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CORONA-KRISE: Infos für Musiker*innen, Veranstalter*innen, Clubbetreiber*innen / Unterstützungsmaßnahmen bzw. -möglichkeiten / Nützliche Infos

Die Corona-Krise und die damit verbundenen Maßnahmen zur Bewältigung dieser stellen die gesamte österreichische Wirtschaft und damit auch die heimische Musikwirtschaft in höchstem Maße vor große finanzielle Herausforderungen. Das komplette Verbot von Veranstaltungen und die Schließung aller Lokale, Clubs, Veranstaltungsräume und gastwirtschaftliche Betriebe lassen die Betreiber*innen solcher in eine unvorhersehbare Zukunft blicken. Um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, sammelt mica – music austria alle Informationen zu Maßnahmen, Initiativen und Services, die für Musikschaffende, Veranstalter*innen und Clubbetreiber*innen in der aktuellen Lage relevant sind.

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Information & Beratung für Musikschaffende, Veranstalter*innen & Clubbetreiber*innen
mica – music austria: office@musicaustria.at; Tel. 01/52104 0
Servicestelle Salzburg: neidhart@musicaustria.at

Kostenlose Rechtsberatung für Clubbetreiber*innen, Veranstalter*innen:
Vienna Club Commission: info@viennaclubcommission.at
Vienna Club Commission: Corona Virus Checklist – Für Clubbetreiber*innen und Veranstalter*innen (pdf)

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Umfragen:

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Weiterführende Links

Rechtliche Grundlagen:

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Meldungen zum Thema:

Alle Angaben erfolgen trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr und basieren auf dem Wissenstand des Zeitpunkts der Veröffentlichung. Eine Haftung von mica – music austria ist ausgeschlossen.

Letzte Aktualisierung der Seite: 02.06.2020

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Vienna Club Commission

Meldungen

Meldung vom 27. Mai 2020: Zeitraum der Unterstützung des WKO Unterstützungsfonds wird von 3 Monaten auf 6 Monate verlängert. Mindestens 500,- Euro pro Monat. Ein Comeback Bonus von 3.000,- Euro wird eingerichtet.

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SVS – ÜBERBRÜCKUNGSFINANZIERUNG FÜR SELBSTSTÄNDIGE KÜNSTLER*INNEN

(Aktualisierung 8. Juli 2020)

Einreichung ab sofort möglich. Die Höhe der Unterstützung beträgt einmalig maximal 6.000,- Euro

Voraussetzung ist eine aktive Versicherung bei der SVS seit zumindest 13. März 2020. Der Antrag wird bei der SVS gestellt. Die Feststellung ob ein Anspruch als Künstler*in besteht erfolgt über die SVS. Entweder wurde bei Erstanmeldung künstlerische Tätigkeiten angegeben, oder es besteht eine Unterstützung durch den KSVF. Eine nachträgliche Anmeldung als Künstler*in ist möglich.

Rahmenbedingungen

  • Hauptwohnsitz in Österreich und eine durch COVID-19 verursachte wirtschaftliche Notlage
  • Antragstellung bis 31.12.2020 möglich
  • Antragsberechtigt sind Personen die Kunst & Kultur schaffen, vermitteln oder lehren
  • Eine vorliegende SVS Versicherung ist Voraussetzung, zumindest ein „opting in“.
  • Einreichmöglichkeit bei bestehenden Bezug aus Arbeitslosenversicherung: NEIN
  • Einreichmöglichkeit bei Mehrfachversicherung: JA
  • Einreichmöglichkeit bei Bezug einer Pension: JA
  • Einreichmöglichkeit bei vorhandenem Arbeitsstipendium der Bundesländer möglich: JA
  • Einreichmöglichkeit bei vorhandener Unterstützung durch die Verwertungsgesellschaften: JA
  • Reduzieren bereits erhaltene Zahlungen aus dem WKO Härtefallfond die Höhe der SVS Unterstützung: JA
  • Ist die Beihilfe steuerberfreit: JA

Informationen BMKOES
https://www.bmkoes.gv.at/Kunst-und-Kultur/Neuigkeiten/K%C3%BCnstlerInnen-Fonds.html

SVS Antragsstellung
https://www.svs.at/cdscontent/?contentid=10007.859358&portal=svsportal

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WKO UNTERSTÜTZUNGSFOND

Zeitraum der Unterstützung wird von 3 Monaten auf 6 Monate verlängert. Mindestens 500,- Euro pro Monat. Ein Comeback Bonus von 3.000,- Euro wird eingerichtet.

Phase 2 bereits gestartet. Phase 1 kein Antrag mehr möglich.
Erweiterte Rahmenbedingungen seit 4.5.2020
Betrachtungszeitraum 2 gestartet. Einreichungsmöglichkeit ab 16. Mai 2020

500,- Euro Zuschüsse aus der Phase 1 (WK/KSVF) werden um weitere 500,- Euro auf 1.000,- Euro erhöht.

Grundsätzliche Rahmenbedingungen:

  • Nachweis von Einnahmeausfällen ist zu erbringen
  • Höhe Zuschuss Phase 2: max. € 2.000.- /Monat
  • Max. Höhe: € 6.000,- für drei Monate
  • Gesonderte Anträge für jeden Betrachtungszeitraum

Betrachtungszeitraum:

  • Betrachtungszeitraum 1: 16. März 2020 – 15. April 2020
  • Betrachtungszeitraum 2: 16. April 2020 – 15. Mai 2020
  • Betrachtungszeitraum 3: 16. Mai 2020 – 15. Juni 2020

Neu: Erweiterung des Betrachtungszeitraum: 3 beliebige Monate der letzten sechs Monate des Vorjahres

Rahmenbedingungen

  • Unterstützung Phase 2 auch als nicht WKO-Mitglied: ja
  • Versicherungspflicht: ja, zumindest eine freiwillige bzw. opting in (keine Mitversicherung möglich!)
  • Mehrfachversicherung vorhanden. Unterstützung: ja
  • Vorhandene Teilzeitanstellung + freischaffende Tätigkeit. Unterstützung: ja
  • Pension vorhanden, dennoch freischaffende Tätigkeit notwendig. Unterstützung: ja
  • Gibt es Einkommensuntergrenzen: nein
  • Mehrfache unterschiedliche Einkünfte unselbständig, freischaffend kunstnah und kunstfern. Unterstützung: ja
  • Ist die Unterstützung Einkommensteuer befreit: ja
  • Ist die Umsatzhöhe relevant: nein
  • Kann man von KSVF falls möglich zu WKO wechseln: ja
  • Zuschuss bei Wochengeld: ja
  • Zuschuss bei Mindestsicherung: ja
  • Nebeneinkünfte sind gestattet: ja

Einreichmodalitäten

  • Der Antrag ist ausschließlich online möglich
  • Es reicht Steuernummer + Sozialversicherungsnummer
  • Daten aus Einkommensbescheid verwenden
  • Bereits erfolgte Einreichungen nicht noch einmal einreichen.
  • KUR/GLN nicht vorhanden: kein Problem

Zusatzinfos

  • Einreichung auch bei negativem Steuerbescheid (Verlust) möglich, es müssen die letzten drei Jahre insgesamt positiv sein
  • Mindestens € 500,- / Monat (keine Anrechnung der ersten € 500,-) bezahlt
  • Familienausgleich kein Ausschluss mehr.

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KSVF – KÜNSTLERSOZIALVERSICHERUNGSFONDS

(Aktualisierung 8. Juli  2020)

Info zu Corona: https://www.ksvf.at/covid-19.html

Phase 2 gestartet. Einreichmöglichkeit ab 10. Juli 2020

Ein Antrag zu Phase 1 ist nicht mehr möglich!

Antragsberechtigt: Künstler*innen und Kunstvermittler*innen, die nicht von der Sonderrichtlinie der WKO erfasst sind und nicht nach der Überbrückungsfinanzierung für Künstler*innen der SVS anspruchsberechtigt sind.

(Definition Kunstvermittler*innen: Als Kulturvermittler*innen sind Personen zu verstehen, die Bildungs- und Kommunikationsprozesse im Museums- und Ausstellungswesen sowie bei künstlerischen und kulturellen Veranstaltungen in unterschiedlichen Medien (z.B. Apps, Audioguides, Ausstellungs- und Künstler*innengespräche, Begleithefte, Besucher*innenkataloge, Diskussionen, Führungen, Raumtexte, Workshops) initiieren und durchführen.)

Höhe der Beihilfe: bis zu 3.000,- Euro

Rahmenbedingungen Phase 2:

  • Hauptwohnsitz in Österreich und eine durch COVID-19 verursachte wirtschaftliche Notlage
  • Keine automatische Fortsetzung der Phase 1, Antrag für Phase 2 ist aktiv einzureichen
  • Eine bereits erhaltene Soforthilfe aus der Phase 1 wird für die Auszahlung in Phase 2 einberechnet.
  • Fehlender Einkommensteuerbescheid: Einkommen schätzen
  • Keinen Anspruch auf Leistungen aus privaten bzw. beruflichen Versicherungen vorhanden
  • Die gesamten Jahreseinkommen aus allen Bereichen darf 29.942,90 nicht überschreiten
  • Die Bewilligung zur Beihilfe erfolgt über einen Beirat
  • Allfällig vorhandenes Vermögen und/oder Kontoguthaben wird bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Situation nicht herangezogen,
  • Anträge bis längstens 31.12.2020 möglich

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Fixkostenzuschuss

Unternehmen können einen Zuschuss zur Deckung der Fixkosten beantragen. Ein Umsatzverlust von mindestens 40% im Vergleich zu 2019 muss vorhanden sein. Einkünfte u.a. aus künstlerischen, erzieherischen freiberuflichen Tätigkeiten, sowie freiberufliche Tätigkeiten bei Veranstaltungen.

Als Fixkosten nachgewiesen im Einkommensbescheid sind u.a.: Geschäftsmieten, betriebliche Versicherungsprämien, betriebsnotwendige Zahlungen (Personal ausgeschlossen), Strom/Gas…

Die Höhe des Zuschuss ist gestaffelt nach der Höhe des Umsatzausfalls. Der Zuschuss wird nur dann gewährt wenn die Höhe mindestens 500,- Euro beträgt.

Die Einreichung erfolgt über Finanz Online. Beginn 20. Mai 2020. Der gesamte Zuschuss kann ab 19. August eingereicht werden. Für den Gesamtantrag ist eine Bestätigung durch Steuerberater*in, Wirtschaftsprüfer*in oder Bilanzbuchalter*in erforderlich.

Alle erhaltenen Covid-19 Unterstützungen aus anderen Fonds werden angerechnet.

Gemeinnützige Vereine können nicht ansuchen. Einkünfte aus gewerblicher Tätigkeit mit Gewinnabsicht (Unternehmen) sowie Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit sind Voraussetzung.

FAQ´s, Download, Formulare

https://www.fixkostenzuschuss.at/

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NPO (Non Profit Organisation) – Unterstützungsfond

(Aktualisierung 8. Juli 2020)

Eine Antragstellung ist ab 8. Juli 2020 möglich

Zielgruppe:

  • gemeinnützige Organisationen aus allen Lebensbereichen wie etwa: Gesundheit, Kunst & Kultur, Pflege, Sport….
  • Freiwillige Feuerwehren
  • gesetzlich anerkannte Religionsgemeinschaften

Welche Kosten werden gefördert:

  • Miete & Pacht
  • Wasser, Energie & Telekommunikation
  • Versicherung & Lizenzkosten
  • Vorlaufkosten für abgesagte Vernstaltungen
  • Steuerberatungskosten
  • Zahlungsverpflichtungen (z.B.: Buchhaltung, Marketing, Werbung)
  • Zinsaufwendungen die vor dem 10.3.2020 vereinbart wurden
  • Verderbliche Ware oder saisonale Ware bei Wertverlust von mind. 50% durch Covid-19 Krise
  • Personalkosten von Personen die nach dem Behinderteneinstellungsgesetz beschäftigt sind
  • Covid-19 bedingte Kosten (Schutzausrüstung, Desinfektionsmittel
  • Pauschaler „Struktursicherungsbeitrag“ (Kosten die nicht unter die förderbaren Kosten fallen und mit 7% der 2019 erwirtschafteten Einnahmen berechnet werden)

Maximale Förderung pro Organisation 2,4, Mio Euro
Mindest Fördersumme nach angefallenen Kosten 500,- -Euro
Maximaler Struktursicherungsbetrag 120.000,- Euro

Auszahlungsrahmenbedingungen
Beträge bis 3.000,- Euro: Der Betrag wird sofort ausbezahlt
Beträge von 3.000,- bis 6.000,- Euro: 3.000,- Euro wird sofort ausbezahlt, der Rest nach erfolgter Prüfung und Abrechnung
Beträge über 6.000,- Euro: Es werden 50% sofort ausbezahlt, der Rest nach erfolgter Prüfung und Abrechnung

NPO – Fonds

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OESTIG

Kultur-Katastrophenfonds für Musikschaffende

  • Voraussetzung: Mitgliedschaft bei OESTIG
  • Widmung: Für abgesagte Engagements
  • Aktuell: Phase 2,
  • Abzugebende Formulare:
  • Antragsformular Förderung 2020-04 mit Unterschrift Format: pdf
  • Formblatt-2020-April
  • Formblatt-2020-Mai
  • Eidesstattliche Erklärung

Rahmenbedingungen

  • Deadline Abgabe für April/Mai: 20. Mai 2020
  • Zu senden an: foerderungen@lsg-interpreten.com
  • Gesamtbudget: € 1.000 000
  • Info: nur für freischaffende Musiker*innen

Formular

Wichtige Inhalte:

  • Verdienstentgang pro Veranstaltung Förderung
  • Verdienstentgang pro Veranstaltung inkl. Förderung
  • Ausschluss einer Verschiebung
  • Klare Zusammenfassung der Vereinbarung sofern kein Vertrag besteht
  • Durchschnittliches Monatsgehalt aller Einnahmen
  • Summe der sofort verfügbaren Ersparnisse unter € 5.000,-
  • Summe der sofort veräußerbaren Vermögenswerte unter € 5.000,-
  • Zustimmung zur Weiterleitung der Daten

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SKE / AQUAS:

Förderberechtigte: Mitglieder von AKM/AUME
COVID 19 Unterstützung: Einreichung nicht mehr möglich (500 Anträge wurden bewilligt)

Noch möglich: Darlehen zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen: Höhe € 15.000,-, 0%, Rückzahlung bis Ende 2021, max. 15 Monate.

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Andere Unterstützungsmöglichkeiten

Andere Unterstützungsmöglichkeiten

Arbeitsstipendien der Länder

Wien: neu: Arbeitsstipendium Wien Neubau (1070). Einreichfrist: 31. Juli
Antragsinformation: https://www.wien.gv.at/bezirke/neubau/geschichte-kultur/kulturstipendium.html

Wien: € 3.000,- (€ 6,3 Mio Budget), Deadline vorbei

Niederösterreich: bis zu € 3.000,- (Budget € 1 Mio, Personen mit einem Einkommen über  € 1.000,-/Monat nicht antragsberechtigt) Deadline: 30. Juni
http://www.noe.gv.at/noe/Kunst-Kultur/Kunststipendien_des_Landes_Niederoesterreich.html

Oberösterreich + Steiermark: maximal  € 917,35 (für max. 3 Monate =  € 2.752,05. Nur für Personen in finanzieller Notlage, die von keinem anderen Hilfefond unterstützt werden) Deadline vorbei

Kärnten: 36 Stipendien zu je € 2.700,- Deadline vorbei
Solidaritätsfond Kärtner Kulturstiftung: € 500,- – 1.000,-, in Ausnahmefällen €2.000,- Deadline vorbei
https://www.kulturstiftung.at/solidaritaetsfonds

Vorarlberg: Atelier und Arbeitsstipendien, € 1.000,- (Budget  € 150.000,- ) Deadline vorbei

Salzburg: Arbeitsstipendium € 3.000,- Einreichung zur Zeit nicht mehr möglich, eine Verlängerung wurde angekündigt: https://www.salzburg.gv.at/kultur_/Documents/KEP%20Arbeitsstipendium%202020.pdf

Tirol: Arbeitsstipendium € 3.000,- neue Verlängerung der Einreichfrist (Fassung 2 vom 15.6.2020). neue Deadline: 31. August 2020

Vorarlberg: Atelier und Arbeitsstipendien: € 2.000,- grundsätzlich keine Antragsfrist
FAQ´s Förderabwicklung: https://vorarlberg.at/web/land-vorarlberg/contentdetailseite/-/asset_publisher/qA6AJ38txu0k/content/faq-s-corona-kultur-foerderakzente-und-foerderabwicklung-land-vorarlberg?article_id=608299

Grundsätzlich sind diese Arbeitsstipendien an ein eingereichtes Projekt gebunden. Die Entscheidung der Zusage fällt über einen Beirat. Damit ist es eine Kulturförderung, gebunden an ein eingereichtes Projekt. Die Länder schließen Unterstützung durch andere Einrichtungen nicht aus. Eine Grundsatzentscheidung des WKO-Fonds steht noch aus.

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Stiftung Österreich

Stiftungen helfen Künstler*innen: https://www.stiftung-oesterreich.at/de/unsere-projekte/Stiftungen_helfen_Kuenstlern: keine Einreichung mehr möglich

Künstler*innen sind von der aktuellen Krise außerordentlich stark betroffen, weil sämtliche Theater, Museen und Veranstaltungslokale geschlossen sind. Damit entfallen Verdienstmöglichkeiten, die für manche existenzbedrohend sein können. Das haben auch staatliche Stellen erkannt und den Corona-Härtefallfonds ins Leben gerufen, der neben dem Künstler-Sozialversicherungsfonds entsprechende Unterstützung leisten soll. Für jene, die aber durch dieses Sicherheitsnetz fallen oder für die dessen Hilfe nicht ausreicht, soll es durch die Initiative “Stiftungen helfen Künstlern” eine Möglichkeit der schnellen und unbürokratischen Hilfe geben.
In Zusammenarbeit mit weiteren Stiftungen bietet die Stiftung Österreich die Möglichkeit, für in Not geratene Künstler*innen zu spenden. Dafür wurde ein eigenes Spendenkonto eingerichtet. Die Spenden sind für Private und Firmen gemäß den Bestimmungen des BMF spendenabzugsfähig.
Die Zuerkennung von Leistungen an Kulturschaffende erfolgt nach Entscheidung eines Beirats. Weitere notwendige Informationen und Unterlagen werden in den kommenden Tagen hier abrufbar sein.

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Familien Härteausgleich

Zuständig: Bundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend
https://www.bmafj.gv.at/Services/News/Coronavirus/Corona-Familienhaerteausgleich.html 

Für selbstständig Erwerbstätige: Mindestens ein im gemeinsamen Haushalt lebender Elternteil ist aufgrund der Corona-Krise in eine finanzielle Notsituation geraten und zählt zum förderfähigen Kreis natürlicher Personen aus dem Härtefallfonds der WKO.

Voraussetzungen:

  • Hauptwohnsitz in Österreich
  • Familienbeihilfe seit 28.2.2020 (zählt nicht! zum Einkommen)
  • Reduktion des Familieneinkommens
  • Einkommenssteuerbescheid 2017
  • Nachweis Förderung durch WKO Härtefond
  • Höhe der WKO Förderung durch Zusendung des Bescheids
  • Weitere Einkommensbelege der Partnerin
  • Keine Frist für das Ansuchen
  • Nur 1 Elternteil kann den Antrag stellen!!
  • Inländisches Konto

Die Einkommen beider Elternteile werden zur Berechnung herangezogen (nicht einbezogen: Alimente, Kinderbetreungsgeld)

Länge der Zuwendung: einmalig, maximal 3 Monate

Karenz: Ja, wenn Partner Einkommensreduktion hat.

Getrennte Eltern: dort, wo die Kinder leben, kann eingereicht werden

Einkommensgrenzen, Netto /Monat:
Einelternhaushalt + 1 Kind € 1.600,-
Einelternhaushalt + 2 Kinder € 2.000,-
Einelternhaushalt + mehr Kinder € 2.800,-

Paar + 1 Kind € 2.400,-
Paar + 2 Kinder € 2.800,-
Paar + mehr Kinder € 3.600,-

Die Höhe der Zuwendung wird nach Darstellung der Notlage beschlossen.

Es gibt keinen fixen Betrag.

Wie hoch die Zuwendung ist, hängt von mehreren Faktoren ab:

Für die einzelnen Faktoren werden Punkte vergeben. Der Antragsteller bekommt 1 Punkt. Das zweite Elternteil bekommt 0,6 Punkte. Jedes Kind unter 10 Jahren erhält 0,4 Punkte. Kinder zwischen 10 und 15 Jahren erhalten 0,6 Punkte. Ist das Kind älter als 15 Jahre zählt es 0,8 Punkte.

Die Punkte werden zusammengezählt und dann mit 300 multipliziert. Das ergibt den Auszahlungsbetrag. Dieser ist Auszahlungsbetrag ist mit € 1.200,- limitiert.

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LSG Labelunterstützung: http://www.lsg.at/label.html

Kleine Musikerlabels mit einem LSG Aufkommen von mindestens € 250 im letzten Jahr können um einen Produktionszuschuss von € 500,- für eine Veröffentlichung (Album oder mind. 3 Tracks) der letzten 12 Monate bei Antragstellung.

Die Höheren Förderungen (€ 10.000 – € 25.000) sind an Firmenstruktur gebunden. Beginnt ab mind. 2 Vollzeit Anstellungen und Umsatz ab € 50.000,-

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Zusätzliche Möglichkeiten

– Stundung der Vorschreibungen von SVS
– Stundung der Vorschreibungen des Finanzamtes
– Ansuchen Mindestsicherung

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Unterstützungsmaßnahmen bzw. -möglichkeiten: Stand März 2020

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KÜNSTLERSOZIALVERSICHERUNGSFONDS und SKE-FONDS der Verwertungsgesellschaften helfen

Unterstützungsfonds des Künstler-Sozialversicherungsfonds: Dieser kann auf Antrag von Kunstschaffenden mit Hauptwohnsitz in Österreich in besonders berücksichtigungswürdigen Notfällen eine Beihilfe gewähren. Zu beachten ist, dass für die Gewährung einer Beihilfe auch noch andere Voraussetzungen zu erfüllen sind, die immer im Einzelfall – nach Vorlage von Unterlagen – durch einen Beirat überprüft werden. Um einen Anspruch auf Beihilfe überprüfen zu können, benötigt der KSVF ein Ansuchen mittels eines Formulars. Der KSVF kann Beihilfen nur nach Maßgabe der Richtlinien und vorhandenen Mittel gewähren. Der KSVF ersucht nur die wirklich erforderlichen Unterlagen mitzuschicken. Dadurch wird die Bearbeitungsgeschwindigkeit erhöht.
Detailinformationen unter https://www.ksvf.at/ein-notfall-was-nun-tun.html
Infos zu Corona: https://www.ksvf.at/covid-19.html
Rahmenbedingungen Härtefonds: https://www.ksvf.at/covid-19.html

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AKM und OESTIG richten Kultur-Katastrophenfonds für Musikschaffende ein.

Die Verwertungsgesellschaften AKM & austro mechana und die Österreichische Interpretengesellschaft haben angesichts der zu erwartenden Auswirkungen der Einschränkungen im Kulturbetrieb beschlossen, ihren Mitgliedern rasch zu helfen und einen Kultur-Katastrophenfonds einzurichten. https://www.akm.at/blog/2020/03/13/kultur-katastrophenfonds-fuer-musikschaffende/
Antragsformular und Formblatt zum Download: https://www.oestig.at/de/OESTIG/Aktuelles_Veranstaltungen/iEvId__118.htm

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Der SKE-Fonds der Austro Mechana bietet Unterstützungsmöglichkeiten für seine Mitglieder. Detailinformationen unter https://www.ske-fonds.at/show_content.php?hid=3

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LSG Wahrnehmung von Leistungsschutzrechten Ges.m.bH: Für Mitglieder (Interpret*innen, Produzent*innen). Einmalige oder wiederkehrende, individuelle Unterstützung zur Unterstützung der wirtschaftlichen, ideellen oder rechtlichen Lage dieser Personen.
Detailinformationen unter http://www.lsg.at/
Einreichformular für Interpret*innen bei OESTIG: https://www.oestig.at/de/OESTIG/Aktuelles_Veranstaltungen/iEvId__118.htm

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Der Verband der österreichischen Musikwirtschaft – ifpi Austria – startet heute in Zusammenarbeit mit dem Indie-Verband VTMÖ ein Hilfsprogramm für heimische Musiklabels und dotiert dieses mit bis zu 1,0 Millionen Euro. Die konkreten Förderbedingungen werden gerade ausgearbeitet und in den nächsten Tagen auf http://www.lsg.at/label.html veröffentlicht.

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VAM Verwertungsgesellschaft für audiovisuelle Medien GmbH: Zuschüsse für Bezugsberechtigte der VAM bei außergewöhnlicher Belastung (soz. Notfälle): Detailinformationen unter: https://www.vam.cc/pflichtveroeffentlichungen/soziale-und-kulturelle-einrichtungen-ske/

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WKO Härtefallfonds: Förderrichtlinien – Richtlinie des Bundesministers für Finanzen, im Einvernehmen mit dem Vizekanzler sowie der Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort.
https://www.wko.at/service/haertefall-fonds-foerderrichtlinien.html

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WKO Hilfspaket: https://www.wko.at/service/noe/Hilfspaket-aufgrund-des-Corona-Virus-.html

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WKO: Aktuelle Informationen für die Film- und Musikwirtschaft: https://www.wko.at/branchen/gewerbe-handwerk/film-musikwirtschaft/corona-virus.html

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SVS Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen: Anträge zur Stundung bzw. Ratenzahlung der Beiträge
https://www.svs.at/cdscontent/?contentid=10007.857657

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Stadt Wien und Wirtschaftskammer Wien: Mit einem ersten Hilfspaket zur Unterstützung der Wiener Betriebe reagieren die Stadt Wien und die Wirtschaftskammer Wien auf die aktuell schwierige Situation durch das Coronavirus. Der Fokus liegt dabei auf Ein-Personen-Unternehmen sowie Klein- und Mittelbetrieben. https://coronavirus.wien.gv.at/site/wien-schnuert-35-millionen-euro-schweres-hilfspaket-fuer-betriebe/

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Wirtschaftskammer Wien: Vorschreibungen der Grundumlage 2020 vorübergehend ausgesetzt. Angesichts der aktuellen Lage in Österreich und der damit verbundenen behördlichen Maßnahmen hat die Wirtschaftskammer Wien beschlossen, die Vorschreibungen der Grundumlage 2020 vorübergehend auszusetzen. https://www.wko.at/service/w/grundumlagen-wien.html

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Handelsverband: Die wichtigsten Informationen für den Handel. https://www.handelsverband.at/verband/corona-infos-fuer-den-handel/

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Wirtschaftsagentur Wien: COVID_19 Sonderförderung: Zuschüsse für Kleinstbetriebe. Einreichungen ab 1. April 2020 möglich. https://www.wko.at/service/w/corona-hilfe-wiener-kleinbetriebe.html

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WKBG – Wiener Kreditbürgschafts-und Beteiligungsbank AG: Corona-Überbrückungshilfe: Bürgschaften bis zu 500.000 Euro für Wiener KMU. https://www.wkbg.at/buergschaftsbank-wien-kredite/

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COVID-19 | wichtige Links für Selbstständige in Musik und Kreativ/Kulturwirtschaft
https://www.inthenest.space/post/covid-19-wichtige-links-f%C3%BCr-selbstst%C3%A4ndige-in-musik-und-kreativ-kulturwirtschaft

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Überblick Unterstützungsmöglichkeiten:
Weitere Unterstützungsmöglichkeiten (PDF)

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Land Oberösterreich: Oberösterreichische Kulturschaffende, die seit Beginn der behördlichen Schutzmaßnahmen (10. März) in Zusammenhang mit COVID-19 in eine finanzielle Notlage geraten sind und eine Absage aus dem COVID-19-Härtefallfonds des Bundes und der Künstlersozialversicherung nachweisen können, sollen nach entsprechender Antragsstellung über die Direktion Kultur mit einem Betrag von je 917,35 Euro auf maximal drei Monate (insgesamt max. 2.752,05 Euro pro Person) unterstützt werden. Der Betrag orientiert sich am Richtsatz der Mindestsicherung in Oberösterreich.

Ansuchen können ab Dienstag, 5. Mai 2020, selbständige freischaffende Künstler/innen, Kulturschaffende und Kunstvermittler/innen sowie freiberuflich Tätige im Bereich Kultur mit Hauptwohnsitz und Arbeitsmittelpunkt in Oberösterreich. Die Beantragung ist unbürokratisch per E-Mail an kd.post@ooe.gv.at möglich. Die Antragsfrist endet mit 30. September 2020. Die detaillierten Kriterien werden auf der Homepage des Landes veröffentlicht.

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Maßnahmen Bundesländer

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BURGENLAND

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KÄRNTEN

Arbeitsstipendium Land Kärnten*
Solidaritätsfond Kärtner Kulturstiftung: € 500,- – 1.000,-, in Ausnahmefällen €2.000,- Deadline vorbei
https://www.kulturstiftung.at/solidaritaetsfonds

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NIEDERÖSTERREICH

Arbeitsstipendium Land Niederösterreich*
Niederösterreich: bis zu € 3.000,- (Budget € 1 Mio, Personen mit einem Einkommen über € 1.000,-/Monat nicht antragsberechtigt) Deadline: 30. Juni
http://www.noe.gv.at/noe/Kunst-Kultur/Kunststipendien_des_Landes_Niederoesterreich.html

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OBERÖSTERREICH

Arbeitsstipendium Land Oberösterreich*
Maximal € 917,35 (für max. 3 Monate = € 2.752,05. Nur für Personen in finanzieller Notlage, die von keinem anderen Hilfefond unterstützt werden) Deadline vorbei

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SALZBURG

Universität Mozarteum
Viele Studierende der Universität Mozarteum, die ihr Studium mit Auftritten und kleinen Jobs in künstlerischen Bereichen finanzieren, wissen ebenfalls nicht, wie sie in den nächsten Wochen und Monaten ihr Leben finanzieren sollen. Die Hochschülerschaft ruft daher ein Stipendium ins Leben, das den Bedürftigsten jetzt hilft, über die Runden zu kommen. Die ÖH der Universität Mozarteum ersucht um Spenden für diesen Hilfsfonds:
Bank Austria | Kontoinhaberin: ÖH an der Uni Mozarteum
IBAN: AT71 1200 0514 4907 5733 | BIC: BKAUATWW | Betreff: Covid19
http://www.oeh-mozarteum.at/downloads/_COVID-19/FAQ.pdf

Arbeitsstipendium Land Salzburg*
€ 3.000,- (€ 150.000,- Budget, wird ausgebaut), Salzburg 200 Einreichungen, 102 genehmigt. Deadline vorbei

Beratung und Service

mica – music austria / Servicestelle Salzburg
https://www.musicaustria.at/servicestellen/
neidhart@musicaustria.at

Aktuelle Meldungen

Land Salzburg stellt Kultureinrichtungen Sondermittel zur Bewältigung der Krise zur Verfügung (01.07.2020)
Land Salzburg: Anerkennung von Ausfallshonoraren/Abschlagszahlungen (02.06.2020)

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STEIERMARK

Arbeitsstipendium Land Steiermark*
Maximal € 917,35 (für max. 3 Monate = € 2.752,05. Nur für Personen in finanzieller Notlage, die von keinem anderen Hilfefond unterstützt werden) Deadline vorbei

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TIROL

Arbeitsstipendium Land Tirol*
Tirol: € 3.000,-: neue Verlängerung der Einreichfrist (Fassung 2 vom 15.6.2020). neue Deadline: 31. August 2020

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VORARLBERG

Arbeitsstipendium Land Vorarlberg*
Arbeitsstipendium € 2.000,- keine Einreichfrist

FAQ´s Förderabwicklung: https://vorarlberg.at/web/land-vorarlberg/contentdetailseite/-/asset_publisher/qA6AJ38txu0k/content/faq-s-corona-kultur-foerderakzente-und-foerderabwicklung-land-vorarlberg?article_id=608299

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WIEN

*Grundsätzlich sind diese Arbeitsstipendien an ein eingereichtes Projekt gebunden. Die Entscheidung der Zusage fällt über einen Beirat. Damit ist es eine Kulturförderung, gebunden an ein eingereichtes Projekt. Die Länder schließen Unterstützung durch andere Einrichtungen nicht aus. Eine Grundsatzentscheidung des WKO-Fonds steht noch aus.


Letzte Aktualisierung: 09.06.2020


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Pressekonferenz 24.6.2020

Ab 1. September sind Indoor Veranstaltungen bis 5.000 Personen und Outdoor Veranstaltungen bis 10.000 Personen möglich. Voraussetzung sind zugewiesene Sitzplätze und ein bewilligtes COVID-19 Sicherheitskonzept.

Für Veranstaltungen bis 100 Personen wird auf eine Sperrstunde verzichtet.

Zusammenfassung Verordnung zu kulturellen Veranstaltungen (231, COVID-19-Lockerungsverordnung, 27. Mai 2020)

Ab sofort erlaubt: bis 100 Personen: mindestens 1 Meter Abstand und Mund- und Nasenschutz;

  • Bis 1. Juli sind Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen untersagt
  • Ab 1. Juli erlaubt:

bis 250 Personen in geschlossenen Räumen: Mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen und mit mindestens 1 Meter Abstand, verpflichtender Mund- und Nasenschutz kann am Sitzplatz abgenommen werden,

bis 500 Personen im Freiluftbereich: Mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen und mit mindestens 1 Meter Abstand.

  • Ab 1. August erlaubt:

bis 500 Personen in geschlossenen Räumen: Mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen und mit mindestens 1 Meter Abstand, verpflichtender Mund- und Nasenschutz kann am Sitzplatz abgenommen werden,

bis 750 Personen im Freiluftbereich. Mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen und mit mindestens 1 Meter Abstand.

  • Für alle Perioden gilt: Das zur Durchführung notwendige Personal ist nicht Teil der Höchstzahlen.
  • Ab 1. August zusätzlich erlaubt: bis 1.000 Personen in geschlossenen Räumen, bis 1.250 Personen im Freiluftbereich. Mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen. Dafür muss eine Bewilligung der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde vorliegen. Dieser muss der Veranstalter ein COVID-19 Präventionskonzept zur Genehmigung vorlegen; die Entscheidungspflicht der Behörde beträgt 4 Wochen.
  • Bei Veranstaltungen mit über 100 Personen ist vom Veranstalter immer ein COVID-19 Präventionskonzept zu erstellen und ein COVID-19 Beauftragter zu bestellen, der dieses umsetzt.
  • Sitzabstand: mindestens 1 Meter. Bei fixierten Sitzplätzen ist der Nebensitz freizuhalten, sofern sonst der Mindestabstand unterschritten wird.

Für Gruppen bis 4 Personen mit ihren minderjährigen Kindern gilt die vorangegangene Verordnung die Gastronomie betreffend. Diese können gemeinsam nebeneinander sitzen.

Veranstaltungen ohne gekennzeichnete Sitzplätze

Für Veranstaltungen ohne zugewiesene und gekennzeichnete Plätze, also mit stehendem Publikum gilt bis 31. August eine Obergrenze von 100 Besucher*innen.

  • Diese Verordnung tritt mit 31. August 2020 außer Kraft.

Bundesgesetzblatt (27.05,2020)

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Leitfaden für den Neustart des Kulturbetriebs

Die Stadt Wien hat am 19. Mai 2020 gemeinsam mit Medizinerinnen und Medizinern sowie Kulturschaffenden einen “Leitfaden für den Kulturbetrieb” erstellt.
https://www.wien.gv.at/kultur-freizeit/leitfaden-kulturbetrieb.html
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Tonaufnahmen / Studios: Stand Juni 2020

  • Für Professionelle Tonstudios: mit Berufsmusiker*innen gilt: 1m Abstand, Schutzmaske bzw. geeignete Schutzmaßnahmen (Trennwände, Desinfektion, Markierungen) wenn Schutzmaske nicht möglich ist (Bläser, Sänger*innen). Die FAMA empfiehlt aufgrund des Haftungsrisikos das Arbeiten in Kleinteams.
  • Tonstudios mit (Amateur)-Bands gelten als Betriebsstätte mit Kundenverkehr. Daher gilt bei ausreichend Platz die Möglichkeit von Aufnahmen. Zusätzliche Maßnahmen, wenn das Tragen einer Schutzmaske aufgrund des Instrumentes nicht möglich ist.
  • Orchesteraufnahmen: gilt als Betriebsstätte. 1m Abstand. Zusätzliche Maßnahmen, wenn das Tragen einer Schutzmaske aufgrund des Instrumentes nicht möglich ist.
  • Zusätzliche Information: Die FAMA empfiehlt aufgrund des Haftungsrisikos den 1m Abstand nicht voll auszunützen und empfiehlt zusätzlich die Dokumentation der Sicherheitsmaßnahmen.

Proben: Stand Mai 2020

  • Proben: Proben sind ohne Begrenzung der Personenanzahl möglich unter Einhaltung der erforderlichen Abstandsregelung und Hygienebestimmungen. (Trennwände wenn notwendig, Desinfektion, Markierungen).
    1m Abstand für Musiker*innen, 2m Abstand für Blasmusiker*innen oder Trennwände, 1,5 – 2 m Abstand für Sänger*innen oder Trennwände, kein Gegenübersitzen (Ausnahme Leiter*in, Dirigent*in), versetzte Sitzreihen.Hygienebestimmungen:
    – Handdesinfektion/Händewaschen bei Ankunft
    – Bereitstellung von Desinfektionsmittel
    – Betreten und Verlassen der Probenräumlichkeiten mit Mund-Nasen-Schutz
    – Regelmäßige Reinigung bzw. Desinfektion aller Kontaktoberflächen, regelmäßige Raumlüftung
    – Einbahnsystem bei Betreten und Verlassen der Räumlichkeiten

    Die Vorgaben gelten für Berufsmusiker*innen und Amateurmusiker*innen in gleicher Weise

  • Vermietung von Proberäumen: Keine 10m2 Regelung mehr seit 1.Juni 2020. Regelungen wie bei Proben. Die FAMA empfiehlt aufgrund des Haftungsrisiko das Arbeiten in Kleinteams. Proberäume mit einer Durchschnittsgröße von 20-30 m2 sollten Ensembles in einer Größe von 4-5 Personen zulassen können. Begegnungszonen sollen weiterhin vermieden werden.
    Die FAMA empfiehlt aufgrund des Haftungsrisikos den 1m Abstand nicht voll auszunützen und empfiehlt zusätzlich die Dokumentation der Sicherheitsmaßnahmen.
  • Zusätzliche Information: Ab 15. Juni entfällt die Mund-Nasen-Schutz (MNS)-Pflicht. Allerdings ist zu achten: wenn auf Grund der „Eigenart der Dienstleistung“ der 1 Meter Abstand oder das Tragen von Schutzvorrichtungen nicht möglich ist – ist durch „sonstige geeignete Maßnahmen“ das Infektionsrisiko zu verringern.

Musikermobilität: Stand Juni 2020

  • Fahrgemeinschaften: Ab 15. Juni entfällt die Mund-Nasen-Schutz (MNS)-Pflicht., in jeder Sitzreihe nur 2 Personen

Musikunterricht: Stand Juni 2020

  • Ausbildungseinrichtungen: Ist geregelt und wird von den Einrichtungen an die Studierenden kommuniziert.
  • Privater Unterricht: Betriebsstätte mit Kundenverkehr. Keine 10m2 Regelung mehr seit 1.Juni 2020. Schutzmaßnahmen (Trennwände, Desinfektion, Markierungen) wenn Schutzmaske nicht möglich ist (Bläser, Sänger*innen). Es wird angeraten, die Bestimmungen für Proben anzuwenden. Es empfiehlt sich eine zusätzlich Dokumentation der Sicherheitsmaßnahmen.

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Was gilt im Fall von geförderten Projekten, die nun nur beschränkt oder gar nicht durchgeführt werden können?

Es besteht Informationspflicht: Veranstalter*innen von geförderten Projekten müssen die Förderstellen unverzüglich darüber in Kenntnis setzen, wenn ein Projekt nur in beschränktem Ausmaß oder gar nicht stattfinden kann.

Das Bundesministerium für Kunst, öffentlichen Dienst und Sport schreibt dazu: „Bitte nehmen Sie jedenfalls Kontakt mit der zuständigen Fachabteilung auf – wir bemühen uns, unbürokratisch eine praktikable Lösung zu finden. Unser Ziel ist, dass ein Veranstalter durch eine Absage weder besser noch schlechter gestellt wird als bei der geplanten Abhaltung der Veranstaltung.

Bitte achten Sie darauf, dass Sie so bald als möglich schadensminimierende Maßnahmen setzen, um die Kosten so gering wie möglich zu halten. Leistungen und Vorhaben, die nicht mehr durchgeführt werden (können), können bis zum Ausmaß der bereits entstandenen Verpflichtungen im Rahmen der bereits zugesagten Förderung anerkannt werden. Ein schriftlicher Kostennachweis ist dafür erforderlich. Die darüberhinausgehende Fördersumme muss zurückgezahlt werden.

Leistungen und Vorhaben, die verschoben und/oder abgeändert werden sollen, sind unter Nachweis der bereits entstandenen Kosten, der zuständigen Fachabteilung bekannt zu geben, die eine Umwidmung der Förderung vornimmt. Entstehen durch die Verschiebung/Änderung zusätzliche Kosten, ersuchen wir Sie, mit der zuständigen Fachabteilung in Kontakt zu treten, um im Rahmen der vorhandenen budgetären Möglichkeiten eine Lösung zu erarbeiten. Nehmen Sie bei einer Absage, Verschiebung oder Veränderung unbedingt auch rasch Kontakt mit sämtlichen anderen fördernden Einrichtungen auf!“

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Was passiert mit einer Veranstaltung, die bereits organisiert ist und nun abgesagt werden muss? Wer trägt die Kosten?

Eine Veranstaltung, die dem behördlichen Verbot unterliegt, ist abzusagen. Es liegt hier ein Fall der „höheren Gewalt“ vor. Der abgeschlossene Vertrag – zum Beispiel über einen Auftritt – „zerfällt“. Das bedeutet, dass keine der Vertragsparteien verpflichtet ist, ihre Leistungen zu erbringen. Auf Seiten der Künstler*innen entfällt die Verpflichtung zum Auftritt, auf Seiten des Veranstalters entfällt die Verpflichtung zur Zahlung der Gage. Wurde bereits ein Teil der Gage voraus bezahlt, so hat der*die Künstler*in diese Gage zurückzuzahlen. Hat der Veranstalter wiederum bereits Karten verkauft, so hat er den Besucher*innen den Ticketpreis zurückzuerstatten.

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Sind Verschiebungen von Veranstaltungsterminen eine Alternative für abgesagte Termine? Welche Alternativen gibt es noch?

Viele Veranstalter*innen werden versuchen, einen Alternativtermin zu finden. Da es sich bei einem konkret vereinbarten Konzerttermin allerdings um ein Fixgeschäft – das ist ein Geschäft, das zu einem bestimmten Termin erfüllt werden muss – handelt, kann der neue Termin richtigerweise nicht einseitig vom Veranstalter festgelegt werden. Es bedarf also einer Vereinbarung, der beide Seiten, sprich Musikschaffende und Veranstalter*innen zustimmen.

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Was droht bei Nichtbefolgung des Veranstaltungsverbots? Sprich, man hält eine Veranstaltung in einer nicht zulässigen Größe trotzdem ab.

Es drohen Verwaltungsstrafen bis zu € 3.600 (für Besucher*innen) oder € 30.000 (für Veranstalter*innen). Darüber hinaus sind auch Schadenersatzpflichten denkbar, wenn sich ein Besucher ansteckt.

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Angenommen für eine Veranstaltung wurden Vorleistungen erbracht oder Handlungen gesetzt (zB. Zugticket gekauft, Hotel bezahlt, Buchung getätigt, Lichtkonzept erarbeitet). Wird es eine Stelle geben, an die vonseiten Veranstalter*innen bzw. Musikschaffenden Forderungen für Kompensationszahlungen gerichtet werden können?

Aktuell ist leider nichts bekannt.

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Was gilt bei Veranstaltungen, wenn kein Vertrag vorliegt?

Ein Vertrag liegt wohl immer vor, vielleicht ist er nicht schriftlich dokumentiert.

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Wenn Veranstaltungen abgesagt werden, aber die Vorleistungen – also Proben – bereits stattgefunden haben, dann müssen diese auch bezahlt werden. Sprich: Die Gruppe / Companie bezahlt ihr Mitwirkenden für die Probephase, aber nicht für die Vorstellungen. Der Koproduktionspartner wiederum muss einen entsprechenden Anteil der vereinbarten Koproduktionssumme bezahlen? Die gesamte Koproduktionssumme bezahlen?

Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Proben dienen dem Ziel der Aufführung. Wenn die Aufführung entfällt, besteht auch kein Bedarf an Proben. Das ist ein einheitliches „Werk“, das nicht geteilt werden kann. Ob bereits geleistete Probenarbeit zu bezahlen ist, wäre im Einzelfall zu überprüfen.

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Die rechtlichen Fragen wurden von Rechtsanwalt Wolfgang Renzl beantwortet.

Letzte Aktualisierung: 08.06.2020

Bild (c) pixabay

Die Corona-Krise und die wegen ihr getroffenen Maßnahmen machen es Musikschaffenden aktuell unmöglich, ihren Haupttätigkeiten – nämlich Konzerte zu spielen oder Unterricht zu geben – nachzugehen. Sie sind angehalten – wie auch alle anderen auch – zu Hause zu bleiben. Das heißt aber nicht, dass man die Zeit ungenutzt verstrichen lassen muss. Es gibt mittlerweile einige Tools, die das Arbeiten über das Internet ermöglichen und erleichtern. Nachfolgend eine Liste von Plattformen und Streaming-Services auf die man zurückgreifen kann.

Grundsätzliches zum Datenschutz

Betreffend die Verwendung von Web-Tools empfehlen wir – wenn möglich – auf Dienste zurückzugreifen, deren Betreiber sich innerhalb der EU befinden und die dadurch auch den strengen Gesetzen der Datenschutzverordnung unterliegen. Dienste von Anbietern außerhalb der EU sind stets mit noch größerer Vorsicht zu betrachten, da deren Geschäftsmodell vor allem im „free-use“ Bereich meistens auf die Sammlung und Indizierung jeder Art von Nutzerdaten hinausläuft in Verbindung mit der Monetisierung selbiger.

Gemeinsames Musizieren und Produzieren

Services, die den EU-Datenschutzgesetzen unterliegen

STEINBERG CUBASE
https://www.steinberg.net/
Mit DAW können Sie in Cubase mithilfe von VST Connect und VST Transit remote zusammenarbeiten.

BOUNCE BOSS
https://bounceboss.co.uk/
Der Dienst erleichtert den Austausch von Audiodateien mit anderen über das Internet.

SOUNDATION
https://soundation.com/
Soundation ist ein browserbasiertes Online-Studio, das in Google Chrome ausgeführt wird.

Nicht-EU Services

SOUNDTRAP – Make music online
https://www.soundtrap.com/
Ein Service, der kollaboratives Musizieren und Produzieren ermöglicht.

KOMPOZ
https://www.kompoz.com/music/
Kompoz ist ein soziales Online-Netzwerk, das für Musikschaffende entwickelt wurde, um Songs mit anderen aus der ganzen Welt zu erstellen.

ZOOM
https://zoom.us/
Eine klassische Kommunikationsplattform, die auch als Kollaborationsplattform nutzbar ist, um online miteinander Musik zu machen.

SPLICE
https://splice.com/
Schließen Sie sich mit Splice über einer Million Musikern an, um Sounds zu finden, Ausrüstung zu erhalten und sich miteinander zu verbinden.

SOUNDSTORMING
https://apps.apple.com/us/app/soundstorming/id1429535548
Record. Connect. Collaborate

ProCollabs
https://www.procollabs.com/
Starten Sie ein Kollaborationsprojekt oder treten Sie einem bei.

BandLab
https://www.bandlab.com/
Mit BandLab können Sie über das Web mit anderen Musikschaffenden zusammenarbeiten und gemeinsam an Tracks arbeiten.

JAMMR
https://jammr.net/
Spiele online jam sessions.

Online Unterricht

Services, die den EU-Datenschutzgesetzen unterliegen

DOOZOO
https://doozzoo.com/
Eine spezialisierte Lösung für Online-Musik-Unterricht.

MUSEDU
Freie Plattform für Musikunterricht und – workshops. (Artikel: Musikunterricht online: Notlösung oder Chance?)
https://musedu.at/de/

Nicht-EU Services

JAMKAZAM
https://www.jamkazam.com/
JamKazam wurde speziell für Musiker*innen entwickelt. Für eine Bandprobe oder Unterrichtsstunde mit Bild, geringer Latenz und gutem Klang ist JamKazam eine gute Wahl.

BigBluebutton
https://bigbluebutton.org/
Online-Unterrichtstool aus Kanada

Streaming-Services

SOUNDCLOUD
https://soundcloud.com/
https://creators.soundcloud.com/
SoundCloud ist ein User generated Streaming Service. Musikschaffende laden ihre eigene Musik hoch und präsentieren sie der SoundCloud Community.

BLEND – Connect and make music.
https://blend.io/
Veröffentlichen Sie Ihre Projekte auf Blend um Feedback zu erhalten und zu neuen Kooperationen einzuladen.

Musik versenden

Ratsam: Beim Versenden bzw. Speichern von sensiblen Daten immer darauf achten, diese zu verschlüsseln.

DROPBOX
https://www.dropbox.com/
Musik sichern, speichern und teilen! Mit Dropbox hat man von jedem mit dem Internet verbundenen Rechner Zugriff auf wichtige Dateien, kann sie am Smartphone bearbeiten oder automatisch ganze Ordner auf der eigenen Festplatte synchronisieren.

WETRANSFER
https://wetransfer.com/
WeTransfer ist ein beliebtes Tool für den kostenlosen Datenversand. In der kostenlosen Variante von WeTransfer können Sie bis zu 2 GByte versenden – auch mehrere Dateien auf einmal sind möglich.

AUDIOMACK
https://audiomack.com/
Ein user-generated Streaming Service. Musikschaffende laden ihre Musik hoch und präsentieren sie der Audiomack Community.

Mixing & Mastering

SOUNDBETTER – Finish your Song
https://soundbetter.com/
Ein Marktplatz um Dienstleistungen – wie zB Mixing oder Mastering – von etablierten Professionisten zu erwerben.

Video-Konferenzen

JITSI – Videokonferenzen auf eigenen Servern
https://jitsi.org/
Jitsi ist eine Reihe von Open-Source-Projekten, mit denen Sie auf einfache Weise sichere Videokonferenzlösungen erstellen und bereitstellen können.

eduMEET
https://edumeet.geant.org/
eduMEET ist ein Open Source Videokonferenz-Service.

ZOOM
https://zoom.us/
ZOOM Meetings können mit End-to-End-Verschlüsselung abgesichert werden.

SKYPE
https://www.skype.com/
Größere Anzahl von Teilnehmer*innen und zusätzliche features ermöglicht Skype-Business. 
kostenpflichtig!

Ratgeber

COVID19 – Infowiki von mur.at
https://wiki.mur.at/SharingIsCaring
Diese Seite lädt zum Mitmachen ein! Wir sammeln nützliche Infos, die uns in der momentanen Ausnahmesituation das Überleben erleichtern.

Sammlung alternativer Online-Tools

ETHERPAD
https://etherpad.wikimedia.org/p/online-tools-for-the-pandemic


Weiterführende Informationen