
Beschreibung
Anhand von Ereignissen, selbst erlebt oder egal aus welchen Medien entnommen, entwickeln wir Lieder, die unseren Zorn und unsere Wut zum Ausdruck bringen, in der Form, dass den Menschen Mut gemacht wird. Weg mit dem Untertanengehorsam. Weg mit der Anpassung an die Verhältnisse. Endlich einmal aufstehen und Nein sagen, bis hierher und nicht weiter. Die Verantwortlichen eindeutig beim Namen nennen, heilige Kühe schlachten, die ReligionsfanatikerInnen in die Schranken weisen, der Geiz-ist-geil-Mentalität unsere Solidarität entgegenstellen.
Und dies soll nicht in allgemeinen Worten gemacht werden, sondern anhand des Schicksals einzelner Personen oder verschiedener Gruppen.
Beispiel: das Bettelverbot. Betteln ist ein Menschenrecht, wenn man nicht mehr betteln darf, kann man gleich den Freitod wählen. Oder der/die neue Selbstständige. Rausgeflogen aus der Firma als GrafikerIn, weil die Programme kann angeblich jeder bedienen. Selbstständig gemacht, weil kein Job zu finden ist. Jagd nach Aufträgen. Arschkriechen, sich erniedrigen, um die Bezahlung streiten. Oder: Nebenerwerbslandwirt und -wirtin, sie tagsüber beim Billa Regale einschlichten, er bis Mittag in der Landwirtschaft, nachmittags Hunde äusserln führen beim Tierschutzverein.
Wenn der Text da ist, findet man auch jederzeit die passende oder unterstützende Musik dazu. Ich kann traurigen Text zur Verstärkung mit thematisch dazu passender Musik untermalen, oder als Gegenteil zum Text mit fröhlicher Musik. Beides hat seine Berechtigung.
Voraussetzungen
Wenn möglich folgende Interpreten anhören und einige ihrer Texte lesen: Konstantin Wecker, Franz Josef Degenhard, Georg Danzer, Heli Deinböck, “die Bandbreite”, von allen gibt es genügend Videos auf Youtube. Die vage Beherrschung eines Instruments wäre von Vorteil, ist aber nicht Bedingung.
Termine
12 Unterrichtseinheiten:
Di, 1.10.: 17.00 bis 21.00 Uhr
Mi, 2.10.: 17.00 bis 21.00 Uhr
Do, 3.10.: 17.00 bis 21.00 Uhr
Ort: GAB music factory, Endresstr. 18, 1230 Wien
Fr, 4.10.: Klassenpräsentation
Ort: SFD, 1070 wien
Begrenzte Teilnehmerzahl!
ANMELDUNG: Anmeldeformular
Sigi Maron
geboren 1944 als militanter Nichtraucher, anschließend mit Wodka getauft auf Siegfried Alois Helmut Maron. Vier Schwestern, zwei Brüder. 1956 Erkrankung an Kinderlähmung, seither militanter Rollstuhlfahrer. In der Handelsakademie Eisenstadt lernt er begeistert Maschinschreiben, um ab 1963 seine vielen Sünden als Buchhalter in Baden zu büßen. Zum Ausgleich dieser trostlosen Tätigkeit schreibt er Lieder, Gedichte, Geschichten. Peter Wolf produziert im Auftrag von André Heller das erste Album “Schön is des Leb’n”. Weitere folgen. Derzeit gern auf den Bühnen mit “Attwenger” unterwegs. www.maron.at/