Bild (c) Mascha

NOMINIERT FÜR DEN ÖSTERREICHISCHEN MUSIKVIDEOPREIS 2017: „WIE 1 JAMES BOND SONG“ VON MASCHA

Im Rahmen der vom 1. bis zum 6. Juni laufenden VIENNA SHORTS, wird auch in diesem Jahr der ÖSTERREICHISCHE MUSIKVIDEOPREIS vergeben. Diesmal sind 13 Musikvideos, sowie -filme nominiert. Die Präsentation der Videos, Preisverleihung und Konzert finden am 3. Juni im METRO KINOKULTURHAUS in Wien statt.

Romantik pur, offene und geschlossene Autotüren, fesche Frisuren und Zigaretten. Der Hauptprotagonist in Maschas „Wie 1 James Bond Song“ ist unschwer zu erkennen, es ist Mr. James Bond in all seinen plakativen Facetten. Diese Version kommt jedoch aus Bruck an der Mur und hat insgesamt recht wenig mit seinem klassischen Vorbild gemein. In Form von Public-Domain Footage aus dem Netz kreiert Mascha Peleshko hier eine zeitgemäße Erzählung aus Fundstücken von Anderen, montiert gekonnt und schafft damit eine Verfolgungsjagd in Schwarz-Weiß. „Homemade am tollen Laptop“ so steht es auf Youtube. Das klassische Narrativ des unwiderstehlichen Agenten wird dabei im Laufe des Videos sukzessive überzeichnet und demontiert.

„Du bist wie 1 James Bond Song, bist so heiß wie Roger Moore nur wohnst du in Bruck an der Mur und hast ´ne falsche Rolex-Uhr“

Nach Minute 2:23 erscheint der nostalgische Schriftzug „The End“ und verzeichnet gleichsam einen Bruch innerhalb des Videos. Es folgen unterschiedliche Darstellungen von Explosionen, Waffeneinsätze sowie Retro-Romantik in Reverse. Das Found Footage wird dabei durch kreideartige Schriftzüge überblendet. Diese kommentieren in sehr reduzierter Form (Peng, Vrumm…) oder einfach durch symbolträchtige Zeichnungen (Tränen, Spiralen) die bewegten Bilder, setzen auf diese Weise Vergangenheit in die Gegenwart. „Bin jetzt alt“ tönt dabei geloopt aus dem Off und hinterfragt dann am Ende vor allem die nicht enden wollende Vitalität der Kultfigur: „Ich liebe dich James“.

Ada Karlbauer

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Mascha (Facebook)

 

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