Promotion & Selbstvermarktung

Tipps für die Selbstpräsentation

Wissenswertes zum Themenbereich Promotion & Selbstvermarktung: Marketing, Musikmarketing und Selbstmarketing. Was versteht man unter USP, Alleinstellungsmerkmal und Künstlerimage? Wie funktioniert Musikpromotion? Wie kann ich meine Musik promoten? Wie schreibt man einen guten Pressetext? Wo finde ich Pressekontakte, Musikpromoter, Ansprechpartner von Musikredaktionen, Musikredakteure und Musikredakteurinnen, Musikjournalistinnen und Musikjournalisten in Österreich? Wenn nach Durchsicht noch Fragen offen bleiben, beantworten wir diese gerne persönlich.

Allgemeines zur Selbstpräsentation

Vorweg sei gesagt, dass es keine allgemein gültigen Regeln gibt, wie eine erfolgreiche Präsentation einer CD, von Künstlerinnen und Künstlern oder eines Labels jeglichen Genres aussehen sollte. Zu unterschiedlich sind die zu vermittelnden Inhalte und die adressierten Ansprechpartnerinnen- und Partner. Es gibt aber einige Punkte, die man bei einer Präsentation zumindest bedenken sollte.
Der Erste Eindruck

Fast alle Journalistinnen und Journalisten, Veranstalterinnen und Veranstalter oder Labels bekommen derart viele Anfragen, dass sie sich nicht die Zeit nehmen (können), sich ausreichend mit jeder Anfrage zu beschäftigen. Sie entscheiden daher oftmals schon in einer Vorauswahl, mit welchen Themen sie sich ernsthaft auseinandersetzen wollen. Diese Auswahl wird meist rasch und intuitiv getroffen, dafür ist nur der erste Eindruck, der vermittelt wird, entscheidend.

Es ist daher sinnvoll, Zeit in die Form und Gestaltung der Präsentation zu verwenden, nicht bloß Fakten sind relevant, auch deren optische Aufbereitung ist wichtig. Das gilt sowohl für das Cover eines etwaigen beigelegten Tonträgers (mit Filzstift beschriftete CD-Rohlinge sind nicht das Non Plus Ultra), als auch für die beigelegten Infotexte.

Adressat

Zunächst sollte man sich klar machen, welche Inhalte man vermitteln möchte, und wen man damit ansprechen will, danach kann man sich über die Art der Vermittlung Gedanken machen. Präsentationen mit dem Fokus z. B.: „Ich bin ein extrem gut ausgebildeter Kontrabassist und suche ein Ensemble“ oder als konträres Beispiel – „Wir sind eine Punkband und suchen ein Label, das uns jeglichen kreativen Freiraum lässt“ – verlangen auch nach entsprechend unterschiedlicher Aufmachung. Also: welche Informationen will ich vermitteln? Wer ist mein Gegenüber? Welche Informationen sind für ihn/sie relevant? Eine Präsentation als Musikschaffende/r sollte nicht einem üblichen Bewerbungsschreiben inkl. CV gleichen.
Alleinstellungsmerkmal

Tausende Bands suchen Labels, tausende Musikerinnen und Musiker suchen Auftrittsmöglichkeiten – warum sollte gerade meine Anfrage angenommen werden? Antworten darauf – also Alleinstellungsmerkmale – suchen und im Text hervorheben.
Relevante Inhalte und Texte

Die Infotexte sollten kompakt und möglichst gut geschrieben sein, schließlich werden diese von Journalistinnen und Journalisten oder Veranstalterinnen und Veranstaltern oftmals für deren Texte weiterverwendet.

Inhalte, die relevant sein könnten: Musikalische Ausbildung (nicht in allen Genres und nur in relevantem Ausmaß. Keiner möchte vom Blockflötenkurs in der Volkschule lesen, wenn man inzwischen als Pop-Sänger eine Bookingagentur sucht …). Beschreibung der Musik in Worten, auch wenn eine Hörprobe auf CD oder per Weblink vorliegt. Diese sollte die Entscheidung, ob reingehört wird, positiv beeinflussen, also neugierig machen auf die Musik. Bisheriger musikalischer Werdegang, Bands/Ensembles/Orchester, Projekte, Veröffentlichungen, wichtige Auftritte/Aufführungen … Musikalische Ziele. Es macht einen Unterschied, ob jemand plant, von der eigenen Musik leben zu können oder ob er hobbymäßig tätig sein möchte. Kontaktdaten und weiterführende Links nicht vergessen.

Fotos und Visualisierung

Künstlerinnen- und Künstlerfotos sollten nicht fehlen – auch hier gilt: besser mehr Zeit investieren und gute Fotos machen, die meine Botschaft und meine Inhalte unterstützen. Beliebige Urlaubsfotos erfüllen diesen Zweck eher nicht. Bei Schreiben an Journalistinnen und Journalisten sollte deutlich der Hinweis angebracht werden, dass der Abdruck der Fotos kostenfrei ist, da Zeitungen/Zeitschriften für den Abdruck von Fotos unbekannterer Bands keine Rechte abgelten wollen. Für diesen Hinweis muss man natürlich aber auch der Rechteinhaber sein oder dessen Einverständnis haben.

Die bildhafte Darstellung von Informationen, macht Inhalte oft leichter erfassbar und leichter zu merken. Auch kann der gewünschte emotionale Inhalt damit sehr gut vermittelt werden.

Presseclippings

Konzertankündigungen und -kritiken, Reviews, Portraits oder auch Zitate bekannter Journalistinnen und Journalisten oder Musikerinnen und Musiker sollten, sofern vorhanden, verwendet werden.
Anliegen

Ein persönliches Anschreiben, welches erläutert, warum ich mich gerade an diese Person(en) wende, ist wichtig. Man sollte nicht den Eindruck hinterlassen, es handelt sich um eine Sammelaussendung, die z. B. an alle heimischen Medien, Labels etc. gegangen ist. Wichtig hierbei: auf die richtige Schreibweise der Ansprechpartnerin bzw. des Ansprechpartners achten.
Namedropping

Wenn man schon mit renommierten Künstlerinnen und Künstlern, Ensembles, Labels etc. gearbeitet hat, sollte man das unbedingt erwähnen. Auch Auftritte/Aufführungen bei bekannten Festivals oder als Vorgruppe von bekannten Acts können hilfreich sein. Aber besser keine langen Aufzählungen von Personen, die dem Adressaten vermutlich unbekannt sein werden.
Hörproben

Ein Tonträger (CD, Vinyl) und eine Infomappe ist nicht die einzige Möglichkeit, sich gut zu präsentieren. Seine Musik als Datei (mp3 oder andere Formate) mit einem E-Mail zu verschicken ist zwar nicht anzuraten, solche Mails werden meist gelöscht, wenn sie nicht schon davor von Spamfiltern aussortiert worden sind. Am besten schickt man Links zu allen Streaming-Diensten, auf denen die eigene Musik zu hören ist.
Präsentationsseite

Ein persönlich gestaltetes E-Mail (mit der selben Funktion wie das oben erwähnte persönliche Anschreiben), in dem sich auch ein Weblink zu einer gut gestalteten Präsentationsseite mit Anhörmöglichkeit befindet, ist ein sehr guter Weg, der dem Ansprechpartner ermöglicht, sich rasch und ohne Aufwand mit dem Material auseinanderzusetzen.
Vorankündigen und Nachbearbeiten

In manchen Fällen (z. B. bei der Suche nach einem Label oder einem Vertrieb) empfiehlt es sich, das Verschicken eines Demos oder einer Infomappe vorab per Mail anzukündigen. Im Zuge dessen kann man bereits versuchen, eine positive Erwartungshaltung zu erzeugen, auch lassen sich vergebliche Sendungen und unnötige Frustration vermeiden, wenn schon vorab klargestellt wird, dass kein Interesse an Demos oder ähnlichem besteht. Es ist auch auf jeden Fall sinnvoll, einige Tage nach dem Verschicken nachzufragen, ob das Paket angekommen ist und vielleicht schon Zeit gefunden wurde, in die CD reinzuhören oder die Infos durchzusehen. Wichtig dabei ist, dass man nicht gleich am ersten Tag nach dem Zustellung der Sendung anruft oder schreibt, und auch nach dem ersten Mail oder Gespräch nicht gleich jeden zweiten Tag wieder nachfragt, das könnte als ungeduldig oder gar lästig empfunden werden.

Spamming

Am 1. März 2006 ist das Telekommunikationsgesetz in seiner novellierten Fassung in Kraft getreten. Bislang wurden gesetzlich nur Verbraucher von Spamming verschont. Ab 1. März 2006 kommen auch Unternehmer in den Genuss des telekommunikationsrechtlichen Schutzes.

Das Versenden von Massenmails – das sind E-Mails, die an mehr als 50 Empfänger verschickt werden – ist auch an Unternehmer nur mehr dann zulässig, wenn der Absender die Adresse des Umworbenen in Zusammenhang mit der Abwicklung eines Kaufvertrages oder einer Dienstleistung erhalten hat, die Nachricht ähnliche Produkte/Leistungen bewirbt und der Empfänger die Möglichkeit erhält, die Zusendung solcher Mails auf unkomplizierte Weise abzubestellen.
Spam-Infoblatt der RTR

Es empfiehlt sich daher, in seine Aussendungen einen leicht sichtbaren Hinweis auf die Möglichkeit, den Erhalt derartiger Massenmails abzubestellen, auch Unsubscribe-Funktion genannt, aufzunehmen.

Formulierungsvorschlag: “Wer Nachrichten meinerseits, welcher Art auch immer (Produkt-Infos, Einladungen zu von mir oder Dritten veranstalteten Events u. dgl. mehr) aus welchen Gründen auch immer NICHT mehr erhalten will, möge mich das durch ein kurzes, formloses Antwort-E-Mail mit dem Vermerk „Unsubscribe“ wissen lassen. Sofort nach Erhalt eines solchen Mails werde ich die Adresse aus meinem/unserem Verteiler austragen.“

Eine andere Vorsichtsmaßnahme empfiehlt sich, will man die eigenen Produkte mit Massenmails bewerben. Selbst bei Einhaltung all der genannten Bedingungen (nur an bestehende Geschäftskontakte und mit dem Hinweis auf eine leicht zu handhabende Unsubscribe-Funktion) droht die Rechtswidrigkeit. Dann nämlich, wenn sich der Empfänger in die von der Telekom-Regulierungsbehörde (RTR) geführte Negativliste eintragen hat lassen. Regelmäßige Einsichtnahme in die laufend aktualisierte Liste ist daher mehr als ratsam. Das Update erspart bis zu 37.000 Euro Verwaltungsstrafe, die für Spamming vorgesehen sind.

Kontaktlisten

Liste Pressekontakte in Österreich
Liste der Promo- und Booking-Agenturen in Österreich

Online mit Strategie: die richtige Website für Musikschaffende

Wissenswertes zum Themenbereich Onlinepräsenz: Webauftritt, Internetauftritt, Musikerwebsite, Musikerseite, Band Website, Marketingstrategie und Online Musikmarketing. Website und Homepage für Musiker und Musikerinnen. Wie erstelle ich eine Website? Was kostet eine Homepage? Wie erstellt man kostenlos eine Website? Was muss ich bei einer Website rechtlich beachten? Wenn nach Durchsicht noch Fragen offen bleiben, beantworten wir diese gerne persönlich.


Warum eine Website?

Wir leben in einer onlinedominierten Welt. Wer heutzutage keine ansprechende Webpräsenz hat, existiert im Grunde genommen nicht. Eine gute Webpräsenz beginnt mit einer gut durchdachten Onlinestrategie. Im Zentrum dieser Strategie steht die Website. Die Website als Visitenkarte im Internet ist ein wichtiges Marketinginstrument für Musikerinnen und Musiker. Auf der einen Seite geht es darum, den Fans aktuelle Informationen leicht zugänglich zu machen und auch neue Fans zu gewinnen. Auf der anderen Seite ist es wichtig, Veranstalterinnen und Veranstaltern sowie Journalistinnen und Journalisten darüber hinaus noch brauchbares Material wie Pressetexte und Fotos zu liefern. Bei den vielen Social-Media-Kanälen wie Facebook, Bandcamp usw. stellen sich manche die Frage, ob eine eigene Website überhaupt noch relevant und zeitgemäß ist. Diese Frage kann mit einem eindeutigen Ja beantwortet werden.


Content für die Website

News

Neuigkeiten über das künstlerische Schaffen wie anstehende Konzerte, Veröffentlichungen, Interviews und laufende Crowdfunding-Kampagnen gehören am besten auf die Homepage (Startseite) der Website. Die Navigation innerhalb der Website sollte so einfach wie möglich sein, damit alle wichtigen Inhalte mit wenigen Klicks erreichbar sind. Beliebt sind Single-Page-Webseiten: Alle Inhalte werden auf einer einzigen Seite präsentiert, Menüs und Unterseiten fallen weg.

Musik in voller Länge

Um Audio auf Websites ansprechend einzubinden, bietet sich das Onlineservice SoundCloud an. Der Vorteil gegenüber anderen Website-Playern ist vor allem die Funktionalität auf allen Endgeräten. Alternativ bietet sich der relativ junge Service hearthis.at an.

Videos

Das Internet ist vor allem ein visuelles Medium. Auch Musik hinterlässt oft erst in Kombination mit Bildern einen nachhaltigen Eindruck. Es gibt viele Möglichkeiten, das musikalische Schaffen ansprechend in Szene zu setzen: Aussagekräftige Mitschnitte von Konzerten oder aus dem Proberaum sind dabei besser geeignet als Musik mit dem Standbild des CD-Covers. Auch Veranstalterinnen und Veranstalter freuen sich über die Möglichkeit, sich schon vorab einen Eindruck über die Live-Fähigkeiten der Musikerinnen uns Musiker machen zu können. Viele Bands aus dem Pop-/Rock-Sektor setzen auf anspruchsvolle Musikvideos. Dass es mit der richtigen Idee und Umsetzung auch kostengünstig geht, zeigt das Video „Bologna“ von Wanda, das 800 Euro gekostet haben soll.

Produktionsfirmen mit Schwerpunkt Musikvideo:
Frogqueenmedia
Illuminati Films
JanFilm
Jenseide
Pevny Films
Wildruf

Pressematerial und Fotos

Es ist durchaus sinnvoll, das Pressematerial so anzulegen, dass die Texte eines zu eins weiterverwendet werden können. Pressefotos werden am besten in verschiedenen Varianten (Farbe, Schwarz-Weiß) und Auflösungen für Online- (72 dpi) und Printmedien (300 dpi) zur Verfügung gestellt. Die Fotorechte müssen natürlich geklärt und einem mit Copyright-Vermerk, dem Namen der Fotografin bzw. des Fotografen (am besten auch im Filenamen) versehen sein. Wenn die Pressefotos unter Credit-Angabe der Fotografin bzw. des Fotografen verwendet werden dürfen – was durchaus üblich ist –, ist dies klar ersichtlich zu vermerken. Je einfacher das zur Verfügung gestellte Material heruntergeladen und direkt weiterverwendet werden kann, desto eher wird dieses Angebot auch genutzt und kann unter Umständen sogar ein Grund dafür sein, ob man für ein Konzert gebucht wird oder nicht.

Pressezitate und Rezensionen

Achtung bei der Veröffentlichung von Zeitungsausschnitten und Fremdtexten wie z. B. Rezensionen. Diese sind in den meisten Fällen urheberrechtlich geschützt und dürfen weder vervielfältigt noch öffentlich zugänglich gemacht werden. Es bedarf einer (am besten schriftlichen) Zustimmung der Urheberinnen und Urheber sowie Rechteinhaberinnen und Rechteinhabern, um diese fremden Inhalte auf der eigenen Website verwenden zu können. Mehr Infos dazu auf der Website der Wirtschaftskammer Tirol: Vorsicht bei der Verwendung fremder Web-Inhalte und Fotos.

Infos und Biografie

Eine kurze (Band-)Biografie mit einem starken „Wer“, „Wie”, und „Warum” hilft dabei, die Geschichte und das künstlerische Anliegen der Band und der Musikerinnen und Musiker besser zu kommunizieren. Wer auch international arbeitet, kann die Möglichkeiten von z. B. WordPress nutzen, die Website zweisprachig in Deutsch und Englisch zu machen. Darüber freuen sich auch Veranstalterinnen und Veranstalter sowie Journalistinnen und Journalisten im In- und Ausland.

Newsletter

Der direkteste Weg zu den Fans ist ein E-Mail-Newsletter. Hier empfiehlt sich Mailchimp, wo monatlich 12.000 E-Mails an bis zu 2.000 E-Mail-Kontakte kostenlos angeboten werden. Weitere Anbieter mit kostenlosen Einstiegspaketen bieten Your Mailing List Provider und MailerLite. Ab 1.000 Abonnentinnen und Abonnenten sind die meisten Angebote kostenpflichtig.
Mailchimp (Pricing)
YMLP (Pricing)
MailerLite (Pricing)

Social Media

Wer einen oder mehrere Social-Media-Kanäle betreibt, kann diese auf der Website verlinken oder als Feed einbinden. Hier sei nochmals wiederholt, dass Social Media, z. B. eine Fanpage auf Facebook, kein Ersatz für eine Website sein sollen. Zum einen ist man den Nutzungsbedingungen, den Gestaltungsmöglichkeiten und der Funktionalität der jeweiligen Plattform „ausgeliefert”, zum anderen ist die Relevanz bestimmter Plattformen auf lange Sicht nicht absehbar – siehe Myspace.

Kontaktadressen

Alle relevanten Kontakte zu den wichtigsten Partnerinnen und Partnern hinterlassen nicht nur einen professionellen Eindruck, sondern ermöglichen eine rasche Kontaktaufnahme mit Booking-Agentur, Label, Vertrieb und Management.

Nützliche Infos für Veranstalterinnen und Veranstalter

Ein „Technical Rider“ (auch “Stage Rider”), also ein Dokument, das die technischen Anforderungen einer Künstlerin, eines Künstlers bzw. einer Band beschreibt, kann bereits im Vorfeld für eine reibungslose Konzertplanung sorgen. Hier der Tech-Rider von Jojo Mayers Band Nerve mit allen wichtigen Infos, die vom gewünschten Equipment bis zu Catering-Wünschen der Bandmitglieder reichen.

EPK als Download

Alle Inhalte und Medien können in kompakter Form als „Electronic Press Kit” (EPK) zusammengestellt und zum direkten Download angeboten werden. Pressetexte, Bandbiografie und Co werden am besten gleich im Word-Format zur direkten Weiterverwendung bereitgestellt.

Onlinestrategie

Eine gut gepflegte Facebook-Seite und ein YouTube-Kanal sind wichtige Ergänzungen zur Website. Ein einheitlicher Stil über alle Plattformen hinweg sorgt für den nötigen Wiedererkennungswert. Aktuelle Informationen können auf allen Plattformen ansprechend eingebunden werden. So findet man in der Videobeschreibung vom Video zu Bologna neben den Video-Credits aktuelle Tour-Informationen, Links zur Website und zu Kaufoptionen. Auf der Facebook-Fanpage von Bilderbuch stehen auch die E-Mail-Adressen von Booking-Agenturen und Links zu Tickets und Merchandising.

Rechtliches: Impressum, Datenschutz, Cookies

Impressum und Datenschutzerklärung

In Österreich gelten für den Betrieb einer Website mehrere Informationspflichten, die umgangssprachlich oft „Impressumspflichten” genannt werden. Die Daten sind ständig leicht und unmittelbar auffindbar zur Verfügung zu stellen, die nachfolgend genannten gesetzlichen Bestimmungen sind nicht anzuführen und dienen nur der Begründung.

Folgenden Angaben hat das Impressum nach der österreichischen Rechtslage bei einer Einzelkünstlerin, einem Einzelkünstler, einer Band oder einem Ensemble üblicherweise zu enthalten:

Gesetzliche Grundlage

(die §§ sind im Impressum nicht anzuführen)

Datenart Anmerkung
§ 24 MedienG Firma/Name der Medieninhaberin, des Medieninhabers Entweder die Künstlerin bzw. der Künstler, die Band bzw. das Ensemble als Gesellschaft bürgerlichen Rechts, am besten in Verbindung mit den Namen der Band- bzw. Ensemblemitglieder, ist anzuführen
  Anschrift der Medieninhaberin, des Medieninhabers Kein Postfach. Sofern vorhanden, sind auch Firma, Name und Anschrift der Herausgeberin bzw. des Herausgebers zu veröffentlichen.
§ 5 ECG (zusätzlich) Tel.-Nr./Fax-Nr./ E-Mail-Adresse  
  Firmenbuchnummer, Firmenbuchgericht Sofern Eintragung im Firmenbuch erfolgt ist
  Aufsichtsbehörde Sofern vorhanden, bei Künstlerinnen und Künstlern nicht der Fall
  Kammerzugehörigkeit Wenn ein Gewerbeschein vorhanden, z. B. für ein Label oder einen Verlag
  Allfällige Berufsbezeichnungen Für „reine“ Künstlerinnen und Künstler ohne Gewerbeschein kann man als Berufsbezeichnung „freischaffende Künstlerin“, „freischaffender Künstler“, „Komponistin“ bzw. „Komponist“ verwenden.
  Anwendbare gewerbe- oder berufsrechtliche Vorschriften und Zugang zu diesen Viele setzen hier einen Link auf die Gewerbeordnung, abrufbar unter ris.bka.gv.at. Auf „reine“ Künstlerinnen und Künstler findet die Gewerbeordnung freilich keine Anwendung, allerdings könnte man hier programmatisch auf Artikel 17a StGG verweisen: „Das künstlerische Schaffen, die Vermittlung von Kunst sowie deren Lehre sind frei.“
  Umsatzsteueridentifikations-nummer (UID)  
§ 25 Abs. 5 MedienG (zusätzlich) Unternehmensgegenstand Betrieb einer Musikgruppe, Entertainment, usw.

Darüber hinaus gibt es in noch eine Offenlegungspflicht hinsichtlich der Beteiligungsverhältnisse, Mehrfachbeteiligungen und der grundlegenden Richtung des Mediums. Diese Offenlegungspflicht greift bei einer Website, die keinen „über die Präsentation des Medieninhabers hinausgehenden Informationsgehalt aufweist, der geeignet ist, die öffentliche Meinungsbildung zu beeinflussen“ (§ 25 Abs. 5 MedienG), nicht. Da Websites von Künstlerinnen und Künstlern beinahe immer das persönliche Schaffen präsentieren und nicht darauf abzielen, die öffentliche Meinungsbildung zu beeinflussen, besteht überwiegend keine Offenlegungspflicht.

Wenn über die Website Verträge abgeschlossen werden (zum Beispiel Bestellungen entgegengenommen oder ein Webshop betrieben wird), existieren noch weitere Offenlegungspflichten (§ 4 FAGG), auf die in diesem Zusammenhang nur verwiesen werden kann.
Auf die Verwendung von „Social Plugins“ wie z. B. Facebook-Like-Buttons sowie Analysetools wie Google Analytics muss in einer Datenschutzerklärung hingewiesen werden. Kostenlose Impressumsgeneratoren können hier bei korrekter Anwendung eine große Hilfe sein. Viele Website-Betreiberinnen und Betreiber verwenden den Impressumsgenerator von eRecht24, wobei hier der Impressumstext für das österreichische Recht modifiziert werden muss.

Weiterführende Links zur den Datenschutzinformationen der WKO
Muster-Dokumente zur DSGVO für Betriebe in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft

Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

Seit 25.5.2018 gilt in Österreich die DSGVO. Was das für Musikerinnen und Musiker bedeutet, steht in einem Artikel der Musikergilde: Simsalabim! Die DSGVO-Anleitung

Weiterführende Links der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) zur DSGVO:

Cookies

Werden Cookies auf der Website verwendet, müssen der Websitenutzerinnen und Websitenutzern darüber informiert werden, welche personenbezogenen Daten ermittelt, verarbeitet und übermittelt werden. Der Verwendung von Cookies muss „aktiv”, z. B. über Pop-up-Fenster, zugestimmt werden können. Eine Erwähnung über die Verwendung von Cookies im Impressum reicht seit Ende 2011 nicht mehr aus. Mit dem Cookiebot kann überprüft werden, ob die eigene Website DSGVO-konform ist und der ePrivacy Richtlinie entspricht.
Cookies für Cookies (WKO)
About Cookies

Newsletter

Wenn über eine Website ein Newsletter abonniert werden kann, kommt auch die Impressumspflicht für wiederkehrende elektronische Medien (WKO) dazu. Weiterführende Informationen gibt es in der Broschüre Das korrekte Website Impressum der Wirtschaftskammer Österreich (WKO). Hier noch Informationen zum Versenden von Massen-E-Mails (Spamming) der Telekom-Regulierungsbehörde (RTR) im Spam-Infoblatt.

Musik auf der eigenen Website

Wer als AKM/austro mechana-Mitglied ausschließlich eigene Musik online stellt, kann die Musik in voller Länge zum Anhören anbieten, ohne dafür Lizenzen erwerben zu müssen. Nähere Infos gibt es auf der Website der AKM.
Wissenswertes zur Online-Nutzung
Tarifinformationen

Kosten und Aufwand

Eine Website zu erstellen und zu betreiben ist nicht (mehr) teuer und lässt sich auch im Do-it-yourself-Verfahren bewerkstelligen. Wer sich nicht mit Programmierung und HTML auseinandersetzen möchte, findet in Baukasten-Websites eine gute Alternative. Einige Angebote am Markt bieten speziell für Musikerinnen und Musiker gemachte Vorlagen, in die dann eigene Inhalte (Texte, Fotos und Videos) eingefügt werden können. Die meisten Angebote fangen bei 5 Euro im Monat an. Die Websites sind „responsive“ und somit für alle Endgeräte und Browser geeignet. Hier ein paar ausgewählte Anbieter und Beispiele von Websites.

WordPress

wurde ursprünglich als Blogging-Software gestartet und gehört zu den meistverwendeten Plattformen für (kostenlose) Websites. Als offene Plattform für Entwicklerinnen und Entwickler werden die Funktionen laufend durch Plug-ins erweitert, was auch der größte Nachteil dieser Plattform ist, da man hier keine All-in-one-Lösung bekommt, sondern viel Arbeit in die individuelle Umsetzung der Website stecken muss. Auch WordPress bietet Vorlagen für Musik-Websites.
WordPress (Preisliste und Pakete)

Squarespace

wird auch von einigen Musikerinnen und Musikern sowie Labels verwendet. Wer ausschließlich mit den Vorlagen arbeitet, von denen vier speziell für Musikschaffende gemacht sind, hat mit wenig Aufwand eine ansprechende Website. Da die Vorlagen sehr visuell ausgelegt sind, kommen Squarespace-Websites jedoch erst mit qualitativ hochwertigen Fotos voll zur Geltung.
Squarespace (Preisliste und Pakete)

Wix

bietet neben einer Vielzahl von Vorlagen den Musik-Service WixMusic. Einzig der Name „Wix“ ist für deutschsprachige Ohren etwas ungünstig, vor allem dann, wenn kein eigener Domain-Name verwendet wird und „wixsite“ in der URL steht. Eine Wix-Website kann ab dem günstigsten Paket mit einer eigenen Domain verbunden werden.
Wix (Premiumpakete)

Jimdo

Ähnlich wie Wix bietet Jimdo ein kostenloses, mit Werbung versehenes Paket mit limitierten Möglichkeiten. Der Leitfaden zur Erstellung einer Band-Website liefert weitere gute Tipps und Dos and Don’ts für Musik-Websites.
Jimdo (Preisliste und Pakete)

Bandcamp

fällt in die Kategorie der „Direct-to-Fan-Plattformen“ und wird häufig von Musikerinnen und Musikern sowie Bands statt einer Website verwendet. Da Bandcamp von den Nutzerinnen und Nutzern vor allem auch zum Entdecken von neuer Musik und Bands verwendet wird, ist Bandcamp als Website-Ersatz leider nur bedingt geeignet. Einige Musikerinnen und Musiker sowie Labels lagern den Onlineshop auf Bandcamp aus.

SEO und Suchmaschinenoptimierung

Informationen darüber, wie eine Website im Internet besser gefunden wird, stellen einige der oben genannten Services zur Verfügung:
Squarespace (SEO)
Wix (SEO)
Jimdo (SEO)

Ausgewählte Websites als Referenz

Hier einige Websites von österreichischen Musikerinnen und Musikern sowie Bands quer durch alle Stile und Größenordnungen, welche die genannten Punkte erfüllen und als Referenzen herangezogen werden können.

Folkshilfe
Spitting Ibex
KMET
Shake Stew
Alma
Marina & The Kats
Christian Muthspiel
Christof Dienz
5/8erl in Ehr’n
Fjóla Evans
Federspiel

Checkliste

Was braucht eine gute Website?

  • News und aktuelle Informationen
  • Konzerttermine und Tourdaten (eventuell mit Kaufmöglichkeiten für Tickets)
  • Videos (Mitschnitte von Konzerten oder aus dem Proberaum, Interviews)
  • Onlineshop bzw. Links zu Kaufoptionen (iTunes, Amazon, Spotify etc.)
  • Band-Biografie, Pressematerial und Bilder zum Downloaden
  • Band-Fotos und Albumcovers zum Downloaden
  • Pressetexte in verschiedenen Längen zur einfachen Weiterverwendung
  • Pressezitate/Rezensionen
  • Verlinkung bzw. Einbindung von Social-Media-Plattformen
  • Alle wichtigen Kontaktadressen (Booking-Agentur, Pressekontakte, Label, Vertrieb, Management)
  • „Technical Rider“ und EPK
  • „Responsive Design“ für alle Endgeräte

Crowdfunding in der Musik

Wissenswertes zum Themenbereich Crowdfunding. Was versteht man unter Crowdfunding? Welche ist die beste Crowdfunding Plattform für Musik? Ist Crowdfunding steuerpflichtig? Wenn nach Durchsicht noch Fragen offen bleiben, beantworten wir diese gerne persönlich.

Allgemeines zum Thema Crowdfunding

Viele Kunstschaffende und Kreative finanzieren und realisieren ihre Projekte heute mithilfe von Crowdfunding. Manche MusikerInnen nutzen diese Finanzierungsform, um ihre Alben auf unabhängige Weise zu produzieren. Für andere ist es reines Marketing. Häufig wollen KünstlerInnen auf diese Weise auch die Fanbase erreichen und einbinden. Was Crowdfunding genau ist, wie es funktioniert und welche Möglichkeiten und Herausforderungen sich dadurch für Musikschaffende ergeben, erklärt der Crowdfunding-Experte WOLFGANG GUMPELMAIER in diesem Gastbeitrag.

Was ist Crowdfunding?

Crowdfunding ist eine Form von Crowdsourcing, also der Auslagerung von Aufgaben und Tätigkeiten an eine Gruppe von freiwilligen, oft anonymen Internetnutzerinnen und -nutzern. Beim Crowdfunding wird diese Auslagerung um den finanziellen Aspekt erweitert: Für künstlerische Projekte, Start-ups, Geschäftsideen oder Sozialprojekte wird Geld gesammelt. Die Online-Crowd, also die breite Masse der Internetnutzerinnen und Internetnutzer, unterstützt dabei ein Projekt finanziell und ermöglicht damit dessen Umsetzung.

Dabei ist Crowdfunding nicht gleich Crowdfunding. Man unterscheidet zwischen vier Arten von Crowdfunding, wobei sich die Unterschiede zwischen den einzelnen Varianten vor allem auf die Motivation der Unterstützerinnen und Unterstützer beziehen.

  • Beim Beteiligungsmodell (equity-based crowdfunding) erwarten sich die Investorinnen und Investoren Erfolgsbeteiligungen am unterstützten Start-up bzw. Unternehmen.
  • Beim Darlehensmodell (lending-based crowdfunding) werden Mikrokredite zwischen Privatpersonen bzw. Unternehmen vergeben, die nach einer definierten Laufzeit verzinst zurückgezahlt werden.
  • Beim Belohnungsmodell (reward-based crowdfunding) erhalten die Unterstützerinnen und Unterstützer ideelle oder materielle Prämien und Produkte, abhängig von der Höhe des Fundingbetrags.
  • Beim Spendenmodell (donation-based crowdfunding) geht es vor allem um das gute Gefühl. Die Unterstützerinnen und Unterstützer erhalten für ihren Support oftmals eine Spendenquittung.
Wie funktioniert Crowdfunding?

Projektinhaberinnen und Projektinhaber stellen ihre Ideen auf speziellen Onlineplattformen vor, welche die rechtliche und technische Crowdfundinginfrastruktur bereitstellen. Dazu gehören neben der Projektpräsentation mittels Video, Text, Bild- und Tondateien etwa auch die Möglichkeit zur Nutzung unterschiedlicher Bezahlsysteme und ein übersichtliches Unterstützermanagement. Für die Bereitstellung dieser Infrastruktur behalten die Plattformen bei erfolgreicher Umsetzung einer Kampagne zumeist eine Provision von bis zu zehn Prozent ein.

Abgesehen davon funktionieren fast alle Crowdfundingplattformen nach dem Alles-oder-nichts-Prinzip. Das bedeutet, dass die Projektinhaberinnen und Projektinhaber das Geld nur erhalten, wenn die angestrebte Summe in der zuvor festgelegten Zeit (ca. 30–60 Tage) erreicht wird. Eine Ausnahme macht hier die Plattform Indiegogo, indem sie auch flexible funding als Zusatzoption anbietet.

Zur Präsentation des eigenen Projekts auf der Crowdfundingplattform dient vor allem das Video, in dem das Team und das Vorhaben in maximal drei Minuten vorgestellt werden sollten. Darin müssen die wesentlichen Informationen (wer, was, warum, wie, wie viel) zum Projekt transportiert werden, im darunter stehenden Text haben Projektinhaberinnen und Projektinhaber Platz, um ihre Idee detailliert zu beschreiben.

Im Musikbereich hat sich seit dem Start der ersten Plattform artistshare im Jahr 2003 das Belohnungsmodell, also das reward-based crowdfunding, durchgesetzt. Damit lässt sich ein fertiges Produkt, etwa eine CD, sehr einfach und wirkungsvoll verkaufen und vermarkten. Aus diesem Grund ist die Auswahl der angebotenen Belohnungen oder Prämien sehr wichtig. Je kreativer und einzigartiger diese Gegenleistungen sind, desto mehr Menschen wird man davon überzeugen können, sich am Projekt zu beteiligen. In der Musikbranche haben sich gewisse Standardprämien durchgesetzt, z. B. digitale Downloads (MP3), physische Alben (CDs), Konzerteinladungen und Wohnzimmerkonzerte. Beträge bis zu 100 Euro werden statistisch gesehen gerne gezahlt. Insofern sollte es in diesem Bereich mindestens eine Hauptprämie geben, die man als ProjektinhaberIn idealerweise verkaufen möchte (etwa eine CD). Nach oben hin sind die Prämien beim reward-based crowdfunding allerdings nicht limitiert. Das Wiener KammerOrchester hat z. B. für 1.000 Euro ein Privatkonzert im Rahmen einer Crowdfundingkampagne auf Startnext angeboten und einmal verkauft.

Welche Plattformen sind für Musikschaffende geeignet?

Für Musikerinnen und Musiker sowie Bands aus Österreich stehen mehrere Belohnungsmodell-Plattformen zur Auswahl, darunter Startnext und Visionbakery aus Deutschland, wemakeit aus der Schweiz sowie Indiegogo und Kickstarter aus den USA. Dabei sind diese Plattformen nicht nur für Musikprojekte offen, sondern ermöglichen es generell Projektinhaberinnen und Projektinhabern aus der Kreativwirtschaft (Film, Design etc.), aber auch Start-ups und NGOs, Geld von der Crowd einzusammeln. Daneben gibt es Plattformen wie SHOW4ME, MusicStarter und qrates, die speziell für Musikprojekte geeignet sind, oder auch Plattformen wie Patreon und Do Nxt, die quasi eine Art von Abo-Crowdfunding anbieten.

Die Auswahl der richtigen Plattform hängt dabei von vielen Faktoren ab, etwa von den Bezahlmöglichkeiten, den Gebühren für die Plattformnutzung, der Sprachauswahl, der Bekanntheit und der Usability. Insofern sollte man sich vor dem Start einer eigenen Kampagne unbedingt mit unterschiedlichen Plattformen beschäftigen und auch selbst Projekte unterstützen, um die Funktionsweise von Crowdfunding kennenzulernen und zu verstehen.

Wie nutzen Musikschaffende Crowdfunding?

Die Einsatzmöglichkeiten von Crowdfunding sind auch in der Musikbranche ganz unterschiedlich. Hier ein paar Beispiele:

  • Albumproduktion: Clara Luzia hat es getan, die Indie-Rocker von The Beth Edges und die Hip-Hop-Urgesteine von Texta Aber auch der Klassik- bzw. Jazz-Cellist Peter Hudler. Sie alle haben via Crowdfunding einen Teil ihrer Albumkosten oder die Zusatzfinanzierung etwa von Vinyl-Releases finanziert und gleichzeitig den neuen Tonträger kostengünstig vermarktet.
  • Tourkosten: Die Wiener Soul/Hip-Hop-Formation N.I.K.O. hat sich 2015 ihre erste kleine, aber feine Tour außerhalb Wiens ermöglicht. Auch die Junge Waldorf-Philharmonie konnte auf diese Weise eine Jubiläumstour quer durch Deutschland machen und neue Publikumsschichten erobern.
  • Grundeinkommen: Amanda Palmer ermöglicht sich via Patreon eine Art Grundeinkommen für ihre künstlerischen Veröffentlichungen. Die Unterstützerinnen und Unterstützer zahlen der Künstlerin auf monatlicher Basis einen bestimmten Betrag und erhalten dafür regelmäßig kreative Updates, z. B. Videos und Songs.
  • Open-Projekte: Die Schweizer Band The bianca Story hat ihr letztes Album über eine Crowdfundingaktion auf wemakeit nach erfolgreichem Abschluss allen Fans kostenlos zur Verfügung gestellt. Ähnliches hatte auch der Steirische Herbst vor: Er wollte sein Archiv in einer Onlinedatenbank öffnen und 50 Jahre Festivalgeschichte für die Allgemeinheit zugänglich machen. Leider erfolglos. Das Projekt Set Chopin Free wiederum nutzte Crowdfunding, um die Werke von Frédéric Chopin neu einzuspielen und für jedermann frei nutzbar zu machen.
  • Musikfilme: Die Berliner Filmemacherin Claudia Rorarius will ihren nächsten Spielfilm „Ken – The Movie“ via Crowdfunding finanzieren und sammelt dafür bereits im Vorfeld Fans, u. a. auf Facebook. In der Hauptrolle: The-Posies-Gitarrist und Sänger Ken Stringfellow. Leider beim Crowdfunding gescheitert ist das Projekt Out of Vienna, eine Musikdokumentation über die österreichische Electro- und Downbeat-Szene. Produziert wird der Film dennoch, allerdings in Etappen. Die kurze Version lief bereits im ORF, nun arbeitet das Team an einer Langfassung.
  • Instrumente und Tools: Dass man aus einer erfolglosen Kampagne aber durchaus auch lernen kann, hat das Start-up Mikme Nach einer gescheiterten Kickstarter-Kampagne hat das Team die Kampagne analysiert und neu gestartet. Das Ergebnis: Über Indiegogo kamen mehr als 300.000 US-Dollar für ihr kabelloses High-Quality-Mikrofon zusammen. Das Artiphon, ein neuartiges Instrument, konnte via Kickstarter sogar die unglaubliche Summe von 1,3 Millionen US-Dollar erzielen und scharrte auf Basis einer Art Prototypvermarktung die ersten 3.300 Kundinnen/Künstler und Kunden um sich.
  • Festivals und Sonderprojekte: Das Auerworld Festival ist ein Serien-Crowdfunder: Seit 2013 hat das Organisationsteam bereits vier Mal erfolgreich Geld im Vorverkaufsmodus eingesammelt. Auch die Cultural Commons Collecting Society nutzte Crowdfunding, um sich als GEMA-Alternative zu etablieren. Die Wiener Philharmoniker wiederum, um ein Haus für Asylsuchende zu eröffnen. Und der Kindergarten Neukirchen/Vöckla will sich demnächst auf diese Weise weitere Instrumente für die musikalische Früherziehung. Sogar Frank Zappas Villa wurde auf Kickstarter von der Crowd „gekauft“, um das Archiv mit Raritäten und unveröffentlichtem Material zugänglich zu machen.
  • Fan-Initiativen: Fans der Band Foo Fighters aus dem britischen Birmingham haben eine Finanzierungsaktion gestartet, um ihre Lieblinge nach 15 Jahren wieder in die Stadt zu holen. Crowdfunding trifft Onlinepetition quasi. Im umgekehrten Fall können sich solche Möglichkeiten aber auch gegen die Musikerinnen und Musiker richten, wie das Beispiel von Nickelback zeigt: Mit einer Crowdfundingkampagne wollte ein Musikfan einen Auftritt der Band in London verhindern.
Worauf muss beim Crowdfunding geachtet werden?

Wie man sieht, sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Wichtig ist, sich im Vorfeld gut mit dem eigenen Projekt und dem Thema Crowdfunding zu beschäftigen, um etwaige Fragen bereits möglichst bald klären zu können. Beispielsweise muss man nach erfolgreichem Crowdfunding Steuern zahlen. Darüber sollte man sich im Vorfeld Gedanken machen und bei Bedarf auch mit Expertinnen und Experten und Experten (z. B. einer Steuerberaterin bzw. einem Steuerberater) sprechen, um später keine böse Überraschung zu erleben. Eine etwaige Versteuerung, die Kosten für die Einlösung der Gegenleistungen und anfallende Plattform- und Payment- Gebühren bzw. Kosten für Porto und Versand sollten bei der Kalkulation der Zielsumme berücksichtigt werden, damit es am Ende kein Ende mit Schrecken gibt.

Projektinhaberinnen und Projektinhaber sollten aber vor allem auch die Bereitschaft zeigen, mit ihren Fans und dem (potenziellen) Publikum auf Augenhöhe zu kommunizieren, denn eine transparente Kommunikation ist beim Crowdfunding unabdingbar. Natürlich sollten die Projektinhaberinnen und Projektinhaber vor allem genügend Zeit einplanen, denn es fließen viele Stunden in die Vorbereitung einer Kampagne und die Interaktion mit den Fans. Außerdem müssen die versprochenen Belohnungen eingelöst werden. Projektinhaberinnen und Projektinhaber brauchen daher vor allem Engagement, denn ohne den eigenen Einsatz und Enthusiasmus wird man die Fans kaum überzeugen können.

Das klingt im ersten Moment nach viel Arbeit. Ist es auch. Allerdings hilft die Planung einer Crowdfundingkampagne häufig dabei, sich zu professionalisieren und sich in Bereichen Marketing und Selbstpräsentation weiterzuentwickeln. Sehr oft geht es den Künstlerinnen und Künstlern aber nicht nur ums Geld. Der Cellist Peter Hudler beschrieb das in einem Interview sehr schön: „Es beschränkt sich ja nicht nur auf die finanzielle Unterstützung, sondern ich bin mit allen per E-Mail in Kontakt und schicke Updates etc. Es fühlt sich also immer mehr wie ein Gemeinschaftsprojekt an und das ist ein sehr schönes Gefühl!”

Online Services für Musikschaffende

In dieser Rubrik finden sich Links zu relevanten Online-Services für Musikschaffende. Wenn nach Durchsicht noch Fragen offen bleiben, beantworten wir diese gerne persönlich. Auch bei rechtlichen Fragen zur Nutzung der Services können Sie uns jederzeit kontaktieren.


Allgemeines zur Digitalisierung in der Musikindustrie

Die Musikbranche befindet sich nach Jahren des Abschwungs aktuell wieder in einer Phase mit steigenden Umsätzen. Befeuert wird dieser Aufschwung durch Digitalisierung – im Besonderen durch die Verbreitung von Premium-Streaming-Services. Musik ist so nahe an den Hörerinnen und Hörern wie noch nie – der Lieblingssong ist meist nur einen Klick entfernt. In Österreich hat Musikstreaming im Jahr 2018 erstmals die CD als beliebtestes Musikformat abgelöst. 2019 hat sich dieser Trend noch verstärkt. Streaming hat allerdings nicht nur die CD als stärksten Umsatzbringer abgelöst, sondern verdrängt auch immer stärker das Geschäft mit klassischen Musik-Downloads und ist schon heute das marktbeherrschende Musikformat. (Quelle: IFPI Bericht 2019).

International spiegelt sich dieser Trend ebenfalls wider – im Jahr 2019 konnte weltweit ein 8%iges Umsatzwachstum mit Recorded Music erzielt werden. Der Gesamtmarkt beläuft sich auf über 20 Mrd. Dollar. Die Branche blickt optimistisch in die Zukunft.

Gleichzeitig sorgt die Digitalisierung auch dafür, dass es für Musikschaffende immer leichter wird, Musik zu produzieren, zu veröffentlichen und zu promoten. Der Anteil der Indies am weltweiten Musikumsatz betrug 2018 bereits 39%. (Quelle: Wintel Worldwide Independent Market Report 2018 (PDF)).

Während vor einigen Jahren Musikerinnen und Musiker noch stark von Dritten abhängig waren – um zu gewährleisten, dass das im Tonstudio produzierte Band auf Vinyl/CD gepresst und im stationären Tonträgerhandel vertrieben, sowie an Radios & Medien bemustert wird – sind Musikschaffende heute in der Lage ihre Karrieren selbst oder in kleinen Teams voranzutreiben und zu gestalten. DAWs – Digital Audio Workstations – erlauben es Musikschaffenden, kostengünstig Musik zu Hause oder im Proberaum zu produzieren, digitale Vertriebe stellen sicher, dass die Musik weltweit verfügbar gemacht wird, und soziale Medien sind ein direkter Kanal zu bestehenden und zukünftigen Fans. Viele Markteintrittsbarrieren die vor 20 Jahren noch unüberwindbare Hürden für Musikschaffende darstellten, sind gefallen. Dies zeigt sich auch an der schieren Menge an Songs, die täglich veröffentlicht werden – bis zu 40.000 Tracks werden täglich über den Streaming Dienst Spotify veröffentlicht.

Digitalisierung schafft also viele Möglichkeiten für Musikschaffende, gleichzeitig steigt aber auch ihre Arbeitslast: Musikschaffende sind häufig – zusätzlich zu ihrer kreativen Haupttätigkeit – für Management, Promotion, Booking und vielen anderen Bereichen entlang der Wertschöpfungskette, in Personalunion zuständig. Unterstützung bieten eine Vielzahl von Online-Services, die in den letzten Jahren entstanden sind.

Der folgende Artikel orientiert sich an Tätigkeitsbereichen, die für das Entstehen, Verbreiten, Bewerben und Auswerten von Musikreleases notwendig sind, und stellt digitale Services, welche in diesen Bereichen Unterstützung anbieten, vor. Manche dieser Dienste sind gratis, Viele bieten einen begrenzten Leistungsumfang gratis an, für das volle Service ist eine (monatliche) Gebühr zu bezahlen.

Richtig angewandt, können diese Services den Alltag von Musikerinnen und Musikern in der digitalen Welt vereinfachen … damit wieder mehr Zeit für ihre Hauptaufgabe bleibt: Dem Schreiben und Produzieren von Musik.

Ein Gastbeitrag von Christoph Muck.

Songwriting

Chord Progression Generator
Ein Startup aus Österreich, das im Songwriting mit Akkord-Vorschlägen hilft. Die App ist aktuell im iOS Store verfügbar (Android befindet sich in einer Beta-Phase).
Kosten: $ 2,99 im Monatsabo

Opensong
Hilft beim Transponieren, dem Erstellen von Notenblättern, Songtext-Verwaltung.
Kosten: Die Plattform ist gratis und open-source

Suggester
Chords that work together
Unterstützt im Songwriting Prozess durch das Vorschlagen von Akkorden. Die App ist im iOS Store verfügbar.
Kosten: Freemium – es gibt einen Teil mit begrenztem Leistungsumfang der gratis genutzt werden kann. Die Vollversion ist um einmalig $ 9,99 erhältlich.

Produzieren

Bandlab
Die Plattform ist im Prinzip ein Online DAW, die das kollaborative Arbeiten an Musik-Projekten ermöglicht. Angeboten werden außerdem eine Samples-Library, virtuelle Instrumente sowie eine App für mobile Aufnahmen.
Kosten: Gratis

Landr
Dieser Service bietet innovative Tools, basierend auf künstlicher Intelligenz, zum Mixen und Mastern von Musik an. Teil des Leistungsumfangs ist allerdings auch ein Musikvertrieb.
Kosten: Je nach Leistungsumfang werden 3 Monatsabos angeboten: € 6/14/39

Soundbetter
Finish your Song
Soundbetter ist ein Marktplatz, um Dienstleistungen wie z.B. Mixing oder Mastering von etablierten Professionisten zu erwerben. Nutzerinnen und Nutzer der Plattform formulieren, wonach sie suchen (z.B. Sängerin/Sänger gesucht, Produzentin/Produzent gesucht, etc) und erhalten daraufhin Angebote von Professionisten. Soundbetter als Marktplatz wickelt die Zahlung ab. Die Plattform wurde kürzlich von Spotify unter dem Label „Spotify for Artists“ erworben.
Kosten: Die Preise werden im Angebot der Professionisten festgesetzt und variieren je nach angebotener Leistung. Darüberhinausgehende Vereinbarungen (z. B. Royalty Splits) werden im Angebot vermerkt.

Sounds
Discover your sound
Die Plattform wird von Native Instruments betrieben und bietet Loops und Sample-Packs von bekannten Produzentinnen und Produzenten an.
Kosten: Über ein Abomodell werden Credits erworben, welche zum Bezug der Loops & Samples genutzt werden. € 9,98 – € 29,99 monatlich

Soundtrap
Make music online
Im Kern ist Soundtrap ein Service, das durch eine Vielzahl an Online-Tools kollaboratives Musizieren und Produzieren auf der Plattform ermöglicht, aber verstärkt auch abseits von Musik eingesetzt wird. Soundtrap wendet sich an 3 Gruppen: Musikerinnen und Musiker, Podcasterinnen und Podcaster sowie den Bildungsbereich (Lehrerinnen/Lehrer & Schülerinnen/Schüler können über Soundtrap zusammenarbeiten).
Kosten: Je nach Umfang des gewählten Pakets entstehen Kosten von € 9,90 – € 17,84 pro Monat

Soundstorming
Die App ermöglicht es, Melodien oder Songideen aufzunehmen und in weiterer Folge über die Plattform mit anderen Musikschaffenden daran zu arbeiten. Dabei werden die Ideen, Melodien, Loops oder Beats der Community oder einer speziellen Auswahl an befreundeten Musikerinnen und Musikern zur Verfügung gestellt.
Kosten: Gratis

Promotion

Feature.fm
Grow your audience every day
Umfangreiche Musikmarketingplattform, welche sich an Musikschaffende, Promoterinnen und Promoter sowie Labels & Verlage jeder Größe richten. Die Plattform bietet verschiedene Musikmarketing Tools, wie z.B. Smart Links & Pre-Saves, eine self-service Werbeplattform, Action Pages (automatisch generierte Landingpages) sowie Tools mit höherem Professionalisierungsgrad, wie z.B. Regargeting.
Kosten: Freemium – ein kleines Feature-Paket (Pre-Saves & Smart Links) kann gratis genutzt werden, danach gibt es Abomodelle um $ 19 sowie $ 39 im Monat.

MPN
Music Promotion Network
Bemusterungstool, um österreichische Radiostationen, klassische sowie online Medien zu bemustern.
Kosten: € 100,- pro Bemusterung (an sämtliche im MPN registrierten Medien) oder € 1,- pro bemusterter E-Mail Adresse (max € 100,-)

Submithub
Dieses Service ermöglicht es Musikschaffenden, ihre Musik an Blogs und Playlisten weltweit zu pitchen. Musikschaffende erwerben Credits, welche dafür eingesetzt werden können, ein Musikstück an Blog- und Playlistenbetreiber (Auswahl kann nach verschiedenen Kriterien gewählt werden, zB Genre) zu senden.
Kosten: Pro bemustertem/r Blog/Playlist fallen Kosten von 1-3 Credits an. Diese Credits können in diversen Paketen (zB 10 Credits um $ 10) erworben werden. Achtung: Credits werden nur fällig, wenn der/die Bemusterte a) innerhalb von 48 Stunden antwortet, b) Minimum 20 Sekunden des Songs gehört hat und c) den Song approved (d.h. im Blog oder der Playlist featured) oder bei Ablehnung schriftliches Feedback zu dem Song gibt

Toneden
Automated Social Marketing
Umfangreiche Musikmarketing-Plattform inklusive Smartlinking und automatisierbaren Marketingtools. Diese Plattform bietet u.a. sogenannte Playbooks (Anleitungen) an, um Musikschaffenden bei der Erstellung von Kampagnen unter die Arme zu greifen.
Kosten: Freemium – ein eingeschränktes Feature-Paket ist gratis erhältlich. Weiters stehen monatliche Abos Basic (€ 45,50) und Pro (€ 91) zur Auswahl.

Smartlinks

Amplify
Der Service generiert eine Landingpage, auf der weiterführende Links platziert werden können. Amplify ist ein gratis Service der britischen Webagentur Loudd
Kosten: Gratis

Bitly
Kein spezieller Service für Musiklinks, bietet aber u.a. Möglichkeiten, eigene Links zu erstellen und Klicks zu tracken.
Kosten: Freemium – 50 Links pro Monat sind gratis, sämtliche weiteren Links & Services wie z.B. Branded Links sind im Abo um $ 29,- pro Monat erhältlich.

Linkfire
Smart links for music marketing
Über einen Link könnten sämtliche Online-Shops und Streaming Services auf einer speziellen Landingpage angeboten werden. Der Service merkt sich die Vorlieben der Userinnen und User (z.B. ob Spotify oder Apple Music bevorzugt wird). Links zu Merch oder Tickets können ebenfalls gesetzt werden. Personalisierung der Landingpage ist im Pro-Angebot möglich.
Kosten: Für Musikschaffende belaufen sich die Kosten je nach gewünschtem Feature-Umfang auf $ 10,- pro Monat (Starter) oder $ 25,- pro Monat (Pro)

Linktree
You only get one chance to link. Make it do more.
Der Service generiert eine Landingpage auf der weiterführende Links, z.B. Streaming-Services, Online-Shops, Ticket- und Merchanbieter, Webseiten etc. platziert werden können.
Kosten: Freemium – in der Gratisvariante können unlimitiert Link gesetzt werden. Die Pro Variante um $ 6,- pro Monat bietet weitere Features, wie z.B. Link Scheduling, Video Embedding und tiefer gehende Analytics.

Sync

Musicgateway
arbeitet direkt mit Musik-Beraterinnen, Werbeagenturen, Filmemacherinnen, TV/Kino Produzentinnen und versucht, die Musik ihrer Kundinnen zu lizensieren. Dabei fungiert der Service als Schnittstelle zwischen Musikschaffenden und Lizenznehmern. Royalities & Copyright verbleiben zu 100% bei den Musikschaffenden. Weitere Dienstleistungen: Musik Promotion (Radio, DSPs) & Playlist-Bemusterung.
Kosten: Abomodell – je nach Leistungsumfang belaufen sich die Kosten auf monatlich € 5/15/25. Leistungen beziehen sich auf die Anzahl an zu bemusternden Radios/Playlists etc bzw. Cloudstorage (wird benötigt, um den Service nutzen zu können).

Syncr
Upload. Submit. Feature.
Über diese Plattform kann Musik an Filme, Serien, Werbung, Games, Playlisten & Medien bemustert werden. Lizenznehmer erstellen Briefings, die von Musikschaffenden eingesehen werden können – in weiterer Folge bewerben sich Musikschaffende über die Plattform bei den Lizenznehmern.

Music Rights / Royal Collection / Tracking

BMAT
What plays around will come around
Über BMAT ist es Musikschaffenden möglich zu tracken, wo ihre Musik gespielt wird (Radio, TV, Clubs etc). Der Service trackt 5.000 Radiostationen, 1.500 TV-Sender sowie 1.000 Veranstaltungsorte weltweit.
Kosten: Individuell je nach Leistungsumfang wird ein Angebot erstellt

Legitary
Ein Startup aus Österreich, welches es ermöglicht, Royalties-Abrechnungen von Streaming Services zu prüfen und möglichen Betrug, mit Hilfe von künstlicher Intelligenz, automatisch erkennt.
Kosten: Beim Service direkt zu erfragen

Shazam
Shazam for Artists
Für Konsumentinnen und Kosmumenten dient Shazam zur Identifikation von Musik, die z.B. im Radio oder TV läuft. Shazam for artists (NEU bei Apple Music for Artists) zeigt, wie häufig Musik eines Artists von Konsumentinnen und Konsumenten getrackt wurde.
Kosten: Gratis

WARM
World Airplay Radio Monitor
WARM überwacht mehr als 28.000 Radiostationen weltweit. Ein weiterer (gratis) Service der Plattform ist die Erstellung von Airplay-Charts.
Kosten: € 6 pro Song und Monat. Vergünstigungen bei längerer Bindungsdauer (€3 pro Song und Monat bei 12 Monate Bindung)

Data Analytics

Apple Music For Artists
Analysetool von Apple Music, um tiefgehend die eigenen Streams zu analysieren. Beinhaltet auch Shazam Analytics.
Kosten: Gratis. Verifizierung notwendig.

Chartmetric
End-To-End music market analytics
Dieses Tool sammelt Informationen wie Playlisten, TV- & Radioeinsätze, Social Media Follower und stellt sie als Dashboards im Browser dar.
Kosten: Freemium – in einer gratis Variante stehen beschränkte Dashboards (Playlisten & Social Media Follower) zur Verfügung. Die Vollversion kostet $ 140/Monat

Fortunes
The all-in-one insights app for artists, bands, producers & their teams
Ein Startup aus Österreich, welches es Musikschaffenden, Managements und Labels ermöglicht, ihre Streaming- & Social Media Daten, Blogposts, Uploads uvm zu tracken und im Team zu teilen. ForTunes ist als App & Browser Anwendung verfügbar.
Kosten: Freemium – der Newsfeed, welcher über aktuelle Entwicklungen (wie z.B. Playlist Adds, Blogsposts, Achievements) Auskunft gibt, sowie die Temfunktion sind gratis, die Vollversion kostet für Neukunden € 8,90/Artist/Monat

Soundcharts
Actionable data for the music industry
Ein Tool für Labels, welches Informationen wie Playlisten, Airplay & Social Media über Künstlerinnen und Künstler sammelt und diese in Dashboards und Charts im Browser darstellt.
Kosten: € 40/Monat (begrenzter Leistungsumfang – 10 KünstlerInnen), € 129/Monat (voller Umfang – unlimitierte Künstlerinnen/Künstler)

Spotify For Artists
Analysetool von Spotify, um tiefgehend die eigenen Streams & Playlisten zu analysieren. Über dieses Service können Musikschaffende ihre Musik außerdem direkt an Spotify Editorial Playlisten pitchen.
Kosten: Gratis. Verifizierung notwendig.

Digitale Musikvertriebe und Aggregatoren

Amuse
Free music distribution for everyone
Freemium Musikvertrieb als App mit angeschlossenem Label. Der Vertrieb dient als Scouting-Tool für das Label. 100% der Einnahmen verbleiben bei den Userinnen und User.
Kosten: Freemium – es gibt die Möglichkeit, gratis über Amuse zu vertreiben. Diese Variante bietet einen eingeschränkten Leistungsumfang (zB 4 Wochen Vorlaufzeit pro Release). Amuse Pro um $ 60/Jahr bietet den vollen Leistungsumfang.

Believe Digital
Smart digital and physical distribution and marketing services for music and video artists and labels worldwide.
Believe beliefert über 350 der weltweit wichtigsten Dienste (einschließlich lokaler und spezialisierter Plattformen und bietet ein gut ausgebautes Netzwerk enger Vertriebspartner und ermöglicht somit einen Zugang in den physischen Musikmarkt aller relevanten Länder.
Kosten: Believe Digital bietet auf Anfrage maßgeschneiderte Angebote für Artists und Lables an.

Ditto
Sell music online
Ein digitaler Musikvertrieb, der weltweit Online-Stores und Streaming Services beliefert. Userinnen und User bezahlen eine jährliche Gebühr pro Artist. 100% der Einnahmen gehen an die Userinnen und User. Gratis Zugang zu Sales Boosting Tools wie z.B. SmartLinks.
Kosten: € 19/Artist/Jahr – Rabatte für mehrere Artists und Labels.

Distrokid
Upload & sell your music
Ein digitaler Musikvertrieb, der weltweit Online-Stores und Streaming Services beliefert. Userinnen und User bezahlen eine einmalige Jahresgebühr und behalten dafür sämtliche Umsätze.
Kosten: $ 19,99/Artist/Jahr

Rebeat
Music connects us.
Ein digitaler Musikvertrieb aus Österreich, der sämtliche Stores und Streaming Services weltweit gegen eine geringe Umsatzbeteiligung beliefert. Zusätzlich zum Vertrieb bietet Rebeat eine Vielzahl an weiteren Services, wie z.B. Supply Chain Management und Label Accounting an.
Kosten: Umsatzbeteiligung von 15% + € 149,- (einmalig) Lizenzgebühr für die Vertriebssoftware. Weitere Gebühren bei SD/HD Upload, ISRC etc. fallen an.

Tunecore
Veröffentliche deine Musik auf über 150 digitalen Musikplattformen
Tunecore beliefert über 150 Download-Plattformen in über 200 Ländern.
Kosten: Die Veröffentlichung eines Albums kostet im 1. Jahr € 29.99,- (danach € 49.99,-), eine Single € 19,99,-. Weiters werden Angebote als Musikverlag angeboten.

Direct to fan

Audiomack
Ein user generated Streaming Service. Musikschaffende laden ihre Musik selbst hoch und präsentieren sie der Audiomack Community, welche die Musik über Browser oder Apps konsumiert.
Kosten: Kostenlos für Musikschaffende inklusive unlimitiertem Upload und Analytics.

Bandcamp
Bandcamp for Artists
Über Bandcamp kann direkt, ohne zwischengeschaltetem Vertrieb, Musik & mehr an Fans verkauft werden (inkl. Streaming). Innovative Preisgestaltung (Fixpreis bis Pay-As-You-Wish). Auch Downloadcodes als Beilage für Vinyl lassen sich einfach erstellen.
Kosten: Der Account ist kostenlos. Bei Verkäufen fällt eine Umsatzbeteiligung von 15% (Musik) bzw 10% (Merch) an. Zusätzliche Services wie z.B. Batch Uploads, Promo-Messages an Fans etc. sind in einem optionalen Abo um $ 10/Monat (Bandcamp Pro) erhältlich.

Fanklub
Die neue Plattform für Bands und Fans
Die im September 2021 neu gelaunchte Plattform bietet sowohl Newcomern als auch bereits etablierten Act die Möglichkeit, kostenlos einen eigenen Fanklub zu eröffnen.
Kosten: € 1,99 (oder mehr) pro Monat für die Fans, kostenlos für die Musikerinnen und Musik.

Reverbnation
DIY shouldn’t mean you’re all alone
Dieser Service bietet umfangreiche Musikmarketing- und Vertriebsmöglichkeiten für DIY-Musikschaffende an, wie z.B. ein Artist Profile. um sich selbst als Künstlerin und Künstler zu präsentieren, D2C Musikvertrieb, EPK, Musikvertrieb an DSPs wie Spotify, Apple usw (100% der Einnahmen verbleiben bei den Artists), Artist-Webseite etc.
Kosten: Freemium – je nach Leistungsumfang werden 3 Abomodelle angeboten: Free/ € 11/Monat sowie € 18/Monat

Soundcloud
Creators.Soundcloud
SoundCloud ist ein user generated Streaming Service. Musikschaffende laden ihre eigene Musik hoch und präsentieren sie der SoundCloud Community. Konsumentinnen und Konsumenten nutzen SoundCloud über den Browser oder Apps.
Kosten: Freemium – Musikschaffende können SoundCloud gratis nutzen, allerdings mit Einschränkungen bei Uploads (begrenzt auf 3h Uploads) und Analytics. Der volle Leistungsumfang ist um € 11/Monat erhältlich und inkludiert u.a. tiefgehende Analytics, Promomöglichkeiten, Monetarisierung der Plays sowie einen angeschlossenen Vertrieb der auch weitere große DSPs (Spotify, Apple Music etc) beliefert.

Video & Streaming

Crowdcast
ermöglicht es Musikschaffenden, Live-Streams mit einer Paywall zu versehen. Zuseherinnen und Zuseher müssen also ein Ticket lösen, um den Live-Stream konsumieren zu können. Der Ticketpreis kann von den Künstlerinnen und Künstlern frei gewählt werden.
Kosten: 5% Transaktionsgebühr pro Ticketverkauf + Abokosten die je nach Leistungsumfang variieren: $ 20 – $ 139 pro Monat.

Twitch
Die Plattform wird hauptsächlich zum Live-Streamen von Computerspielen verwendet, erlangt aber – befeuert durch die Coronakrise – auch bei Musikschaffenden größere Beliebtheit. Fans können den Kanal kostenpflichtig abonnieren oder Trinkgeld geben. Da Twitch Teil von Amazon ist, kann dies über den Amazon-Account abgewickelt werden
Kosten: Grundsätzlich kostenlos für die Streamerin und den Streamer, es fällt allerdings eine Gebühr bei Auszahlung der Trinkgelder an, die je nach Auszahlungsart variiert (zB 2% bei Paypal-Auszahlung).

Vimeo
Alternative Video Streaming Plattform, die es ihren Userinnen und Usern ermöglicht, Videoinhalte über Abomodelle oder Gebühren für Live-Streams zu monetarisieren.
Kosten: Abomodell – Preise variieren je nach Leistungsumfang: € 6/16/40/70 pro Monat. Livestreaming ist erst ab 70 Euro/Monat inkludiert

Webstagemusic
Plattform für Livestream-Konzerte
Auf Webstagemusic können Streams von Livekonzerten vermarktet werden, wobei ein Smartphone als Grundausstattung für die technische Umsetzung des Streamings ausreicht.
Kosten: Die Plattform behält sich 25% der Bruttoeinnahmen ein. Der Preis der Tickets ist ab 5 Euro frei wählbar, wobei auch Merchandise mitverkauft werden kann. Die Online-Zuschauer können während des Livestreams chatten und Trinkegeld geben.

YouTube
YouTube for Artists
Weltweit größte Video Streaming Plattform. Uploads können über Werbung monetarisiert werden. Die YouTube Content ID erkennt automatisch, wenn Dritte Musik hochladen (Content ID wird vom Musikvertrieb beliefert). Live-Streams können ebenfalls über YouTube abgewickelt werden.
Kosten: Gratis

Live

Bands In Town
Dieser Service bietet die Möglichkeit, Live-Termine (inkl. Ticketlinks) zu verwalten, auf Webseiten zu embedden und u.a. auch mit Fans in Kontakt zu treten.
Kosten: gratis

Gigmit
Work less, get booked
Dieser Service vermittelt Musikschaffende mit Locations, Festivals und Privaten, die auf der Suche nach Live-Bands sind. Musikschaffende präsentieren sich auf der Plattform über eine „Smart Artist Page“, auf der Videos, Musik und Social Media Follower angezeigt werden können.
Kosten: Freemium – grundsätzlich ist Gigmit für Musikschaffende kostenlos. Es gibt einen Pro-Preis von € 19 im Monat (12 Monate Bindung), welcher bessere Platzierung bei Suchergebnissen bzw. Zugang zu einer Datenbank mit Kontaktinfos von Clubs und Festivals beinhaltet.

Music Traveler
Ein Startup aus Österreich ermöglicht es Musikschaffenden, in vielen Ländern kurzfristig und unkompliziert Proberäume zu mieten – man könnte es als Airbnb für Proberäume bezeichnen.
Kosten: Je nach Location unterschiedlich

Artist Growth
Eine Plattform speziell entwickelt, um professionelle Touren zu organisieren und verwalten, die sich an Labels und Managements richtet. Leistungen inkludieren Lagermanagement von Merch, Daysheets, Finanzmanagement uvm.
Kosten: € 50/Monat

NTRY
Österreichisches Start-up, welches mobiles Ticketing für Veranstalterinnen und Veranstalter jeder Größe anbietet.
Kosten: Erst bei erfolgreichem Ticketverkauf entstehen Kosten von mind. € 0,60 oder 10% des Ticketpreises. Für regelmäßige Veranstalter gibt es ein Abomodell, um € 25 pro Monat welches umsatzabhängige Vergünstigen der Gebühr beinhaltet.

Songkick
Auf diesem Service können Live-Termine eingetragen werden (inkl. Links zu Tickets), um sie z.B. auf Webseiten zu embedden. Songkick speist außerdem Spotify mit diesen Live Terminen.
Kosten: gratis

Education

Noteflight
Create, teach, share, sell and purchase music
Eine Online Notationssoftware mit vielen Möglichkeiten zum notieren von Musikstücken. Gut geeignet für Lehrpersonen im schulischen Bereich, um Notenbeispiele für den Unterricht zu erstellen. Auch das gemeinsame komponieren und erarbeiten von Werken ist möglich, die dann auch gleich online verkauft werden können.
Kosten: Neben einer kostenlosen Version gibt mehrere Abomodelle ab $ 7,95.- monatlich.

Soundgym
Audio Ear Training Online
Eine Lernplattform, um das musikalische Gehör von Produzentinnen uns Produzenten sowie Tontechnikerinnen und Tontechniker spielerisch zu schulen. Userinnen und Usern steht ein Vielzahl an Übungen – häufig in Form von kleinen Minigames – zu Verfügung.
Kosten: Freemium – Soundgym kann beschränkt gratis genutzt werden. Es werden Pro Mitgliedschaften ab $7,90 (je nach Bindungsdauer unterschiedliche Preisgestaltung) angeboten.

Soundfly
A new kind of online music school
Eine Plattform, um Musikinstrumente online gemeinsam mit Mentorinnen und Mentoren zu erlernen. Auf der Plattform, die wie ein Marketplace funktioniert, bieten die Mentorinnen ihre Kurse entweder als Free oder Premium Kurs an. Die Preise für Premiumkurse variieren je nach Angebot.
Kosten: Manche Kurse werden gratis angeboten, andere Kurse kosten – z.B. ist der 6-wöchige Kurs „Beatmaking in Ableton live“ um $ 649 erhältlich.

Yousician
Unleash your inner musician
Diverse Instrumente können in Online-Kursen (von Anfängerin und Anfänger bis Profi) erlernt werden. Yousician ist als ios oder Android app verfügbar.
Kosten: ab 5,99/Monat

Fundraising

Indiegogo
Crowdscourcing Plattform, welche auch für Musik-Projekte genutzt werden kann.
Kosten: 4% der Crowdfunding Summe.

Kickstarter
Crowdscourcing Plattform, welche auch für Musik-Projekte genutzt werden kann.
Kosten: 5% der Crowdfunding Summe.

Patreon
Create on your own terms
Diese Plattform ermöglicht “Membership Businesses” direkt zwischen Musikschaffenden und Fans. D.h. Patreon-Förderern, welche Musikschaffende durch einen monatlichen Betrag unterstützen, erhalten Zugang zu exklusiven Inhalten, wie z.B. Hangouts, unveröffentlichten Songs etc.
Kosten: Je nach Leistungsumfang behält Patreon 5-12% des monatlich erwirtschafteten Einkommens der Künstlerinnen bzw. des Künstlers ein.

The Music Fund
Sell your streaming royalties
Dieser Service ermöglicht es Musikschaffenden, Geld für zukünftige Streams ihres bestehenden Musikkatalogs zu erhalten. Künstlerinnen und Künstler verkaufen einen Split an zukünftigen Streams. Dieser Betrag ist nicht als Darlehen oder Advance anzusehen. Der gebotene Betrag ist von Künstlerin zu Künstlerin unterschiedlich und wird individuell angeboten.
Kosten: Gratis

WHAAAT
Eine Plattform aus Österreich, welche noch im Sommer 2020 starten wird. Investorinnen und Investoren können über diese Plattform Verlagsrechte an den Veröffentlichungen von Musikschaffenden erwerben. Künstlerinnen und Künstler können über diese Plattform zukünftige Projekte finanzieren.

Social Media

Facebook
Weltweit größtes Social Network. Sollte bei allen Zielgruppen berücksichtigt werden, vor allem aber >40.

Instagram
Weltweit am schnellsten wachsendes Foto/Video Social Network. Besonders in der Zielgruppe <40 sehr beliebt.

Tiktok
Ein Video-Sharing Social Network. Wird vor allem von einer jungen Zielgruppe (<30) zum Verbreiten von Lip-Sync Videos, Comedy und Ähnlichem genutzt. User generated Videos. Im Moment sehr starkes Wachstum und hoher Impact von TikTok-Hits im Mainstream.

Twitter
Weltweit größte Mikro-Blogging Plattform.

Newsletter

Mailchimp
Weltweit beliebtester Newsletter Service.
Kosten: Freemium – je nach gewünschtem Volumen. Bis 2000 Kontakte gratis.

Sendpulse
Alternativer, etwas günstigerer, Newsletter Service.
Kosten: Freemium – bis 500 Kontakte gratis.

Websites

Bandzoogle
Kosten: Diverse Abomodelle

Squarspace
Kosten: Diverse Abomodelle

WIX
Kosten: Diverse Abomodelle

WordPress
Kosten: Diverse Abomodelle

Diverse Dienste

Flickr
Foto-Community mit einigen nützlichen Features für Artists.

Dropbox
Datenaufbewahrung und Versand.
Kosten: 2GB kostenlos, diverse Abomodelle

Pinterest
Online-Pinnwand.
Kosten: Kostenlos

Slack
Nützliches Kommunikationstool für Teams.
Kosten: Diverse Abomodelle

WeTransfer
Zum Versenden von großen Dateien.
Kosten: 2GB kostenlos, diverse Abomodelle