige Tätigkeit von Musiker*innen führt zu steuerpflichtigen Einkünften. Innerhalb eines Monats ab Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit ist dies auch dem zuständigen Wohnsitzfinanzamt bekannt zugeben. Nach erfolgter Anmeldung beim Finanzamt wird eine Steuernummer erteilt, unter der man steuerlich erfasst ist. Die steuerliche Einstufung als Künstler*in setzt das Vorliegen einer künstlerischen Begabung voraus, die bei einer abgeschlossenen künstlerischen Hochschulbildung im Allgemeinen gegeben ist.

Gewinnermittlung: Einnahmen-Ausgaben-Rechnung

Der Gewinn wird (in der Regel) mittels Einnahmen-Ausgaben-Rechnung ermittelt. Alle betrieblichen Vorgänge, die zu betrieblichen Zu- und Abflüssen im weiteren Sinne führen, sind

  • geordnet
  • vollständig
  • richtig und
  • zeitgerecht

zu erfassen.

Zufluss-Abfluss-Prinzip

Es gilt das Zufluss-Abfluss-Prinzip: Nur der tatsächliche Zahlungsfluss ist entscheidend für den Zeitpunkt der Aufzeichnungen und der Steuerwirksamkeit. Vom Zufluss-Abfluss-Prinzip ausgenommen ist die Anschaffung (Herstellung) von Anlagevermögen.

Die während des Jahres aufgezeichneten Einnahmen und Ausgaben sind am Ende des Jahres zusammenzurechnen, wobei die Betriebsausgaben gruppenweise gegliedert darzustellen sind. Einnahmen minus Ausgaben ergeben den Gewinn.

Einnahmen

  • Honorare aus der Erteilung von privatem Instrumentalunterricht
  • Honorare aus Musikaufführungen
  • Einnahmen aus Musikaufnahmen (z.B. CD-Produktionen)
  • Einnahmen aus Sponsoring
  • Veräußerung von Anlagevermögen
  • Sachverständigen-, Autor*innen- und Vortragshonorare
  • Leistungen aus der Betriebsunterbrechungsversicherung
  • Entnahmen: Wirtschaftsgüter, die aus dem Betriebsvermögen für Privatzwecke entnommen werden; auch Privatanteile (private Kfz-Nutzung etc.): Alternativ Kürzung der Ausgaben möglich
  • NICHT: Zinsenerträge, Dividendenerträge, die der 25%igen bzw 27,5%igen KESt unterliegen.

Ausgaben

Alle Aufwendungen, die durch die Tätigkeit veranlasst sind und in einem wirtschaftlichen Zusammenhang mit dieser Tätigkeit stehen; Beispiele: Arbeitszimmer (im Wohnungsverband), Proberaum.

Im Wohnungsverband gelegene Arbeitszimmer (AZ) sind dann abzugsfähig, wenn sie den Mittelpunkt der beruflichen oder betrieblichen Tätigkeit bilden. Das bedeutet, dass diese Räume unbedingt notwendig sind für die Ausübung der Tätigkeit und die Tätigkeit ausschließlich oder überwiegend in diesem Raum ausgeübt wird. Auf Grund eines Verwaltungsgerichtshofsurteils ist für den Opernsänger ein AZ infolge des regelmäßigen und dauerhaften Übens Mittelpunkt der Tätigkeit.

Konzertpianist*innen

Die berufliche Tätigkeit eines/einer Konzertpianist*in erfordert ein musikalisches Niveau, welches durch regelmäßiges Arbeiten am Instrument erreicht und gehalten werden kann. Die Tätigkeit des „Übens und Probens“ eines/einer Künstler*in erschöpft sich somit nicht im Einstudieren eines bestimmten Stücks oder Programms für ein konkretes Konzert, sondern erfordert ein regelmäßiges und dauerhaft ausgeübtes Spielen des Instruments, um die künstlerischen Fertigkeiten zu erhalten und zu steigern. Somit ist der Mittelpunkt der Tätigkeit eines Konzertpianisten an dem Ort anzunehmen, an dem er die überwiegende Zeit an seinem Instrument verbringt. Die Kosten für das Arbeitszimmer sind steuerlich absetzbar.

Orchestermusiker*innen

Diese Grundsätze sind auch auf den Fall eines/einer Orchestermusiker*in anzuwenden, zumal auch mit seiner Tätigkeit eine intensive Probentätigkeit verbunden ist.

Musiklehrer*innen

Die Vorbereitungs- und Korrekturtätigkeit eines/einer Musiklehrer*in ist nach Ansicht der Finanzbehörde mit dem Üben der Fertigkeiten eines/einer Musiker*in nicht vergleichbar. Daher keine steuerliche Anerkennung dieser Kosten. Wird das AZ im Rahmen mehrerer eng verknüpfter Tätigkeiten genützt, so ist darauf abzustellen, aus welcher Tätigkeit die überwiegenden Einnahmen stammen und ob die überwiegende Tätigkeit eine solche ist, welche ein AZ unbedingt notwendig macht. Sind Tätigkeiten nicht miteinander verknüpft, so ist jede Tätigkeit für sich hinsichtlich der Notwendigkeit und Nutzung des AZ zu beurteilen.

Abzugsfähige Aufwendungen:
Anteilige Miet- und Betriebskosten, Energiekosten (Strom, Gas, Heizung), anteilige Absetzung für Abnutzung, anteilige Finanzierungskosten, Abschreibung der Einrichtung.

Abzugsverbot:
Falls ein Arbeitszimmer nicht anerkannt wird, sind auch Einrichtungsgegenstände, die der Bewohnbarkeit dienen (z.B. Schreibtisch und Sessel, Schränke, Bücherregale, Lampen, Teppiche, Bilder usw.) steuerlich nicht abzugsfähig, auch wenn sie betrieblich genutzt werden.

Ohne Einschränkung:
Nicht unter die Einschränkungen der Arbeitszimmer-Regelung fallen im Wohnungsverband gelegene Räume, die aufgrund der Zweckbestimmung und Ausstattung von vornherein der Berufssphäre des Steuerpflichtigen zuzuordnen sind, z.B. schallgeschützte Musikproberäume.

Ausbildungs- und Umschulungskosten

Ausbildungs- und Umschulungskosten die im Zusammenhang mit der vom Steuerpflichtigen ausgeübten oder einer damit artverwandten betrieblichen oder beruflichen Tätigkeit stehen, z.B. Studium an einer Fachhochschule, Universitätslehrgänge, ordentliches Universitätsstudium. Nicht abzugsfähig sind Aufwendungen für Ausbildungen, die der privaten Lebensführung dienen (z.B. Persönlichkeitsentwicklung, Sport, Esoterik, B-Führerschein). Zu den abzugsfähigen Kosten zählen: Kurskosten, Kosten für Lehrbehelfe, Fahrtkosten und Nächtigungskosten.

Beratungskosten
  • Steuerberatung, Buchführung, Lohnverrechnung
  • Anwalts- und Prozesskosten
Berufsfortbildung (Seminare)

Verbesserung bisheriger beruflicher Kenntnisse und Fähigkeiten (= Fortbildung):
Seminare, Studiengebühren (eventuell Rückerstattung bei Überschreitung der 14-fachen Geringfügigkeitsgrenze) etc.: wenn überwiegend betriebliche Veranlassung.

Berufskleidung

Kritische Beurteilung, sehr eingeschränkt, daher Vermerk für welche Aufführung und Einkauf bei speziellen Bühnenbedarfsgeschäften vor allem bei Schminkutensilien wie z.B. Bühnen-Make-up.

Betriebliche Versicherungen
  • Haftpflicht
  • Rechtsschutz
  • Instrumentenversicherung
  • Büroversicherung (Elementarschäden)
  • Betriebsunterbrechungsversicherung
Betriebssteuern
  • Grundsteuer für ein Betriebsgrundstück
  • KFZ-Steuer für ein Betriebsfahrzeug
Bewirtungsspesen
  • zur Gänze abzugsfähig: z.B. Schulung von Mitarbeitern
  • zu 50% abzugsfähig: Essen mit Geschäftspartnern zur Geschäftsanbahnung
  • nicht abzugsfähig: z.B. Bewirtung bei persönlichem Anlass (Geburtstag)
Diverses Material

Noten, Sonstiges zur Instandhaltung der Instrumente wie z.B. Saiten.

EDV-Kosten

Laufende Software-Lizenzen, Internet-kosten etc.; Investitionen

Fachliteratur

Konkreter Bezug zur Tätigkeit des/der Musiker*in (Zeitschriften, Bücher, CD-ROM, Tonband, DVD).

Finanzierungskosten
  • Zinsen für Verbindlichkeiten des Betriebsvermögens
  • Kursdifferenzen bei Fremdwährungskrediten (erst bei Rückzahlung bzw. bei Konvertierung in Euro)
Gewinnfreibetrag

Der Gewinnfreibetrag gilt für alle betrieblichen Einkunfts- und Gewinnermittlungsarten (also sowohl für Einnahmen-Ausgaben-Rechner als auch für Bilanzierer*innen).

13% – maximal € 22.750 p.a.

Durch diese Begünstigung können Unternehmer*innen bis zu 13% ihres Gewinnes einkommensteuerfrei stellen. Für Gewinne über € 175.000 sind nur mehr 7% bzw. 4,5% als Gewinnfreibetrag möglich.

Der Gewinnfreibetrag besteht aus zwei Teilen:

Gewinne bis € 30.000

Für Gewinne bis € 30.000 steht der 13%ige Gewinnfreibetrag unabhängig von allfälligen Investitionen zu. Dieser sogenannte „Grundfreibetrag“ beträgt somit maximal € 3.900.

Gewinne über € 30.000

Soll der Gewinnfreibetrag auch für Gewinne über € 30.000 beansprucht werden, müssen entsprechende Investitionen in begünstigte Wirtschaftsgüter nachgewiesen werden. Dieser Teil des Gewinnfreibetrages wird als „investitions-bedingter Gewinnfreibetrag“ bezeichnet.

Als begünstigte Investitionen gelten neue abnutzbare körperliche Anlagen mit einer Nutzungsdauer von mindestens vier Jahren (z.B. Instrumente, Betriebs- und Geschäftsausstattung, EDV etc.). Nicht begünstigt sind PKWs, sofort abgesetzte geringwertige Wirtschaftsgüter sowie gebrauchte Anlagen.

Als begünstigte Investitionen gelten auch die Anschaffungen von Wohnbauanleihen, die mindestens vier Jahre lang behalten werden müssen. Der Kauf aus-reichender Wertpapiere rechtzeitig vor Jahresende ist daher die einfachste Möglichkeit, um bei Gewinnen über € 30.000 die Inanspruchnahme des investitionsbedingten Gewinnfreibetrages zu sichern.

Wird die Behaltefrist von 4 Jahren nicht eingehalten, ist der geltend gemachte Freibetrag nachträglich zu versteuern. Die Nachversteuerung der Wertpapiere unterbleibt, wenn an Ihrer Stelle begünstigtes Anlagevermögen gekauft wird.

Es ist daher empfehlenswert gegen Ende des Kalenderjahres den Gewinn für das jeweilige Jahr hochzurechnen, um den Freibetrag im höchstmöglichen Ausmaß geltend machen zu können.

Instandhaltungskosten

Reparaturen von Instrumenten, etc.

TIPP: Der Gewinnfreibetrag reduziert auch die Bemessungsgrundlage für die Sozialversicherung.

Investitionen in Anlagevermögen
  • Vermögen, das dem Betrieb länger als ein Jahr dienen soll
  • Anlagenverzeichnis: Abschreibung (AfA) verteilt über die voraussichtliche Nutzungsdauer
  • Alternative: Leasing (inkl. Finanzierungskosten
  • geringwertige Wirtschaftsgüter (bis € 800 netto) sofort abschreibbar

Beispiele für Investitionen:

  • Anschaffung Wohnung für Musikunterricht/Proberaum (Grundanteil nicht abschreibbar)
  • Adaptierung der Räumlichkeiten (Großreparatur), auch bei gemieteten Räumen
  • Kfz (falls nicht geleast; über 50% betrieblich genutzt): 8 Jahre Nutzungsdauer
  • Ausnahme: Klein LKW und Kleinbusse
Kfz-Kosten

Luxusgrenze € 40.000 Neupreis inkl. Umsatzsteuer und Normverbrauchsabgabe

  • Leasing bzw. Miete oder
  • Abschreibung (8 Jahre; siehe Investitionen)
  • Versicherung, Betriebskosten, Reparaturen (auch nach Unfall)

Oder: bei unter 50% betrieblicher Nutzung: Kfz im Privatvermögen – Aufwendungen in tatsächlicher Höhe als Betriebsausgabe oder KM-Geld € 0,42/km für max. 30.000 km/Jahr, Fahrtenbuch über die beruflich und privat gefahrenen Kilometer erforderlich (Datum, Zeit, Fahrt, Km-Stand, gefahrene Kilometer, Zweck).

Kopierkosten
Mietaufwand

Gerätemiete (Leasing), Instrumentenmiete.

Personalkosten (für beschäftigte Mitarbeiter*innen)
  • Löhne und Gehälter
  • Sozialabgaben
  • Kommunalsteuer 3%, Dienstgeberbeitrag 4,5%
  • Abfertigungsvorsorge (1,53% Beitrag zur Mitarbeiter*innen-Vorsorgekasse)
  • Sonstiger Personalaufwand
Pflichtbeiträge Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA)

Pensionsversicherung, Krankenversicherung, Unfallversicherung und Selbsständigenvorsorge.

Provisionen

Sofern die Zahlung betrieblich veranlasst ist. Die Höhe der Zahlungen ist nachzuweisen.

Reisekosten
  • Fahrtkosten: Taxi, Bahn, Bus, etc.
  • Bei Entfernung über 25 km: Tagesdiäten für Verpflegung (innerhalb Österreichs € 26,40 pro Tag)
  • Nächtigung: Hotelrechnung oder Diätenpauschale (innerhalb Österreichs € 15 pro Nacht)
  • Auslandsdiäten für Verpflegung und Nächtigung lt. Liste des Finanzministeriums)
Spenden

Im Rahmen der Spendenbegünstigung können Privatpersonen (Sonderausgaben) sowie Unternehmen (betrieblicher Bereich) Spenden im Ausmaß von bis zu 10% des Einkommens bzw. Gewinnes des laufenden Wirtschaftsjahres steuerlich absetzen. Voraussetzung ist, dass die Spenden an begünstigte Spendenorganisationen geleistet werden, die in einer von der Finanz geführten Liste aufscheinen (siehe aktuelle Spendenliste auf der BMF-Homepage unter www.bmf.gv.at).

Spenden im Bereich der Sonderausgaben werden seit 2017 automatisch durch die begünstigten Organisationen an das Finanzamt gemeldet. Dazu ist die Bekanntgabe des vollständigen Namens (lt. Meldezettel) sowie des Geburtsdatums an den/die Spendenempfänger*in erforderlich.

Hinweis: Die automatische Übermittlung der Spendenbeträge durch den/die Spendenempfänger*in betrifft nicht den betrieblichen Bereich.

Sponsorzahlungen

Schriftlicher Vertrag, tatsächliche Werbewirkung (Aufschrift des Sponsornamens), Sportvereine, kulturelle Veranstaltungen.

Strafen

Nicht abzugsfähig!

Telefonkosten & Postgebühren
Werbung

Die Kosten der betrieblich veranlassten Werbung sind abzugsfähig; z.B. Inserate in Zeitschriften.

Aufzeichnungspflichten

  • Erfassung der Betriebseinahmen/Betriebsausgaben, Vereinfachung bei Inanspruchnahme einer Form der Pauschalierung
  • Wareneingangsbuch, wenn auch Handelswaren verkauft werden
  • Anlagenverzeichnis
  • Lohnkonten, wenn Dienstnehmer beschäftigt werden

Registrierkassenpflicht

Bei Überschreitung der beiden Grenzen:

  • Jahresumsatz über € 15.000 und
  • Barumsätze über € 7.500, wobei hierbei auch Bankomatkarten- und Kreditkartenzahlungen miteinbezogen werden

Die einfachste Lösung, diese Verpflichtung zu vermeiden, ist demnach die Überweisung der Einnahmen auf das Bankkonto. Weitere Informationen zur Registrierkassenpflicht finden Sie auf www.hfp.at bzw. auf der Homepage des BMF www.bmf.gv.at.

Manipulationsschutz und Registrierung

Die Registrierkasse muss mit einer Sicherheitseinrichtung zum Schutz vor Manipulation ausgestattet sein. Diesbezüglich ist außerdem eine Registrierung beim Finanzamt durchzuführen.

Betriebsausgabenpauschalierung

Wenn der Vorjahresumsatz unter € 220.000 liegt und keine freiwilligen Bücher geführt werden.

  • für Instrumentallehrer*innen 6% der Umsätze, max. € 13.200 p.a. (per annum = pro Jahr)
  • für Künstler*innen 12% der Umsätze, max. € 26.400 p.a.

zuzüglich:

  • Personalkosten inkl. Lohnnebenkosten
  • Subprovisionen/-honorare (nicht jedoch an Schreibkräfte)
  • Sozialversicherungsbeiträge (Beiträge zur Pflichtversicherung)

ACHTUNG: Es ist bei der Betriebsausgabenpauschalierung nur der Grundfreibetrag von € 3.900 (nicht aber der investitionsbegünstigte Gewinnfreibetrag) möglich. Daher ist ein eventuell „freiwilliger“ Umstieg auf den Ansatz von tatsächlichen Betriebsausgaben zu überlegen!

Künstler*innen-pauschalierung

Teilpauschalierung der Betriebsausgaben 12% der Umsätze, max. € 8.725 p.a.

im Pauschale enthalten sind:

  • Aufwendungen für übliche technische Hilfsmittel (insbesondere Computer, CDs und DVDs inklusive der Aufnahme- und Abspielgeräte)
  • Aufwendungen für Telefon und Büromaterial
  • Aufwendungen für Fachliteratur und Eintrittsgelder
  • betrieblich veranlasste Aufwendungen für Kleidung, Kosmetika und sonstige Aufwendungen für das äußere Erscheinungsbild
  • Mehraufwendungen für die Verpflegung (Tagesgelder im Sinne des § 4 Abs. 5 in Verbindung mit § 26 Z 4 des Einkommensteuergesetzes 1988),
  • Ausgaben für im Wohnungsverband gelegene Räume (insbes. Arbeitszimmer, Atelier, Tonstudio, Proberäume)
  • Ausgaben anlässlich der Bewirtung von Geschäftspartnern üblicherweise nicht belegbare Betriebsausgaben

zuzüglich möglich:

  • Aus- und Fortbildungskosten
  • Aufwendungen für Musikinstrumente
  • Betrieblich veranlasste Fahrtkosten wie z.B. KFZ-Kosten, Nächtigungskosten
  • Vermittlungsprovisionen
  • Werbung
  • Rechts- und Beratungskosten
  • Personalkosten inkl. Lohnnebenkosten
  • Material für die Herstellung von Kunstwerken
  • Sozialversicherungsbeiträge
  • Grundfreibetrag, max. € 3.900
  • Vorsteuer auf Betriebsausgabenpauschale: 12% des Betriebsausgabenpauschales, max € 1.047 bei nicht USt-pflichtigen Umsätzen (z.B.: Kleinunternehmer)

Werbungskostenpauschale für angestellte Musiker*innen

5% der Bemessungsgrundlage, max. € 2.628 p.a.
Bemessungsgrundlage sind die Bruttobezüge abzüglich der steuerfreien Bezüge und der sonstigen Bezüge.
Diese Pauschale gilt nicht für Musiklehrer*innen!

Pendlerförderung

Die Kosten der Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte sind grundsätzlich durch den Verkehrsabsetzbetrag abgegolten, der allen aktiven Arbeitnehmer*innen unabhängig von den tatsächlichen Kosten zusteht. Ein (zusätzliches) kleines oder großes Pendlerpauschale kann in Form von Werbungskosten berücksichtigt werden, wenn:

  • die einfache Wegstrecke 20 km übersteigt und die Benützung von Massenverkehrsmitteln zumutbar ist (kleines Pendlerpauschale) oder
  • die einfache Wegstrecke 2 km übersteigt und kein Massenverkehrsmittel zumutbar ist bzw. bei einer Behinderung wie z.B. Blindheit (großes Pendlerpauschale)

Das Pendlerpauschale steht auch Teilzeitkräften, die nur an einem oder zwei Tagen pro Woche zur Arbeitsstätte fahren, aliquot zu.

Pendlereuro

Pendlereuro iHv € 2 p.a./km der einfachen Fahrtstrecke zwischen Wohnung und Arbeitsstätte unter der Voraussetzung, dass Anspruch auf ein Pendlerpauschale besteht.

Ob das Pendlerpauschale und der Pendlereuro zusteht, ist zwingend mit dem neuen Pendlerrechner zu ermitteln. Den Rechner finden Sie auf der Home-page des BMF (Bundesminsterium für Finanzen) unter:
https://pendlerrechner.bmf.gv.at/pendlerrechner/

Weitere Möglichkeiten:
Jobticket – Pendlerzuschlag

Sonderausgaben

Sonderausgaben-Topf (auslaufend bis 2020)

  • nur für vor dem 1.1.2016 bestehende Verträge anwendbar
  • € 2.920 pro Steuerpflichtigem
  • + € 2.920 wenn Partner-Einkünfte max. € 6.000 p.a.
  • mit 25% absetzbar, Einkommen unter € 60.000 p.a., Einschleifregelung ab € 36.400 p.a.
  • Versicherungsprämien: Kranken-, Unfall-, Pensionszusatzversicherungen (keine Versicherungsverträge auf den Erlebensfall)
  • Wohnraumschaffung, -sanierung

Renten, dauernde Lasten

  • Nachkauf von Versicherungszeiten: Schul- und Studienzeiten
  • übrige
  • Kirchensteuer: max. € 400 p.a.
  • Steuerberatungskosten (soweit nicht bereits als Betriebsausgabe)
  • Spenden (soweit nicht bereits als Betriebsausgabe)
  • Verlustabzug bzw. Verlustvortrag

Automatische Meldung

Bestimmte Sonderausgaben werden seit dem 1.1.2017 direkt an das Finanzamt gemeldet und sind nur im Falle der korrekten Meldung steuerlich absetzbar. Darunter fallen:

  • Kirchensteuer
  • Spenden
  • Nachkauf von Versicherungszeiten

TIPP:
Um die steuerliche Absetzbarkeit zu gewährleisten sind bei der Überweisung der Spende der Vor- und Zuname sowie das Geburtsdatum des/der Spender*in unbedingt anzugeben.

Verlustabzug bzw. Verlustvortrag

Auch für Einnahmen-Ausgaben-Rechner ist es möglich, die steuerlichen Verluste unbegrenzt vorzutragen und mit künftigen Gewinnen zu verrechnen.

Außergewöhnliche Belastung

  • außergewöhnlich
  • zwangsläufig
  • wesentliche Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit

Selbstbehalt je nach Einkommen zwischen 6% und 12%

  • Krankheitskosten (z.B. Zahnarzt, Kur, Krankenhauskosten)
  • Begräbniskosten (soweit nicht im Nachlass gedeckt)

Die von der Einkommenshöhe abhängigen Selbstbehalte vermindern sich um je einen Prozentpunkt bei Zustehen des Alleinverdiener- bzw Alleinerzieherabsetzbetrages sowie bei jedem unterhaltsberechtigtem Kind.

Ohne Selbstbehalt

  • Aufwendungen zur Beseitigung von Katastrophenschäden
  • Kosten einer auswärtigen Berufsausbildung eines Kindes (€ 110 pm)
  • körperliche oder geistige Behinderung (Behinderungsgrad > 25%)
  • Unterhaltsleistungen nur insoweit, als sie zur Deckung von Aufwendungen gewährt werden, die beim Unterhaltsberechtigten selbst eine außer-gewöhnliche Belastung darstellen würden.

Steuererklärungspflicht / Veranlagungsfreibetrag

Der/die Steuerpflichtige hat eine Steuererklärung für das abgelaufene Kalenderjahr abzugeben, wenn

  • das Finanzamt dazu auffordert oder
  • der Gewinn bei ausschließlich selbständiger Tätigkeit mehr als € 11.000 p.a. beträgt oder
  • neben selbständiger Tätigkeit auch lohnsteuerpflichtige Einkünfte vorliegen und das Einkommen mehr als € 12.000 p.a. beträgt.

Wird die betriebliche Tätigkeit neben einer unselbstständigen Tätigkeit ausgeübt, ist eine Einkommensteuerveranlagung durchzuführen, wenn der Gewinn € 730 p.a. übersteigt, ansonsten ist allenfalls eine Arbeitnehmerveranlagung durchzuführen. Zwischen € 730 und

€ 1.460 p.a., steht der Veranlagungsfreibetrag („Einschleifregelung“) anteilig zu.

Sonderbestimmung für Künstler*innen: Antrag auf Verteilung der positiven Einkünfte auf die letzten 3 Kalenderjahre (Steuerrücktrag). Dies ist sinnvoll, wenn erstmals höhere Einkünfte erzielt werden.

Einnahmen im Ausland

Doppelbesteuerungsabkommen

Damit es zu keiner Doppelbesteuerung kommt, gibt es mit vielen Staaten ein Doppelbesteuerungsabkommen. Folgende zwei Methoden der Besteuerung werden dort geregelt:

  1. Befreiungsmethode
    Befreiung in Österreich, jedoch Berücksichtigung beim Steuersatz (Progressionsvorbehalt).
  • z.B. Besteuerung in Deutschland, Frankreich, Spanien
  1. Anrechnungsmethode
    Einbeziehung der ausländischen Einkünfte beim österreichischen Einkommen und Anrechnung der ausländischen Abzugssteuer
  • z.B. Großbritannien, Italien

Einkommensteuertarife

Das steuerpflichtige Einkommen unterliegt folgendem Tarif:

  Einkommen EUR Grenzsteuersatz in %
bis 11.000 0
über 11.000 bis 18.000 25
über 18.000 bis 31.000 35
über 31.000 bis 60.000 42
über 60.000 bis 90.000 48
über 0.000 bis 1 Mio 50
über 1 Mio 55

Umsatzsteuer

Künstler*innen – 13% USt

Die Umsätze aus der selbständig ausgeübten Tätigkeit als Künstler*in unterliegen dem begünstigten Steuersatz von 13%.

Instrumentallehrer*innen – 20% USt

Die Umsätze aus der selbständig ausgeübten Tätigkeit des/der Instrumentallehrer*in (kein Dienstverhältnis) unterliegen dem Normalsteuersatz von 20%. Das bedeutet, dass die Leistungen mit Umsatzsteuer in Rechnung gestellt werden. Diese muss bis zum 15. des zweitfolgenden Monats (nach dem Zufließen) an das Finanzamt abgeführt werden. Andererseits können bei sämtlichen Ausgaben, insbesondere bei Investitionen, die im Kaufpreis enthaltene Vorsteuer vom Finanzamt zurückgefordert werden (Gegenverrechnung mit Umsatzsteuerschuld).

Kleinunternehmerregelung

Wenn die Umsätze € 35.000 p.a. netto nicht übersteigen (einmalige Überschreitung um 15% innerhalb von 5 Kalenderjahren ist unbeachtlich), so können die Umsätze unecht steuerbefreit behandelt werden (Kleinunternehmerregelung), d.h. in diesem Fall darf bei den Leistungen keine Umsatzsteuer in Rechnung gestellt werden, jedoch steht für Investitionen und sonstige Ausgaben auch kein Vorsteuerabzug zu. Es ist jedoch möglich, durch Abgabe eines Antrages zur Regelbesteuerung zu optieren, um den Vorsteuerabzug zu erhalten (nur sinnvoll, wenn Leistungen großteils an vorteuerabzugsberechtigte Unternehmen erbracht werden oder die Vorsteuern höher sind als die auf die Leistungen entfallende Umsatzsteuer). Eine solche Option zur Umsatzsteuerpflicht bindet jedoch für fünf Kalenderjahre und kann erst nach Ablauf dieser Frist widerrufen werden (dies muss dem Finanzamt bis spätestens 31.01. des betreffenden Jahres mitgeteilt werden).

Umsatzsteuerpauschalierung

Wenn der Vorjahresumsatz nicht mehr als € 220.000 betragen hat, können anstelle der tatsächlich angefallenen Vorsteuern 1,8% der Umsätze aus selbständiger Tätigkeit als Vorsteuerpauschale, höchstens jedoch € 3.960 ab-gezogen werden.

Zusätzlich können noch Vorsteuern geltend gemacht werden für:

  • abnutzbare Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten größer als € 1.100
  • Waren für den Wiederverkauf (z.B. CDs, DVDs)
  • Fremdlöhne (z.B. Substitutionshonorare)

Wenn die Künstler*innenpauschalierung bei den Ausgaben in Anspruch genommen wurde, dann können 12% des Betriebsausgabenpauschales als Vorsteuerpauschale, jedoch höchstens € 1.047 neben den nicht abpauschalisierten Vorsteuerbeträgen (siehe Auflistung Seite 8) in Anspruch genommen werden.

Um bei Musikschulen die unechte Umsatzsteuerbefreiung zu erhalten, müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

  • Vermittlung von Kenntnissen der allgemeinbildenden bzw. berufsausbildenden Art (Berufsfortbildung)
  • Nachweis, dass eine einer öffentlichen Schule vergleichbare Tätigkeit ausgeübt wird (Lehrplan)
  • Organisatorische Voraussetzungen, wie Schulräume, Lehrkörper, Sekretariat, über einen längeren Zeitraum feststehendes Lehrpersonal, Unterricht einer Mehrzahl gleichzeitig anwesender Schüler*innen, Unterricht nicht nur in einem bloß wenige Wochen dauernden Kurs, etc.

Sollte eine Musikschule die (unechte) Umsatzsteuerbefreiung bekommen, weil sie die obigen Kriterien erfüllt, so sind auch die Umsätze von selbständig tätigen Privatlehrern, die an dieser umsatzsteuerbefreiten Musikschule unterrichten, von der Umsatzsteuer befreit.


Rechnungsmerkmale

Die 11 erforderlichen Rechnungsmerkmale gemäß § 11 UStG

Rechnungen bis EUR 400 (inkl. USt)

  1. Name und Anschrift des/der Leistenden (Liefernden)
  2. Beschreibung der Leistung (Art und Umfang)
  3. Tag bzw. Zeitraum der Leistung
  4. Engelt für die Leistung/Lieferung (brutto inkl. USt)
  5. Steuersatz bzw. Hinweis auf Befreiung oder Übergang der Steuerschuld
  6. Ausstellungsdatum

Rechnungen über EUR 400 (inkl. USt.) zusätzlich

  1. Name und Anschrift des/der Empfänger*in
  2. Steuerbetrag (und Nettoentgelt)
  3. UID-Nr des/der Leistenden
  4. Fortlaufende Rechnungsnummer

Rechnungen über EUR 10.000 (inkl. USt) zusätzlich.

  1. UID-Nummer des/der Empfänger*in

Ein Gastbeitrag HFP Steuerberatungs GmbH. Die Inhalte sind mit freundlicher Genehmigung der Broschüre Steuerinfo für Musiker*innen entnommen.

Aktuell: COVID-19* Übersicht zu, Kurzarbeit, Härtefall-Fonds, Hilfs-Fonds, weitere Hilfsmaßnahmen


Weiterführende Informationen

  • Einführende Informationen zu Steuerfragen erhält man im Rahmen von Beratung und Workshops von mica – music austria.
  • Steirer, Mika & Comp. Wirtschaftstreuhand GmbH stellt auf der Website Basisinformationen und Steuertipps zur Verfügung.
  • Persönliche Beratung durch Steuerfachleute wird vom Österreichischen Komponistenbund und von der Musikergilde im Rahmen ihres Mitgliederservices angeboten.

Registrierkassenpflicht

In diesem Artikel findet sich Wissenswertes zur Registrierkassenpflicht. Wenn nach Durchsicht noch Fragen offen bleiben, beantworten wir diese gerne persönlich.


Allgemeines

Seit 1.1.2016 gilt für österreichische Unternehmer mit einem Jahresumsatz über € 15.000.- und Barumsätzen über € 7.500.- die Registrierkassenpflicht.


Weiterführende Informationen

Mindesthonorarempfehlungen für den Musikbereich in Österreich

Mindesthonorarempfehlungen für den Musikbereich in Österreich der IG FREIE MUSIKSCHAFFENDE (IGFM), der MUSIKERGILDE, des ÖSTERREICHISCHEN GEWERKSCHAFTSBUNDES/YOUNION und des ÖSTERREICHISCHEN KOMPONISTENBUNDES (ÖKB).

English Version

In Teilbereichen des Musiklebens existieren kollektivvertragliche Regelungen. So haben etwa die großen Orchester in den Bundesländern, aber auch das Staatsopernorchester oder die Vereinigten Bühnen Kollektivverträge. Auch der Veranstalterverband hat mit dem Österreichischen Gewerkschaftsbund/younion einen Kollektivvertrag für seine Mitglieder abgeschlossen.

Für die freischaffenden Komponist*innen und Musiker*innen haben die jeweiligen Interessenvertretungen Mindesthonorarempfehlungen entwickelt. Diese sind unverbindlich und unterliegen somit nicht dem Kartellrecht.

In Österreich gibt es mehrere Berufsverbände die Mindesthonorarempfehlungen herausgeben, unter anderem den Österreichischen Komponistenbund (ÖKB) und die Musikergilde. In die Entwicklung dieser Richtlinien ist auch der Österreichische Gewerkschaftsbund/younion involviert.

Im Sommer 2020 hat sich die IG Freie Musikschaffende gegründet, die speziell für den freien Orchesterbereich und den freien Instrumentalunterricht Empfehlungen entwickelt hat.


Mindesthonorare für Kompositionen

Die Empfehlungen für Mindesthonorare für Kompositionen wurden vom Österreichischen Komponistenbund (ÖKB) und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund/younion gemeinsam entwickelt.

Richtsätze in Euro        
Zahl der Ausführenden bzw. Einzelstimmen

Dauer der Komposition:

bis zu zehn Minuten

Dauer der Komposition:

10-20 Minuten

Dauer der Komposition:

20-30 Minuten

Dauer der Komposition:

abendfüllend

1-2 ab 1.845,- ab 2.460,- ab 3.075,- x
3-9 ab 2.460,- ab 3.075,- ab 3.690,- ab 9.840,-
10-19 ab 3.690,- ab 4.305,- ab 4.920,- ab 12.300,-
20 und mehr ab 4.305,- ab 4.920,- ab 5.535,- ab 14.760,-
Musiktheater     ab 9.840,- ab18.450.-
Große Häuser     ab 12.300,- ab 24.600,-

 

Mindesthonorare für Live-Auftritte

Die Musikergilde ist eine gemeinnützige Organisation aktiver Musiker*innen und die größte Interessenvertretung für freiberuflich Musikschaffende in Österreich.

Sie empfiehlt folgende Mindesthonorare für Auftritte von Ensembles und Bands, deren Mitglieder solistisch agieren, wie etwa eine vierköpfige Band im Popbereich oder kleine klassische Ensembles. Die niedrigste empfohlene Gage – für einen regionalen Act – beträgt pro Person 350 Euro. Für Solo-Honorare im eigentlichen Sinn gibt es keine Empfehlungen, sie unterliegen der freien Vereinbarung.

  • Konzert internationaler Act: 750,- Euro
  • Konzert nationaler Act: 550,- Euro
  • Konzert regionaler Act: 350,- Euro
  • Playbackauftritt Hörfunk: 450,- Euro
  • Playbackauftritt Fernsehen: 750,- Euro
  • Probenhonorar
    – 1 Tag (max. 8 Stunden): 50% der Abendgage
    – Sonn- und Feiertagszuschlag: 50% der Abendgage
  • Leistungsschutzrechte für Konzertmitschnitte: 1 Abendgage
  • Fernseh-Aufzeichnung/Übertragung: 2 Abendgagen
  • Bild/Tonträgermitschnitt: 1 Abendgage

Tipp: Mindesthonorarempfehlungen Tonträger, Werbung u.a.
Weitere Mindesthonorarempfehlungen der Musikergilde wie etwa für Tonträger und Werbung finden sich auf:
https://www.musikergilde.at/de/beratung/tontraeger.html
https://www.musikergilde.at/de/beratung/werbung.html
https://www.musikergilde.at/de/beratung/sonstige.html

Mindesthonorare für freie Orchesterprojekte und für Musikunterricht

Im Sommer 2020 hat sich die Interessengemeinschaft Freie Musikschaffende (IGFM) gegründet, die speziell für den freien Orchesterbereich und den freien Instrumentalunterricht Empfehlungen entwickelt hat.

Die IGFM empfiehlt, angelehnt an die Ergebnisse ihrer Berechnung dem Vorbild eines österreichischen Orchester-Kollektivvertrags zu folgen. Diese Honoraruntergrenzen sind alle 2 Jahre an die Inflation anzupassen. Die Empfehlungen orientieren sich am Dienstsystem. Ein Dienst umfasst üblicherweise 3 Stunden mit einer Pause dazwischen.

Die IGFM empfiehlt für freie Orchesterprojekte:

  • eine Honoraruntergrenze von 94,16 Euro pro Probedienst
  • eine Honoraruntergrenze von 188,32 Euro pro Konzertdienst

Die IGFM empfehlt für den Instrumental- und Gesangsunterricht Honorare von ca. 60 Euro brutto/Stunde für den freien Musikunterricht. Dieses Honorar sollte je nach persönlicher Situation entsprechend angepasst werden.


Kollektivvertrag für Musiker*innen

Dieser Kollektivvertrag wurde zwischen dem Österreichischen Veranstalterverband und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, younion – die Daseinsgewerkschaft abgeschlossen. Sie gilt, wenn ein Mitglied des Veranstalterverbands Musiker*innen engagiert.

Kollektivvertrag für Musiker ab 01. Mai 2019 (Gehaltstabelle)
Anlage A/1 zu § 32 des Musikerkollektivvertrages.

Musikerkollektivvertrag        
  täglich viermal wöchentlich dreimal wöchentlich zweimal wöchentlich
Bei einer Arbeitszeit bis zu 4 Stunden pro Arbeitstag € 1.282,92 € 942,63 € 792,07 € 556,21
Bei einer Arbeitszeit bis zu 5 Stunden pro Arbeitstag € 1.489,10 €1.069,85 €911,09 €628,84
Bei einer Arbeitszeit bis zu 6 Stunden pro Arbeitstag € 1.624,00 €1.165,33 €987,90 €692,13

Für die sogenannte ambulante Dienstleistung, die nur einmal wöchentlich erfolgt, sind 37 Euro brutto pro Arbeitsstunde bis zu 6 Stunden vorgesehen, bei längerer Arbeitszeit 30,70 Euro brutto.


Mindestlohn in Österreich im Kollektivvertragsbereich

In Österreich gibt es keinen gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn. Allerdings sind 99% der Arbeitnehmer*innen von Kollektivverträgen erfasst und haben somit Anspruch auf einen Mindestlohn. WKO und ÖGB haben sich auf einen Mindestlohn von 1.500 Euro in den meisten Kollektivverträgen geeinigt.

Die Gesamtkosten für die Dienstgeberseite betragen bei einem Bruttogehalt von 1.500 Euro welches 14mal pro Jahr ausgezahlt wird ca. 27.300 Euro (je nach Bundesland).

Zum Vergleich: In Deutschland ist der Mindestlohn in einem Gesetz geregelt und beträgt ab 2020 brutto 9,35 Euro/Stunde. Es besteht Anspruch auf Urlaub und Entgeltfortzahlung bei Krankheit.

Weiterführende Links

Österreich

Die Honoraruntergrenzen der IG Freie Theaterarbeit werden bereits in Teilbereichen der Förderung der darstellenden Kunst der MA7 Wien angewandt.

Die Interessengemeinschaft Bildende Kunst gibt Honorarempfehlungen für Ausstellungen heraus.

Die IG Autorinnen Autoren empfiehlt Mindesthonorare bei Lesungen und Diskussionen

Empfohlene Honorarsätze des Verbands der KulturvermittlerInnen im Museums- und Ausstellungswesen (Stand 2018)

Die Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten bietet ein Kalkulationsprogramm an.

Auch die Interessenvertretung designaustria stellt einen Honorarrechner als Kalkulationshilfe zur Verfügung.

Die IG Kultur hat vor einigen Jahren eine Gehaltstabelle und Honorarempfehlungen für den Bereich der Kulturinitiativen entwickelt.

International

Der Deutsche Orchesterverband gibt Honorarempfehlungen für den freien Orchester/Chorbereich sowohl für Ensemblemitglieder als auch für solistisch tätige MusikerInnen heraus.

Die Initiative art but fair setzt sich für faire Arbeitsbedingungen sowie angemessene Gagen in den Darstellenden Künsten und der Musik ein und listet Best-Practice-Modelle auf.

Die Veröffentlichung dieser Informationen erfolgt mit freundlicher Genehmigung von:
IG Freie Musikschaffende (IGFM)
Musikergilde
Österreichischer Gewerkschaftsbund/younion
Österreichischer Komponistenbund (ÖKB)

 

Stand: 30.09.2020