Porträt: Martin Mallaun

Martin Mallaun zählt ohne Zweifel zu den vielseitigsten Künstlern, die hierzulande im Moment im Bereich der experimentellen Musik am Werken sind. Egal ob nun in der Improvisation, in der Elektronik, der barocken Lautenmusik, der alpinen Volkmusik oder der zeitgenössischen Neuen Musik, der gebürtige Tiroler ist stets auf der Suche nach neuen klanglichen und stilistischen Ausdrucksformen auf der Zither und wandelt dabei unbeirrt an den ästhetischen Schnittstellen der unterschiedlichen Spielformen entlang. Ein Festhalten an traditionellen musikalischen Konzepten ist nicht wirklich seine Sache, vielmehr geht es ihm darum, neues Terrain zu betreten. Stets mit dem Ziel im Auge, neue Ausdruckmöglichkeiten zu entdecken, entwirft der Künstler, angetrieben von einer ungemeinen Experimentierfreude, seine ureigene und unverwechselbare Klangsprache.

Steckbrief
Martin Mallaun wurde 1975 in Kitzbühel in Tirol geboren. Er studierte Konzertfach Zither am Tiroler Landeskonservatorium bei Harald Oberlechner und Botanik an der Universität Innsbruck. Parallel dazu besuchte er zahlreiche Workshops im Bereich der historischen Aufführungspraxis (Hopkinson Smith, Rolf Lislevand, Jürgen Hübscher) und der zeitgenössischen Musik/Improvisation (Gunter Schneider, Hans Koch, Georg Glasl). Laut eigenen Angaben waren ebenso private Studien beim Lautenisten Hubert Hoffmann in Wien prägend für seine musikalische Entwicklung. Martin Mallaun arbeitet als frei schaffender Musiker und als Musiklehrer im Tiroler Musikschulwerk. Seit 2001 ist er Mitarbeiter im Forschungsprojekt GLORIA, das die Auswirkungen des Klimawandels auf die Vegetation alpiner Ökosysteme untersucht.

Porträt
Aufgrund der beständigen Qualität seiner Darbietungen wurde Martin Mallaun im Jahr 2004 Preisträger beim ersten internationalen Wettbewerb für Zither. 2005 bekam der den Pasticcio-Preis von Radio Ö1 für sein Solo-Debut “zwischen steinen” verliehen. Die Suche nach neuen klanglichen und stilistischen Ausdrucksformen auf der Zither zeichnet seine Arbeit aus. Ob zeitgenössische Musik, barocke Lautenmusik, freie Improvisation oder alpine Volksmusik: Martin Mallaun ist in allen diesen musikalischen Feldern zugegen. Dies zeigen auch seine unterschiedlichen Projekte, wie das Improvisationstrio “tricky bridges” oder das Duo “Die Landlust!”, wo er gemeinsam mit dem Tenor Johannes Puchleitner Sololieder und Lautenmusik der deutschen Barockzeit aufführt. Desweiteren hat er mit Leopold Hurt und Reinhilde Gamper die Gruppe “Senkblei” gegründet, die sich auf die musikalische Spurensuche in der mikrotonalen Klang- und Geräuschwelt begeben. Als Solokünstler erhielt Mallaun Engagements beim National Royal Scottish Orchestra, dem Orchestre National des Pays de la Loire und dem Orchestre de Picardie. Nicht zuletzt spielt er zahlreiche Uraufführungen im Bereich der neuen Musik (Stücke von Manuela Kerer, Max Nagl, Harald Oberlechner, etc…)

http://www.martinmallaun.com