Bild (c) Sascha Osaka

OSTERFESTIVAL IMAGO DIE – HÖRT DIE SIGNALE

Jedes Jahr in den Wochen vor Ostern lädt das OSTERFESTIVAL IMAGO DEI in den mittelalterlichen KLANGRAUM KREMS MINORITENKIRCHE zu einem vielschichtigen Programm mit zeitlos gültiger Musik aus verschiedenen Ethnien, Epochen und Religionen, zu Filmen, Diskussions- und Literaturveranstaltungen. 2017 findet das Festival vom 24. März bis zum 17. April statt.

„Die einzig revolutionäre Kraft ist die Kraft der menschlichen Kreativität (…), die einzig revolutionäre Kraft ist die Kunst.“ (Joseph Beuys)

2017 stellt das Festival sein Programm – im 500. Jahr von Luthers Reformation und im 100. Jahr der Russischen Revolution – unter das Motto „Hört die Signale“. In der Geschichte der Zivilisationen sind aufkommende gesellschaftliche Umbrüche, radikale Veränderungen der Macht-, Eigentums- und Besitzverhältnisse, neue Sicht- und Denkweisen stets von deutlichen Signalen begleitet worden, die vom An- und Aufbruch kündeten: ob als Aufruf, als Warnung oder Entwarnung, als Künder von Abschied oder Ankunft, als Zeichen von Niederlagen oder Siegen. Stets waren und sind es vor allem auch die KünstlerInnen, die Signale als verstärkte Wahrnehmungsaufforderungen des Kommenden, des Zukünftigen schufen und schaffen.

„Der Mensch ist seinem Wesen nach zur Freiheit veranlagt. In der Freiheit liegt seine Kreativität begründet, seine Fähigkeit, Schöpfer zu sein.“ (Joseph Beuys)

Das Osterfestival Imago Dei 2017 unternimmt einen Streifzug durch die Geschichte und kulturelle Vielfalt der revolutionären Kraft menschlicher Kreativität: Johann Sebastian Bachs Reformationskantaten und Musik aus dem Rom der Luther-Zeit; eine Sonate für Cello und Klavier von Dmitri Schostakowitsch, der in der Stalin-Ära als Künstler verfolgt wurde, in Beziehung gesetzt zu Werken seiner Zeitgenossen; die einsamen Lamenti der russischen Komponistin Galina Ustwolskajas und Lyrik der vorrevolutionären bis nachstalinistischen Zeit; der Künstler Leo Zogmayer und seine Ideen zur visionären Kraft von Kunst und Spiritualität; die Ikone der Minimalmusic La Monte Young, der seine Kathedrale der Träume wieder erstehen lässt; die „4000 Jahre alte Rock’n’Roll-Band“ The Master Musicians Of Jajouka; musikalische Improvisationen und Kompositionen zwischen morgen- und abendländischer sowie asiatischer Tradition und Avantgarde. KünstlerInnen aus dem Iran, Armenien, Marokko, den USA, Frankreich, Griechenland, Italien und Österreich laden die BesucherInnen des Osterfestivals Imago Dei dazu ein, in verschiedene musikalische, kulturelle und spirituelle Welten einzutauchen und so ihren jeweils eigenen Zugang zum Thema zu finden.

Mit Chorus Musica Sacra Krems & Capella Musica Sacra (24.3.), Nikolaus Altstaedt & Alexander Lonquich (25.3.), Naqsh Duo /Iran, Stefan Fraunberger (31.3.), Leo Zogmayer, Akio Suzuki & Hiromi Miyakita /Japan (1.4.), Jean-Guihen Queyras, Bijan und Keyvan Chemirani, Sokratis Sinopoulos /Frankreich/Iran/Griechenland (2.4.), Theatre of Eternal Music Brass Ensemble La Monte Young /USA (7.4.), The Master Musicians Of Jajoukaled by Bachir Attar /Marokko (8.4.), Anna Hauf, Lisa Smirnova, Annelie Gahl, Franz Winkler, Helene Kenyeri, Damaris Richerts, Björn Wilker & Alexander Nitzberg (13.4.), Gurdijeff Ensemble /Armenien (14.4.), Concerto Romano /Italien (17.4.), Musiktheater für Kinder „Im Um Drumherum“ (26.3.), Lesungen von Christian Lehnert und Andrej Kurkow, Podiumsgespräche, Klangkunst sowie ein begleitendes Filmprogramm im Kino im Kesselhaus.

Link:
Imago Dei