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CORONA-KRISE: Infos für Musiker*innen, Veranstalter*innen, Clubbetreiber*innen / Unterstützungsmaßnahmen bzw. -möglichkeiten / Nützliche Infos

Die Corona-Krise und die damit verbundenen Maßnahmen zur Bewältigung dieser stellen die gesamte österreichische Wirtschaft und damit auch die heimische Musikwirtschaft in höchstem Maße vor große finanzielle Herausforderungen. Das komplette Verbot von Veranstaltungen und die Schließung aller Lokale, Clubs, Veranstaltungsräume und gastwirtschaftliche Betriebe lassen die Betreiber*innen solcher in eine unvorhersehbare Zukunft blicken. Um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, sammelt mica – music austria alle Informationen zu Maßnahmen, Initiativen und Services, die für Musikschaffende, Veranstalter*innen und Clubbetreiber*innen in der aktuellen Lage relevant sind.

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Information & Beratung für Musikschaffende, Veranstalter*innen & Clubbetreiber*innen
mica – music austria: office@musicaustria.at; Tel. 01/52104 0
Servicestelle Salzburg: neidhart@musicaustria.at

Kostenlose Rechtsberatung für Clubbetreiber*innen, Veranstalter*innen:
Vienna Club Commission: info@viennaclubcommission.at
Vienna Club Commission: Corona Virus Checklist – Für Clubbetreiber*innen und Veranstalter*innen (pdf)

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Umfragen:

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Weiterführende Links

Rechtliche Grundlagen:

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Meldungen zum Thema:

Alle Angaben erfolgen trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr und basieren auf dem Wissenstand des Zeitpunkts der Veröffentlichung. Eine Haftung von mica – music austria ist ausgeschlossen.

Letzte Aktualisierung der Seite: 27.03.2020

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Vienna Club Commission

Unterstützungsmaßnahmen bzw. -möglichkeiten

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KÜNSTLERSOZIALVERSICHERUNGSFONDS und SKE-FONDS der Verwertungsgesellschaften helfen

Unterstützungsfonds des Künstler-Sozialversicherungsfonds: Dieser kann auf Antrag von Kunstschaffenden mit Hauptwohnsitz in Österreich in besonders berücksichtigungswürdigen Notfällen eine Beihilfe gewähren. Zu beachten ist, dass für die Gewährung einer Beihilfe auch noch andere Voraussetzungen zu erfüllen sind, die immer im Einzelfall – nach Vorlage von Unterlagen – durch einen Beirat überprüft werden. Um einen Anspruch auf Beihilfe überprüfen zu können, benötigt der KSVF ein Ansuchen mittels eines Formulars. Der KSVF kann Beihilfen nur nach Maßgabe der Richtlinien und vorhandenen Mittel gewähren. Der KSVF ersucht nur die wirklich erforderlichen Unterlagen mitzuschicken. Dadurch wird die Bearbeitungsgeschwindigkeit erhöht.
Detailinformationen unter https://www.ksvf.at/ein-notfall-was-nun-tun.html
Infos zu Corona: https://www.ksvf.at/covid-19.html
Rahmenbedingungen Härtefonds: https://www.ksvf.at/covid-19.html

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AKM und OESTIG richten Kultur-Katastrophenfonds für Musikschaffende ein.

Die Verwertungsgesellschaften AKM & austro mechana und die Österreichische Interpretengesellschaft haben angesichts der zu erwartenden Auswirkungen der Einschränkungen im Kulturbetrieb beschlossen, ihren Mitgliedern rasch zu helfen und einen Kultur-Katastrophenfonds einzurichten. https://www.akm.at/blog/2020/03/13/kultur-katastrophenfonds-fuer-musikschaffende/
Antragsformular und Formblatt zum Download: https://www.oestig.at/de/OESTIG/Aktuelles_Veranstaltungen/iEvId__118.htm

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Der SKE-Fonds der Austro Mechana bietet Unterstützungsmöglichkeiten für seine Mitglieder. Detailinformationen unter https://www.ske-fonds.at/show_content.php?hid=3

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LSG Wahrnehmung von Leistungsschutzrechten Ges.m.bH: Für Mitglieder (Interpret*innen, Produzent*innen). Einmalige oder wiederkehrende, individuelle Unterstützung zur Unterstützung der wirtschaftlichen, ideellen oder rechtlichen Lage dieser Personen.
Detailinformationen unter http://www.lsg.at/
Einreichformular für Interpret*innen bei OESTIG: https://www.oestig.at/de/OESTIG/Aktuelles_Veranstaltungen/iEvId__118.htm

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Der Verband der österreichischen Musikwirtschaft – ifpi Austria – startet heute in Zusammenarbeit mit dem Indie-Verband VTMÖ ein Hilfsprogramm für heimische Musiklabels und dotiert dieses mit bis zu 1,0 Millionen Euro. Die konkreten Förderbedingungen werden gerade ausgearbeitet und in den nächsten Tagen auf http://www.lsg.at/label.html veröffentlicht.

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VAM Verwertungsgesellschaft für audiovisuelle Medien GmbH: Zuschüsse für Bezugsberechtigte der VAM bei außergewöhnlicher Belastung (soz. Notfälle): Detailinformationen unter: https://www.vam.cc/pflichtveroeffentlichungen/soziale-und-kulturelle-einrichtungen-ske/

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WKO Härtefallfonds: Förderrichtlinien – Richtlinie des Bundesministers für Finanzen, im Einvernehmen mit dem Vizekanzler sowie der Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort.
https://www.wko.at/service/haertefall-fonds-foerderrichtlinien.html

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WKO Hilfspaket: https://www.wko.at/service/noe/Hilfspaket-aufgrund-des-Corona-Virus-.html

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WKO: Aktuelle Informationen für die Film- und Musikwirtschaft: https://www.wko.at/branchen/gewerbe-handwerk/film-musikwirtschaft/corona-virus.html

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SVS Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen: Anträge zur Stundung bzw. Ratenzahlung der Beiträge
https://www.svs.at/cdscontent/?contentid=10007.857657

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Stadt Wien und Wirtschaftskammer Wien: Mit einem ersten Hilfspaket zur Unterstützung der Wiener Betriebe reagieren die Stadt Wien und die Wirtschaftskammer Wien auf die aktuell schwierige Situation durch das Coronavirus. Der Fokus liegt dabei auf Ein-Personen-Unternehmen sowie Klein- und Mittelbetrieben. https://coronavirus.wien.gv.at/site/wien-schnuert-35-millionen-euro-schweres-hilfspaket-fuer-betriebe/

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Wirtschaftskammer Wien: Vorschreibungen der Grundumlage 2020 vorübergehend ausgesetzt. Angesichts der aktuellen Lage in Österreich und der damit verbundenen behördlichen Maßnahmen hat die Wirtschaftskammer Wien beschlossen, die Vorschreibungen der Grundumlage 2020 vorübergehend auszusetzen. https://www.wko.at/service/w/grundumlagen-wien.html

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Handelsverband: Die wichtigsten Informationen für den Handel. https://www.handelsverband.at/verband/corona-infos-fuer-den-handel/

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Wirtschaftsagentur Wien: COVID_19 Sonderförderung: Zuschüsse für Kleinstbetriebe. Einreichungen ab 1. April 2020 möglich. https://www.wko.at/service/w/corona-hilfe-wiener-kleinbetriebe.html

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WKBG – Wiener Kreditbürgschafts-und Beteiligungsbank AG: Corona-Überbrückungshilfe: Bürgschaften bis zu 500.000 Euro für Wiener KMU. https://www.wkbg.at/buergschaftsbank-wien-kredite/

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COVID-19 | wichtige Links für Selbstständige in Musik und Kreativ/Kulturwirtschaft
https://www.inthenest.space/post/covid-19-wichtige-links-f%C3%BCr-selbstst%C3%A4ndige-in-musik-und-kreativ-kulturwirtschaft

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Überblick Unterstützungsmöglichkeiten:
Weitere Unterstützungsmöglichkeiten (PDF)

Letzte Aktualisierung: 27.03.2020

Maßnahmen Bundesländer

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BURGENLAND
https://www.burgenland.at/news-detail/news/30-mio-euro-fuer-heimische-betriebe-land-schnuert-corona-unterstuetzungspaket

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KÄRNTEN
https://www.kulturchannel.at
https://www.kulturchannel.at/fileadmin/startseite_buttons/formular_datenerhebung_auswirkungen__corona.docx (Wichtige Informationen betreffend Förderungen der Abteilung 14 – Kunst und Kultur!)

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NIEDERÖSTERREICH
http://www.noe.gv.at/noe/Kunst-Kultur/Anlaufstelle_Kulturschaffende.html

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OBERÖSTERREICH
https://www.land-oberoesterreich.gv.at/232352.htm

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SALZBURG
https://www.salzburg.gv.at/themen/kultur
https://www.salzburg.gv.at/themen/gesundheit/corona-virus

Universität Mozarteum
Viele Studierende der Universität Mozarteum, die ihr Studium mit Auftritten und kleinen Jobs in künstlerischen Bereichen finanzieren, wissen ebenfalls nicht, wie sie in den nächsten Wochen und Monaten ihr Leben finanzieren sollen. Die Hochschülerschaft ruft daher ein Stipendium ins Leben, das den Bedürftigsten jetzt hilft, über die Runden zu kommen. Die ÖH der Universität Mozarteum ersucht um Spenden für diesen Hilfsfonds:
Bank Austria | Kontoinhaberin: ÖH an der Uni Mozarteum
IBAN: AT71 1200 0514 4907 5733 | BIC: BKAUATWW | Betreff: Covid19
http://www.oeh-mozarteum.at/downloads/_COVID-19/FAQ.pdf

mica – music austria / Servicestelle Salzburg
https://www.musicaustria.at/servicestellen/
neidhart@musicaustria.at

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STEIERMARK
https://www.kultur.steiermark.at/cms/ziel/156773818/DE/

Die Abteilung 9 Kultur, Europa, Sport der steiermärkischen Landesregierung informiert, dass es ihr vorrangigstes Ziel ist, den März-Einreichtermin (Stichtag: 13.03.2020) fristgerecht innerhalb der gesetzlich vorgesehenen 14-Wochen-Frist zu behandeln. Sämtliche Anträge werden dem Kulturkuratorium für die Begutachtung noch vor Ostern zur Verfügung gestellt.
Damit Kunst und Kultur in ganzer Vielfalt wieder stattfinden kann, werden die Projektzeiträume sämtlicher Einreichungen automatisch um 18 Monate verlängert, um im Falle einer Förderungszusage, den Künstler*innen die Möglichkeit zu geben, ihre Projekte auch zu einem späteren Zeitpunkt umzusetzen.
Selbstverständlich könnten die Künstler*innen ihre Projekte auch innerhalb des ursprünglich von ihnen angegebenen Projektzeitraumes umsetzen. Diese Möglichkeit würde trotz der automatischen Verlängerung natürlich bestehen bleiben.

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TIROL
https://www.tirol.gv.at/kunst-kultur/abteilung-kultur/

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VORARLBERG
https://vorarlberg.at/web/land-vorarlberg

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WIEN
https://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/corona-kulturfoerderungen.html

Letzte Aktualisierung: 27.03.2020

Ab wann gilt das Veranstaltungsverbot?

Seit 15. März sind Veranstaltungen gänzlich untersagt.

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Was gilt im Fall von geförderten Projekten, die nun nur beschränkt oder gar nicht durchgeführt werden können?

Es besteht Informationspflicht: Veranstalter*innen von geförderten Projekten müssen die Förderstellen unverzüglich darüber in Kenntnis setzen, wenn ein Projekt nur in beschränktem Ausmaß oder gar nicht stattfinden kann.

Das Bundesministerium für Kunst, öffentlichen Dienst und Sport schreibt dazu: „Bitte nehmen Sie jedenfalls Kontakt mit der zuständigen Fachabteilung auf – wir bemühen uns, unbürokratisch eine praktikable Lösung zu finden. Unser Ziel ist, dass ein Veranstalter durch eine Absage weder besser noch schlechter gestellt wird als bei der geplanten Abhaltung der Veranstaltung.

Bitte achten Sie darauf, dass Sie so bald als möglich schadensminimierende Maßnahmen setzen, um die Kosten so gering wie möglich zu halten. Leistungen und Vorhaben, die nicht mehr durchgeführt werden (können), können bis zum Ausmaß der bereits entstandenen Verpflichtungen im Rahmen der bereits zugesagten Förderung anerkannt werden. Ein schriftlicher Kostennachweis ist dafür erforderlich. Die darüberhinausgehende Fördersumme muss zurückgezahlt werden.

Leistungen und Vorhaben, die verschoben und/oder abgeändert werden sollen, sind unter Nachweis der bereits entstandenen Kosten, der zuständigen Fachabteilung bekannt zu geben, die eine Umwidmung der Förderung vornimmt. Entstehen durch die Verschiebung/Änderung zusätzliche Kosten, ersuchen wir Sie, mit der zuständigen Fachabteilung in Kontakt zu treten, um im Rahmen der vorhandenen budgetären Möglichkeiten eine Lösung zu erarbeiten. Nehmen Sie bei einer Absage, Verschiebung oder Veränderung unbedingt auch rasch Kontakt mit sämtlichen anderen fördernden Einrichtungen auf!“

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Ist es sinnvoll Verdienstentgänge zu dokumentieren? Wer ist dafür zuständig?

Das BMKÖS hält zum Thema Entschädigungen fest „Einen generellen Anspruch auf Entschädigung für entgangene Einnahmen gibt es derzeit nicht. Wir sind um eine rasche Klärung der weiteren Vorgangsweise bemüht.“

§ 32 Epidemiegesetz regelt den Ersatz von Verdienstentgängen. Allerdings findet sich keine Regelung zum Ersatz von Verdienstentgängen auf der Grundlage des § 15 Epidemiegesetz.

Für den Fall, dass es Entschädigungszahlungen geben sollte, raten wir allen Kunstschaffenden und VeranstalterInnen Einnahmenausfälle genau zu dokumentieren.

In die Dokumentation einfließen sollten bereits getätigte Ausgaben, Einnahmenausfälle, Rückerstattungen, Stornierung von Aufträgen etc.

Um sich die Möglichkeit zu erhalten, zu einem Verdienstentgang zu kommen, wäre jedenfalls binnen 6 Wochen ein Antrag bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde einzubringen (§ 33 Epidemiegesetz).

Im Moment fraglich ist, wie mit Veranstaltungen, die im erlaubten Rahmen passieren, die aber aufgrund der aktuellen Lage und dem Fernbleiben des Großteils der Besucher*innen dennoch abgesagt werden müssen, umgegangen wird. Auch hier raten wir diese Veranstaltungen zu dokumentieren.

mica – music austria setzt sich gemeinsam mit anderen Verbänden und Organisationen dafür ein, dass es zu Entschädigungszahlungen kommt.

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Was passiert mit einer Veranstaltung, die bereits organisiert ist und nun abgesagt werden muss? Wer trägt die Kosten?

Eine Veranstaltung, die dem behördlichen Verbot unterliegt, ist abzusagen. Es liegt hier ein Fall der „höheren Gewalt“ vor. Der abgeschlossene Vertrag – zum Beispiel über einen Auftritt – „zerfällt“. Das bedeutet, dass keine der Vertragsparteien verpflichtet ist, ihre Leistungen zu erbringen. Auf Seiten der Künstler*innen entfällt die Verpflichtung zum Auftritt, auf Seiten des Veranstalters entfällt die Verpflichtung zur Zahlung der Gage. Wurde bereits ein Teil der Gage voraus bezahlt, so hat der*die Künstler*in diese Gage zurückzuzahlen. Hat der Veranstalter wiederum bereits Karten verkauft, so hat er den Besucher*innen den Ticketpreis zurückzuerstatten.

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Sind Verschiebungen von Veranstaltungsterminen eine Alternative für abgesagte Termine? Welche Alternativen gibt es noch?

Viele Veranstalter*innen werden versuchen, einen Alternativtermin zu finden. Da es sich bei einem konkret vereinbarten Konzerttermin allerdings um ein Fixgeschäft – das ist ein Geschäft, das zu einem bestimmten Termin erfüllt werden muss – handelt, kann der neue Termin richtigerweise nicht einseitig vom Veranstalter festgelegt werden. Es bedarf also einer Vereinbarung, der beide Seiten, sprich Musikschaffende und Veranstalter*innen zustimmen.

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Was droht bei Nichtbefolgung des Veranstaltungsverbots? Sprich, man hält eine Veranstaltung in einer nicht zulässigen Größe trotzdem ab.

Es drohen Verwaltungsstrafen bis zu € 3.600 (für Besucher*innen) oder € 30.000 (für Veranstalter*innen). Darüber hinaus sind auch Schadenersatzpflichten denkbar, wenn sich ein Besucher ansteckt.

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Angenommen für eine Veranstaltung wurden Vorleistungen erbracht oder Handlungen gesetzt (zB. Zugticket gekauft, Hotel bezahlt, Buchung getätigt, Lichtkonzept erarbeitet). Wird es eine Stelle geben, an die vonseiten Veranstalter*innen bzw. Musikschaffenden Forderungen für Kompensationszahlungen gerichtet werden können?

Aktuell ist leider nichts bekannt.

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Was gilt bei Veranstaltungen, wenn kein Vertrag vorliegt?

Ein Vertrag liegt wohl immer vor, vielleicht ist er nicht schriftlich dokumentiert.

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Wenn Veranstaltungen abgesagt werden, aber die Vorleistungen – also Proben – bereits stattgefunden haben, dann müssen diese auch bezahlt werden. Sprich: Die Gruppe / Companie bezahlt ihr Mitwirkenden für die Probephase, aber nicht für die Vorstellungen. Der Koproduktionspartner wiederum muss einen entsprechenden Anteil der vereinbarten Koproduktionssumme bezahlen? Die gesamte Koproduktionssumme bezahlen?

Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Proben dienen dem Ziel der Aufführung. Wenn die Aufführung entfällt, besteht auch kein Bedarf an Proben. Das ist ein einheitliches „Werk“, das nicht geteilt werden kann. Ob bereits geleistete Probenarbeit zu bezahlen ist, wäre im Einzelfall zu überprüfen.

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Die rechtlichen Fragen wurden von Rechtsanwalt Wolfgang Renzl beantwortet.

Letzte Aktualisierung: 27.03.2020

Bild (c) pixabay

Die Corona-Krise und die wegen ihr getroffenen Maßnahmen machen es Musikschaffenden aktuell unmöglich, ihren Haupttätigkeiten – nämlich Konzerte zu spielen oder Unterricht zu geben – nachzugehen. Sie sind angehalten – wie auch alle anderen auch – zu Hause zu bleiben. Das heißt aber nicht, dass man die Zeit ungenutzt verstrichen lassen muss. Es gibt mittlerweile einige Tools, die das Arbeiten über das Internet ermöglichen und erleichtern. Nachfolgend eine Liste von Plattformen und Streaming-Services auf die man zurückgreifen kann.

Gemeinsames Musizieren und Produzieren

SOUNDTRAP – Make music online
https://www.soundtrap.com/
Ein Service, der kollaboratives Musizieren und Produzieren ermöglicht.

KOMPOZ
https://www.kompoz.com/music/
Kompoz ist ein soziales Online-Netzwerk, das für Musikschaffende entwickelt wurde, um Songs mit anderen aus der ganzen Welt zu erstellen.

ZOOM
https://zoom.us/
Eine klassische Kommunikationsplattform, die auch als Kollaborationsplattform nutzbar ist, um online miteinander Musik zu machen.

SPLICE
https://splice.com/
Schließen Sie sich mit Splice über einer Million Musikern an, um Sounds zu finden, Ausrüstung zu erhalten und sich miteinander zu verbinden.

SOUNDSTORMING
https://apps.apple.com/us/app/soundstorming/id1429535548
Record. Connect. Collaborate

ProCollabs
https://www.procollabs.com/
Starten Sie ein Kollaborationsprojekt oder treten Sie einem bei.

STEINBERG CUBASE
https://www.steinberg.net/
Mit DAW können Sie in Cubase mithilfe von VST Connect und VST Transit remote zusammenarbeiten.

BandLab
https://www.bandlab.com/
Mit BandLab können Sie über das Web mit anderen Musikschaffenden zusammenarbeiten und gemeinsam an Tracks arbeiten.

BOUNCE BOSS
https://bounceboss.co.uk/
Der Dienst erleichtert den Austausch von Audiodateien mit anderen über das Internet.

SOUNDATION
https://soundation.com/
Soundation ist ein browserbasiertes Online-Studio, das in Google Chrome ausgeführt wird.

JAMMR
https://jammr.net/
Spiele online jam sessions.

Online Unterricht

JAMKAZAM
https://www.jamkazam.com/
JamKazam wurde speziell für Musiker*innen entwickelt. Für eine Bandprobe oder Unterrichtsstunde mit Bild, geringer Latenz und gutem Klang ist JamKazam eine gute Wahl.

DOOZOO
https://doozzoo.com/
Eine spezialisierte Lösung für Online-Musik-Unterricht.

MUSEDU
Freie Plattform für Musikunterricht und – workshops.
https://musedu.at/de/

Streaming-Services

SOUNDCLOUD
https://soundcloud.com/
https://creators.soundcloud.com/
SoundCloud ist ein User generated Streaming Service. Musikschaffende laden ihre eigene Musik hoch und präsentieren sie der SoundCloud Community.

BLEND – Connect and make music.
https://blend.io/
Veröffentlichen Sie Ihre Projekte auf Blend um Feedback zu erhalten und zu neuen Kooperationen einzuladen.

Musik versenden

DROPBOX
https://www.dropbox.com/
Musik sichern, speichern und teilen! Mit Dropbox hat man von jedem mit dem Internet verbundenen Rechner Zugriff auf wichtige Dateien, kann sie am Smartphone bearbeiten oder automatisch ganze Ordner auf der eigenen Festplatte synchronisieren.

WETRANSFER
https://wetransfer.com/
WeTransfer ist ein beliebtes Tool für den kostenlosen Datenversand. In der kostenlosen Variante von WeTransfer können Sie bis zu 2 GByte versenden – auch mehrere Dateien auf einmal sind möglich.

AUDIOMACK
https://audiomack.com/
Ein user-generated Streaming Service. Musikschaffende laden ihre Musik hoch und präsentieren sie der Audiomack Community.

Mixing & Mastering

SOUNDBETTER – Finish your Song
https://soundbetter.com/
Ein Marktplatz um Dienstleistungen – wie zB Mixing oder Mastering – von etablierten Professionisten zu erwerben.

Video-Konferenzen

JITSI – Videokonferenzen auf eigenen Servern
https://jitsi.org/
Jitsi ist eine Reihe von Open-Source-Projekten, mit denen Sie auf einfache Weise sichere Videokonferenzlösungen erstellen und bereitstellen können.

Ratgeber

COVID19 – Infowiki von mur.at
https://wiki.mur.at/SharingIsCaring
Diese Seite lädt zum Mitmachen ein! Wir sammeln nützliche Infos, die uns in der momentanen Ausnahmesituation das Überleben erleichtern.

Sammlung alternativer Online-Tools

ETHERPAD
https://etherpad.wikimedia.org/p/online-tools-for-the-pandemic

Letzte Aktualisierung: 27.03.2020