Erich Kleinschuster (c) KUG-Archiv

Nachruf Erich Kleinschuster

Der Jazz-Posaunist ERICH KLEINSCHUSTER ist in der Nacht auf Mittwoch im Alter von 88 Jahren gestorben. Das teilte die Kunstuniversität Graz (KUG) am Mittwoch in einer Aussendung mit. Der 1923 in Graz geborene Musiker galt als einer der Größen der österreichischen Jazz-Szene. Er wirkte als Komponist, Arrangeur und Solist, als Leiter zahlreicher Jazzensembles, aber auch als engagierter Pädagoge.

Kleinschuster, der neben Posaune und Klavier auch Rechtswissenschaft studiert hatte, war in den 1950ern als Mitglied der International Youth Band am Newport Jazz Festival aufgetreten. Dort hatte er Louis Armstrong und Miles Davis kennengelernt – zwei Musiker, die ihn nachhaltig prägen sollten. Inspiriert von der Begegnung beschloss der promovierte Jurist, sein Leben der Musik zu widmen. Kleinschuster hat die österreichische Jazzlandschaft entscheidend mitgeprägt. Er war nicht nur Gründer des Jazzinstituts am Wiener Konservatorium und der Jazzabteilung am Kärntner Konservatorium, sondern auch viele Jahre Leiter der ORF Bigband und Organisator des Jazzsommer Graz und unterrichtete als Jazz-Professor an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz. Als Posaunist hat er mit internationalen Größen wie Friedrich Gulda, Art Farmer oder jimmy Heath gespielt.