Oehl (c) Oehl

„Musikmachen ist ein Kraftakt […] – ARIEL OEHL im mica-Interview

OEHL schicken ihren Duft voraus. Zwei Singles gibt es von ihnen. Ohne viel Promo sind ein paar Hunderttausend Plays auf SPOTIFY zusammengekommen. Stefan Niederwieser traf sich mit dem Musiker ARIEL OEHL zu einem Gespräch. 

 ARIEL OEHL kommt allein, er trägt Rollkragen, vorher hat er sich notiert, worüber er gerne im Interview reden würde. OEHL sind eigentlich zu zweit. Aber HJÖRTUR HJÖRLEIFSSON ist sicherer auf Englisch. Als er 16 war, ist er von Island nach Salzburg übersiedelt, hat dort CHILI AND THE WHALEKILLERS gegründet und mit ihnen fünf Alben geschrieben. In der Musik von OEHL ist das nicht wiederzuerkennen. Bei ihnen drängt sich niemand in den Vordergrund, Vocoder, Percussion, Gitarre, Flöten geben sich gleichwertig die Hand, auch die Stimme kommt ohne Vibrato und kapriziöse Kapriolen aus. Bei OEHL wird auf Deutsch gesungen, ein wenig erschöpft, in einer Sprache mit großen Worten. Die Texte schreibt ARIEL, der sie mit alten Geschichten anreichert. Auf der nächsten Single „Über Nacht“ gibt er viel, um Orpheus zu sein, der seine Eurydike in der Unterwelt zurücklassen muss. Zwei Zeilen hatte er sich auf bereits auf „Neue Wildnis“ von RILKE geliehen. Stefan Niederwieser sprach mit ARIEL OEHL über Romantik, Syrien, Duft, Farbe und sogar Gott.

Ich werde nicht nach dem Bandnamen fragen, das steht sicher im Internet.

Ariel Oehl: Ich muss ihn öfter buchstabieren. Viele Leute fragen nach Albert Oehlen. Oder nach der obersteirischen Eishockey-Liga. Der wollen wir natürlich nicht den Rang ablaufen. Beim Merchandising wird das vielleicht noch problematisch.

Haben Sie ein Merchandising?

Ariel Oehl: Es wird ein Parfüm geben. Den Flakon erarbeiten wir gemeinsam mit dem „Studio Es“.

„Ich habe mir überlegt, wie die Musik riecht.”

Wie riecht Oehl?

Ariel Oehl: Ich habe mir überlegt, wie die Musik riecht. Unisex ist wichtig. Es erschlägt dich nicht wie ein Aftershave, hat auch keine billige Süße. Wir haben zwei Chemikalien so lange gekreuzt, bis wir mit Heidelbeere eine Kopfnote gefunden haben, hinterher kommen natürliche, ätherische Noten wie Salbei, Tonka und warmer Waldboden. Mir gefällt der Gedanke, dass es bei Konzerten nach Oehl riecht. Wir merken uns Gerüche ganz spezifisch, das soll man nach Hause nehmen und auch tragen können.

Bild (c) Oehl

Ist Oehl mild und würzig, wie SIe in ihrem Instagram Post erwähnen?

Ariel Oehl: Ja, auf jeden Fall [lacht]. Die Musik löst Gefühle aus, die überhaupt nicht mit dem Text zusammenstimmen müssen. Sie kann dich mild treffen und durch den Text eine Schwere bekommen. Beide gehen ein Stück weit gemeinsam oder sie arbeiten gegeneinander. Wie auf unserer nächsten Single „Über Nacht“. Das ist ein sehr persönliches Lied, angelehnt an den Tod einer Freundin. Die unüberbrückbare Distanz, wenn ein Mensch ganz weg ist, verhandeln wir im Bild von Orpheus und Eurydike. Man kann nur scheitern, wenn man diesen Kontakt wiederherstellen will. Die Musik ist sehr tanzbar und fröhlich, im Text fällt das Wort „Fährmann“, ich singe: „Dort, wo ich hinwill, fährt keine Bahn.“ Es gibt sicherlich einen inneren Widerspruch. Viele unserer Songs haben ernste Themen. „Neue Wildnis“ ist wie Schuberts „Winterreise“, da kommen Kälte und Schnee vor, ein Weg und ein Suchen, das nirgendwo hinfindet. „Keramik“ habe ich für meinen Sohn geschrieben, den man im Video sieht. Er wurde ganze zwei Monate zu früh geboren, war sehr zerbrechlich. Selbst die Beziehung zu diesem Kind ist so, man hofft ja, man bekommt Liebe zurück, aber man weiß nicht, wie ein Kind sich entwickelt und wo es sich abnabeln wird.

„Musik ist für mich auf einer ganzheitlichen Ebene etwas, was aus der Zeit fällt […]”

Gab es eine Idee von Oehl, die am Anfang stand?

Ariel Oehl: Musik ist für mich auf einer ganzheitlichen Ebene etwas, was aus der Zeit fällt, wie ein relativ leerer Raum, den man betritt. Im besten Fall riecht er nach etwas, klingt nach etwas, hat gewisse Farben, dann fühle ich mich dort wohl. Bei Oehl wird man außerdem keine popkulturellen Referenzen finden.

Muss man den Erben von Rainer Maria Rilke etwas zahlen, wenn man seine Zeilen verwendet? Und schafft ein solches Zitat nicht Erwartungen?

Ariel Oehl: Rilke ist seit über 70 Jahren tot, man muss also niemanden etwas zahlen. Wenn man von Popmusik erwartet, mit werbeähnlichen Plattitüden oder mit Poesiealbum-Prosa bedient zu werden … Ich setze Erwartungen lieber höher. Wenn man heute Autoren als Raubritter bezeichnet, dann suche ich lieber in Schätzen aus Hunderten Jahren deutscher Sprache und bediene mich nicht im Elektronikladen um die Ecke.

„Musikmachen ist ein Kraftakt, die deutsche Sprache passt dazu, sie ist knochig, behäbig und schwer in Form zu bringen.”

Wie schwer ist es, auf Deutsch zu singen?

Ariel Oehl: Sauschwer. Aber es bleibt am längsten stehen. Anfangs klingt es oft blöd, aber wenn man einen Text so weit malträtiert, dass er noch funktioniert und sich nicht nach Duden anhört … Musikmachen ist ein Kraftakt, die deutsche Sprache passt dazu, sie ist knochig, behäbig und schwer in Form zu bringen. Am Anfang großartiger Texte stehen ja nicht großartige Texte, sondern stehen Melodien. „Yesterday“ hat einmal „Scrambled Eggs“ geheißen. Man nähert sich an. Zuerst ist ein Gefühl da, das in Form gebracht wird. Wenn ich einen Brief schreibe, ist das auch so.

Wie lange braucht es, einen Text fertig zu schreiben?

Ariel Oehl: Ich schreibe an mehreren Texten parallel. Wenn ein Gefüge aus mehreren Songs entsteht, habe ich mehrere unfertige Texte, die ich trimmen und zuschneiden muss. Oft rutschen Zeilen von einem Text in einen anderen. Mit Sophie Lindinger von Leyya habe ich zwei Lieder gemeinsam geschrieben. Sonst mache ich das allein und bin mein schlimmster Kritiker. Ich stehe immer an und muss eine Lösung finden. Ich schreibe Texte nur so. Ich schreibe oft fünf bis acht digitale Seiten voll, damit vier Zeilen übrig bleiben.

Wie schwierig ist dann die Intonation?

Ariel Oehl: Gar nicht. Die Demo-Vocals landen fast immer in der finalen Version. Ich singe einen Take. Die Stimme klingt in Recording Sessions immer schlechter. Das ist das Unmagischste am Lieder-Aufnehmen, es dauert sehr kurz. Ich glaube, das ist ein Teil unseres Sounds. Dadurch bekommt er Charme.

Oehl (c) Oehl

Wie viele Oehl-Songs sind in mittlerem Tempo? Und gibt es welche, die Ihrer „Kuschelrockattitüde“ widersprechen?

Ariel Oehl [lacht]: Es ist sehr unterschiedlich. Ebenso, wie unsere Texte viele Gefühle widerspiegeln, nimmt dich die Musik auf Höhen und in Tiefen mit. Wir haben zwei A-cappella-Songs geschrieben, die sehr zart sind, auf denen wir mit Autotune gearbeitet haben – auch um der Vielfalt der Instrumente etwas entgegenzuhalten. Das Duett mit Sophie Löw ist herausfordernd langsam, während die kommende Single fürs Erste der schnellste Song sein wird.

Gibt es Refrains zum Mitsingen?

Ariel Oehl: Manche Leute könnten behaupten, „Keramik“ habe einen Mitsing-Refrain. Unsere Refrains sind nicht repetitiv oder einfach, eingängig vielleicht schon.

Wie oft waren Sie in Island?

Ariel Oehl: Ich war noch nie dort. Hjörtur Hjörleifsson ist Isländer. Er und Thorsteinn Einarsson kennen sich, weil sie beide in Salzburg gelebt haben. Hjörturs Mutter ist klassische Sängerin, sein Vater Lyriker in Reykjavik, er selbst wohnt mittlerweile in Wien. Er ist ein sehr sozialer Mensch, kennt viele Menschen, engagiert sich für Geflüchtete …

Elena Shirin war auf den ersten Bandfotos.

Ariel Oehl: Elena hat ein und ist viel unterwegs. Mit ihr haben wir das erste Lied aufgenommen. Danach wollten wir mit neuen Leuten unterschiedliche Farben in die Songs bringen, mit Sophie Löw von Culk wird es wahrscheinlich ein Duett geben, Sophie Lindinger von Leyya und Mwita Mataro von At Pavillon singen bei „Keramik“ mit, Patricia Ziegler aka Bitten By singt auf einem anderen Song.

Marco Kleebauer von Leyya produziert und schreibt Songs mit.

Ariel Oehl: Hjörtur und ich machen Demos. Hjörtur spielt den Bass sehr beweglich, sehr lebendig, da passiert immer etwas, er steht nie still. Der Rhythmus muss mithalten können. Und Marco hat dafür ein wahnsinniges Gefühl, er hat eine ganz spezifische Art, mit Drums und Percussion umzugehen, die sich traut, ganz markant zu sein. Wir sind auf ihn zugegangen, haben mit ihm gearbeitet, noch lange bevor wir überhaupt ein Label hatten. Er war maßgeblich an den letzten beiden Alben von Bilderbuch beteiligt, er gibt Farbe, er hat sich immer mehr in die Rolle als Produzent eingefunden. Ich bin sicher, es wird noch viel durch seine Hände gehen.

Würden Sie ihr lieber mit Soap&Skin oder Annenmaykantereit zusammenarbeiten?

Ariel Oehl: Das eine gibt es schon. Auf „Wonder“ von Soap&Skin ist im Refrain eine markante männliche Stimme zu hören, die ihre Stimme eine Oktave tiefer singt, das bin ich. Lassen Sie mich es so sagen: Die MTV-unplugged-Serie war eine Zeit lang so spannend, weil es immer Bands waren, die üblicherweise sehr laut gespielt haben. Insofern wäre es mit Soap&Skin spannender, hier Gitarre, dort Klaviermusik, man müsste das stark kreuzen.

Gibt es bei Oehl denn viel Gitarre?

Ariel Oehl: Wir doppeln oft eine Melodie mit Bass und Gitarre, dadurch nimmt man die Gitarren nicht als Soloinstrument wahr. Live ergibt das eine irrsinnige Breite. Wir arbeiten viel mit Synths, mit Flächen, mit Samples. Vieles findet über Umwege in die Musik. Ein Raum mit allen Instrumenten, die wir bisher verwendet oder eingespielt haben, wäre wirklich voll. Es wären viele Instrumente aus der Weltmusik drin, griechische Flöten, japanische Koto, isländischer Gesang … Wir probieren viel aus.

Oehl (c) Archiv Band

Wer ist Shintaro Sakamoto? Und wie kommt er auf eure SpotifyPlaylist?

Ariel Oehl: Ein japanischer Psychedelic-Musiker. Spotify ist sehr gut darin, Musik vorzuschlagen. Auch wenn ich mittlerweile immer mehr mitbekomme, habe ich in Wirklichkeit keine Ahnung von Popkultur. Als Casper gepostet hat: „Oehl, Song des Jahres“, habe ich nicht gewusst, wer das ist. Ich höre morgens und vormittags sehr viel Ö1. Ich habe eine Klassik-Playlist. Aber das mit Oehl zu verknüpfen, …

„Ich höre viel Renaissance und Barock.”

… wäre das nicht ehrlich?

Ariel Oehl: Das ist ja genauso ehrlich. Wenn Leute zu mir kommen, lege ich eine andere Playlist auf. Ich glaube, dass John Dowland drauf ist. Aber Gluck oder Händel, das geht sich nicht aus. Ich höre viel Renaissance und Barock. Klassik weniger. Aber die Romantik ist so präsent, wenn es um Liedgut geht, man kommt an Schumann und Schubert nicht vorbei. Wir wachsen alle mit „Guten Abend, gut Nacht“ von Brahms auf. Das ist in unserem kollektiven Gefühl von Kindheit verankert. Nur auf klassische Konzerte gehe ich kaum, weil ich mich nach einer halben Stunde kaum noch konzentrieren kann. Ich muss dann selbst Musik machen oder es ist pure Anstrengung.

Lassen Sie sich von romantischen Kunstliedern inspirieren?

Ariel Oehl: In diesen Liedern wird sehr deutlich, wann Musik und Sprache unterschiedliche Wege nehmen. Bei der „Winterreise“ gibt es Dur-/Moll- oder Tempi-Wechsel, es tänzelt, wird manchmal schwer und laut, eine Strophe erwischt dich kalt mit ihrer lockeren Schönheit … Da lernt man viel über Sprache und Musik, wie man Emotionen ausdrückt, ohne dass es kitschig wird. Wir machen das selbst aber kaum, probieren einiges, oft fällt es wieder raus, weil es gezwungen klingt. Musik zu machen bedeutet für mich, wie wenig bemüht etwas klingen kann, das trotzdem in seiner Komplexität besteht.

Auf „Neue Wildnis“ lautet eine Zeile „[…] ein Handymast-Gestell. Es trägt den Funken Wildnis in die Welt”. Geht es da um dieses Internet?

Ariel Oehl: Ich habe lange überlegt, ob „Handymast-Gestell“ drinbleiben soll. So einen Funkmasten, der weit über Bäume des Waldes hinausragt, den gibt es dort, wo ich wohne. Die Wildnis in dem Song ist ein Zulassen von Veränderung in sich selbst. Der Witz ist ja, dass die Welt viel wilder ist als der Wald. Wenn man sich überlegt, was das Netz in sich trägt und was über einen Handymasten geht, da ist natürliche Wildnis das Gegenteil von Wildnis.

„Man kann nicht nur zehn Liebeslieder schreiben.”

Von welchen Themen wird man demnächst noch von Oehl hören? Bisher geht es um Leben, Tod …

Ariel Oehl: Gott ist auf einem Song zentral. Ein anderer Song beschäftigt sich mit einem Syrer, der fünf Jahre nach seiner Abschiebung Suizid begangen hat. In der ersten Strophe geht es um einen Beamten eines Ausreisezentrums, wie das heute heißt, der über eine Abschiebung bestimmt. Man kann nicht nur zehn Liebeslieder schreiben. Das entsteht subjektiv, trotzdem kann man nicht den Ich-Erzähler mit dem Autor verwechseln, das bin nicht immer ich. Mit jedem Lied kommen andere Kurven, die sich erschließen.

Wie findet man für Lieder von Oehl eine visuelle Entsprechung?

Ariel Oehl: Ich habe kein Interesse, mein Gesicht drei Minuten lang auf YouTube zu sehen. Uns gibt das gedankliche Freiheit. Leute mögen sagen, das verkaufe sich schlechter. Es wäre natürlich naiv zu glauben, dass ein Video nicht die Band repräsentiert, das ist die Visitenkarte, man stößt auf Videos einer Band noch über eine Website oder Spotify-Links.

Wie früh standen die Farben der Videos fest – eines ist braun, das andere grün-gelb-braun?

Ariel Oehl: Früh. Farben bringen dich an einen anderen Ort. Sie geben dir ein Gefühl oder eine Erinnerung daran. Wie die Musik transportiert das eine gewisse Wärme.

Was ist der am meisten überschätzte Film von Michael Haneke?

Ariel Oehl: Der deutsche „Funny Games“ ist viel verstörender als das US-Remake. Diese Grausamkeit hält man kaum aus. Die US-Version bekommt durch die Hollywood-Schönheiten einen stilisierten Charakter. Die Gassenhauer von Haneke wie „Amour“, „Klavierspielerin“ und „Das weiße Band“ sind stimmige Filme, nicht überschätzt oder unterschätzt. Haneke ist aber nicht mein Spezialgebiet. In seiner unprätentiösen Art finde ich Aki Kaurismäki einen der großartigsten Filmemacher.

Tanzen Sie gerne?

Ariel Oehl: Extrem gerne. Es ist befremdlich, wenn man ausgeschlafen zur After-Hour-Party geht, das mache ich ein- oder zweimal im Jahr. Ich habe von der Musikkultur hier wenig Ahnung, aber ich weiß, dass die Uhrzeiten scheiße sind. In London gibt es eine After-Work-Kultur, ich konnte mir viele Bands um acht ansehen. Tanzen geht in Wien vor zehn so gut wie nicht.

„Ich habe aber gemerkt, dass meine Musik mit englischen Texten total austauschbar wird.”

Wie war es in London?

Ariel Oehl: Ich war vor zehn Jahren länger in London. Es gibt irrsinnig viele gute Musikerinnen und Musiker dort, man trifft sich zu Wohnzimmerkonzerten. Ich habe aber gemerkt, dass meine Musik mit englischen Texten total austauschbar wird. Es ist wirklich schwer mitzunehmen, was eine Person auszeichnet. Als ich zurückgekommen bin, wollte ich mich mehr in meiner Musik erkennen. Ich habe seither jährlich ein Album geschrieben, wollte aber weitergehen. Ich war nie darauf aus, das rauszubringen, bin das auch jetzt nicht … Jetzt bin ich schon darauf aus! Aber nicht nur des Rausbringens willen. Jetzt passt die Harmonie.

Songs zu schreiben scheint Ihnen leicht zu fallen.

Ariel Oehl: Nein. Aber während andere Leute im Fit-in ihre Beinmuskeln trainieren, trainiere ich meinen Schreibmuskel. Ich stehe jeden Tag um halb sechs auf, schreibe zwei Stunden. Das mache ich seit meinem 13. Lebensjahr. Ich stehe mit dem Sonnenlicht auf und gehe mit dem Sonnenlicht schlafen, da ist der Tag noch frisch, alles ist möglich. Ich wäre ein guter Bäcker oder Bauer. Nachtleben ist das Schlimmste für mich, um neun bekomme ich keinen geraden Satz mehr heraus. Deshalb habe ich vor dem Livespielen etwas Angst.

Wie fertig ist das Live-Set-up für Ende April?

Ariel Oehl: Man wird viel vom geplanten Album hören. Wir haben zwei großartige Musikerinnen dabei. Patricia Ziegler arbeitet im „The Nest“, einem Art Musikhaus in einem Vierkanthof im 17. Wiener Gemeindebezirk, in dem einige andere Bands proben. Das ist ein ganz magischer Ort mit Innenhof, Proberäumen, Büros, Veranstaltungsraum. Allein dort zu stehen und die Instrumente anzustecken, ist schon toll. Live werden wir einiges übersetzen, die Koto wird Patricia beispielsweise mit einer Reiseharfe spielen. Michael Schatzmann hat bei Robb Schlagzeug gespielt und ist auch als Produzent tätig. Vielleicht wird es Gastauftritte geben. Wir haben tolle Musikerinnen und Musiker und wollen schon diesen Sommer auf Festivals spielen, dafür sind wir gut genug. Ab ins kalte Wasser.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Stefan Niederwieser

 

Termin:
29. April – B72 (Debütkonzert)

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