
Robert Rotifer hat durch sein Tun und seinen Einsatz in den vergangenen Jahren die Qualitätslatte für seinen Nachfolger Patrick Pulsinger nicht unbedingt tief gelegt. Die Erwartungshaltung an den neuen Programmverantwortlichen war auf jeden Fall groß. Wird er das ohnehin schon sehr hohe Level der vergangenen Ausgaben noch einmal steigern können? Und mit welchen Neuerungen wird er aufwarten? Nun, die erste Frage lässt sich auf alle Fälle mit einem Ja beantworten. Wie sein Vorgänger Robert Rotifer, der nicht ganz verschwunden ist und dem Organisationsteam rund um Christoph Möderndorfer weiterhin beratend zur Seite steht, setzt auch Patrick Pulsinger auf ein großes stilistisches Spektrum, das vom Indiepop und der Elektronik, über das Liedermachertum und moderne Wienerlied bis hin zum Progrock, Hip Hop und allerlei Schrägen reicht.

Spannendste heimische Musikkost gibt es natürlich auch abseits der Hauptbühne. Freuen darf sich das Publikum unter anderem auf Konzerte von Ghost Capsules, Koenigleopold, Gudrun von Laxenburg, Sex Jams, Milk+, Spring and the Land, Sado Maso Guitar Club, Brenk Sinatra, Gerard, DAWA und vielen anderen mehr. Neu in diesem Jahr ist, und damit beantwortet sich auch die zweite Frage, dass erstmals auch die Karlskirche als Location dient. Und zwar am zum „stillen“ Ausklang des Festivals am 28. Juli. Es spielen Ritornell feat. Mimu und O, das neue Projekt der ehemaligen Bunny Lake Frontfrau Teresa Rotschopf.
Seit Anbeginn fest im Festival verankert sind Popfest-Sessions, die in diesem Jahr, am 27. und 28. Juli stattfindend, einmal mehr in der Kunsthalle Karlsplatz das Rahmenprogramm bilden werden. Unter anderem behandelt werden anlässlich des Erscheinens der beiden Bücher „WienPop“ und „Ö-Pop in Film & Fernsehen“ die österreichische Popmusikgeschichte, sowie die Themen „Crowfunding“ und „Wien als Ausgangspunkt oder Zielort künstlerischer Karrieren“. (mt)
Das gesamte Programm unter http://popfest.at
Foto Popfest © Simon Brugner
Foto Patrick Pulsinger © Elsa Okazaki
http://popfest.at/