PIANOCRASH – „Mad World“

Seit dem Debüt von PIANOCRASH sind schon einige Jahre vergangen, doch nun meldet sich die oberösterreichische Band um DANIELA SCHAUPP in Form des Albums „Mad World“ (ATS Records) auf eindrucksvolle Art zurück.

Nun, eines kann man definitiv sagen: Diese Band klingt wirklich einmal anders. Die sich um die oberösterreichische Pianistin und Komponistin Daniela Schaupp scharrende Truppe Pianocrash spielt Musik, die im Grunde nur schwer in eine einzelne Kategorie einzuordnen ist, denn dafür bedient sich die Band einfach aus zu vielen unterschiedlichen Genres. Was die Pianistin und ihre Kollegen Marcus Wall (Violine, Viola, Gitarre), Thomas Wall (Cello), René Pichler (Schlagzeug) und Wolfgang Boukal (Bass) musikalisch aufbereiten, ist ein instrumentaler Sound, den man am ehesten als eine aufregende Mischung aus Jazz, Rock, teilweise Heavy Metal und Klassik beschreiben kann und der eine wirklich ganz eigene Schwingung entwickelt.

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Es ist vor allem das in wirklich stimmungsvolle und facettenreiche Arrangements eingefasste stete Wechselspiel zwischen sehr kraftvollen und treibenden Passagen sowie den eher ruhigeren und gefühlvollen Momenten, das den besonderen Reiz dieses Albums ausmacht. Daniela Schaupp und ihre Band verstehen sich genauso vortrefflich in der Rolle einer großen Rockband – und das trotz des Fehlens dominanter Gitarren – wie auch in der eines Kammerensembles, das den filigranen und eleganten Ton meisterhaft beherrscht. Das Besondere an “Mad World” ist, dass jedes Stück seinen ganz eigenen Akzent setzt und eine eigene Geschichte zu erzählen hat. Mal wird man vom positiven Vibe der Melodien emporgehoben, dann wieder von zarter Melancholie berührt oder vom harten Groove zum Headbangen animiert. Es ist ein Wechselbad der Gefühle im positivsten Sinn, welches man beim Durchhören dieses Album erlebt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Daniela Schaupp und ihrer Band ein richtig starkes zweites Album gelungen ist, eines, auf dem der Begriff Crossover eine wirklich spannende Art neu gedeutet wird.

Michael Ternai

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