
Die allzu große mediale Unterstützung ist der 2002 gegründeten Band eigentlich nie wirklich zuteil geworden. Zu hart für das kommerzielle Radio, zu wenig trendverliebt und Indie für das alternative, fand die Berichterstattung über Gasmac Gilmore vorwiegend in den einschlägigen Musikmagazinen statt. Aber vermutlich ist es genau diese glaubhafte Verweigerung, sich in irgendeiner Art und Weise irgendwelchen Erwartungshaltungen unterwerfen zu müssen, die der vierköpfigen Wiener Truppe, die 2009 mit dem “Austrian Newcomer Award” ausgezeichnet worden ist, ihren Erfolg und auch die vielen treuen Fans beschert hat.
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Musikalisch haben Matthias Wick, Elias Berner, Thomas Pröschl und Max Berner nie einen Hehl aus ihren Vorlieben gemacht. Es sollte harter, mit Punk, Metal und Ska angereicherter Rock sein, den sie zum Erklingen bringen lassen wollten, obwohl sie sich als andere traditionsverliebte Puristen angesehen haben. Als Einflüsse benennen Gasmac Gilmore bis heute Bands und Acts wie Pantera, Gogol Bordello, System of a Down, Tool, Beirut, Nine Inch Nails, Firewater und Muse, wiewohl im eigenen Sound aber über die Jahre hinweg immer weniger Zitate und Querverweise zu diesen ausmachen waren.
Wie auch auf dem bislang letzten und Mitte 2012 bei monkey music erschienenen Album „Dead Donkey“ deutlich zu hören war, haben die Wiener ihre eigene Sprache gefunden, welche vor allem über eine im Rock sonst selten vorzufindenden Vielfalt und Eigenwilligkeit ihren Ausdruck findet. Die Wiener scheuten schon von Beginn an nicht davor zurück, auch stilfremde Elemente in die Musik einzubinden. Als ob es nichts Selbstverständlicheres gäbe, erklingen in den Songs von Gasmac Gilmore genauso pulsierende Balkanbläser a la Kusturica, wie auch melancholische Klezmermelodien und rasende Polkarhythmen. Eine Mischung zwischen den Musiktraditionen von Ost und West, die aufgrund ihrer Dynamik, Energie und Leidenschaft vor allem live der echte Kracher ist und wirklich niemanden im Publikum unberührt lässt. (mt)
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Gasmac Gilmore