Bild Parov Stelar
Parov Stelar (c) Pressefoto

PAROV STELAR – „The Burning Spider“

PAROV STELAR versucht sich auf seinem neuen Album „The Burning Spider“ (Etage Noir) an einer spannenden Neuerfindung seines Sounds. Mit Erfolg, wie sich zeigt. Der international erfolgreiche Oberösterreicher legt ein Stück Musik vor, das auf mitreißende Art Sounds alter Tage mit einem neuen Klang verbindet.

Parov Stellar aka Marcus Füreder hätte es sich eigentlich recht einfach machen können. Seiner bisher so erfolgreichen Electroswing-Formel weiterhin vertrauen und das gleiche musikalische Produkt in vielleicht leicht veränderter Form nochmals abliefern. Viele hätten es ihm vermutlich gedankt.

Cover “The Burning Spider”

Doch der gebürtige Oberösterreicher mit der Liebe zur Musik vergangener Tage hatte dieses Mal etwas anderes im Sinn. Der kreative Stillstand war für ihn keine Option. Er wollte frischen Wind in die Sache hineinbringen und damit wie auch schon in der Vergangenheit überraschen. Ein Vorhaben, das – lauscht man sich durch „The Burning Spider“ – als wirklich geglückt bezeichnet werden kann.

Die Hinwendung zum Blues und Jazz

Der mittlerweile vielfach ausgezeichnete Linzer zeigt sich anno 2017 in gewissem Sinne neu erfunden. Zumindest weist das Album eine musikalische Neuakzentuierung auf, die man in dieser Form wohl nicht erwarten konnte. Natürlich bildet der tanzbare Elektro weiterhin die stilistische Grundlage seiner Musik, doch das, was der Soundtüftler dieses Mal daraus macht, offenbart sich doch als etwas originell anderes.

War es auf den vergangenen Alben fast ausschließlich der Swing klassischer Note, der die klangliche Ästethik der Parov-Stelar-Songs bestimmte, so hat sich Marcus Füreder, dem dieses Mal unter anderem auch Sängerin Lilja Bloom zur Seite gestanden ist, auf seinem neuen Album nun deutlich mehr dem Bluesigen und Jazzigen zugewandt. Und zwar der Musik solcher Ikonen wie Lightnin Hopkins, Muddy Waters und Wingy Manone, die durch das Zutun und die Bearbeitung von Parov Stelar auf aufregende und spannende Weise quasi eine Wiederbelebung erfahren.

Parov Stelar hat einmal mehr alles richtig gemacht und den Ton zwischen tanzbarer Unterhaltung und musikalischer Qualität perfekt ausgelotet. „The Burning Spider“ ist ein Album geworden, das wirklich zu gefallen weiß, auch weil es etwas anderes als das Übliche bietet.

Michael Ternai

Parov Stelar live

  • 12.05. Aegon Arena, Bratislava (SK)
  • 13.05. Budapest Park, Budapest (HU)
  • 16.06. Arenele Romane, Bucarest (RO)
  • 17.06. Francofolies Festival, Blagoevgrad (BG)
  • 07.07. Nos Alive Festival, Lisbon (PT)
  • 08.06. Cruilla Festival, Barcelona (ES)
  • 13.07. Tollwood Festival, Munich (DE)
  • 14.07. Gru Village Grugliasco, Turin (IT)
  • 16.07. Ilosaarirock Festival, Joensuu (FI)
  • 22.07. Deichbrand Festival, Cuxhaven (DE)
  • 29.07. Burg Clam, Klam (AT)
  • 30.07. No Borders Music Festival, Tarvisio (IT)

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Etage Noir