Bild Open Strings
Bild (c) Opem Strings

OPEN STRINGS – „Sitar & Harp“

Musik, die einen mit sanfter Hand auf schönste Weise in eine andere Dimension entführt, genau eine solche lässt das indisch-österreichische Zweiergespann OPEN STRINGS auf seiner soeben erschienenen CD „Sitar & Harp“ (einklang records) erklingen.

Das Duo Open Strings zelebriert auf seiner Veröffentlichung das kunstvolle und stimmungsvolle musikalische Aufeinandertreffen zweier unterschiedlicher Welten. Der in Indien geborene Sitarspieler Deobrat Mishra – der in seiner Heimat zu den innovativsten Vertretern seiner Zunft gehört – und der aus Vorarlberg stammende Harfenist Nik Fliri begeben sich in ihren Stücken – mit Unterstützung des Tablaspielers und Bruders des Sitarvirtuosen, Prashant Mishra – auf eine klanglich vielschichtige Reise, die von den Bergen Europas bis in das Herz des riesigen und fernen Subkontinents führt. Einem bestimmen Stil oder einer fest abgesteckten musikalischen Kategorie fühlen sich die beiden nicht verbunden, vielmehr schaffen sie sich ihre ganz eigene weltmusikalisch angehauchte Sprache. Und die erzeugt vor allem eines in höchsten Maße: eine Atmosphäre, die berührt, betört und auf magische Weise anzieht.

Musik, die wegschweben lässt

Die Musik, die das indisch-österreichische Zweiergespann zu Gehör bringt, ist eine, die für kurze Momente loslassen und in andere Sphären wegschweben lässt. Deobrat Mishra und Nik Fliri setzen auf die Dezentheit der Töne, auf das tiefe Gefühl und gehen ohne jede unnötige Ausschmückung zu Werke. Die weit gefassten, fein gesponnenen, mit wunderbar einfühlsamen Melodien versetzten und in einen warmen Grundklang gehüllten Spannungsbögen erwachsen – je länger man sie auf sich wirken lässt – zu einem überaus bildhaften und fast schon hypnotischen Hörerlebnis, zu einem, das einfach nur einlädt, sich kurz einmal zurückzulehnen und sich dem Träumen hinzugeben. Ein wirklich ungewöhnlich schöner musikalischer Dialog.

Michael Ternai

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